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    Archived pages: 478 . Archive date: 2013-03.

  • Title: QLOD.ORG
    Descriptive info: .. Hier geht's lang zum.. Weltfrieden.. Impressum..

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  • Title: Gepflegte Konversation fuer den Weltfrieden
    Descriptive info: Gepflegte Konversation fuer den Weltfrieden.. Heino - Der Heini aus der Stadt von Heine.. Hach, es ist schon ein Kreuz.. Da hat ein Marketing Typ eine Idee und schon muss man sich wieder mit Asbach.. Cola.. Uralt Figuren auseinandersetzen.. Heino ist wieder da.. Und weil die Hörerschaft für ein normales Heinoalbum schon ausgestorben sein dürfte, wildert man in fremden Gefilden oder bricht zu neuen Ufern auf, je nach Sichtweise.. Heino hat auf jeden Fall eine Platte gemacht, auf der er nur Pop/Rock/Punkrock/HipHop Acts covert.. Sportfreunde Stiller, Nena, Rammstein, Peter Fox.. Und, exemplarisch als erste Single, natürlich die Ärzte.. [.. YouTubeDirektCoverFromHell.. ].. Erstmal das: Ja, natürlich passt das textlich schonmal wie die Faust aufs Auge.. Aber: Warum genau soll das nochmal gut sein? Durch das wegfallen einer ironischen Ebene, weil Heino eben wirklich so ein Vater sein könnte, verliert das Lied jeglichen Witz und ist einfach nur noch ein trauriges Lied das davon handelt, wie Kinder von ihren Eltern daran gehindert werden, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.. Das ist lustig? Das ist jetzt natürlich superernst genommen, aber wie soll man Pop auch anders begreifen?.. Was mir aber auf die Nerven geht, ist etwas ganz Anderes.. Ich lese seit Tagen dass Heino sich jetzt endlich mal wehrt und zurückschiesst , gegen all den jahrelangen Spott und Hohn.. Ich hab zu Weihnachten die Otto Filmbox geschenkt bekommen, mit allen Filmen des Ostfriesen.. Da gibt es ja auch diese Thriller/Heino-Parodie.. Die ein bisschen lustig ist und natürlich auch Heinos Ikoknografie nährt (Blond, Sonnenbrille), von deren Marken-haftigkeit der Düsseldorfer meiner Meinung nach ganz gut profitiert hat.. Das wichtigste daran ist aber: Das ist 25 Jahre her!.. YouTubeDirektThrillerHeino.. Heino-Witze sind so alt wie abgestandener Eierlikör.. Und da leidet der noch heute so schlimm drunter? Nicht eher darunter, dass bis auf ein paar DVU-Fans und Vorpommerer wirklich niemand mehr größeres Interesse für den Sänger mit dem superrollenden R hat?.. An Heino ist nichts cool.. Heino hat schon immer in seiner Karriere verzweifelt versucht, sich überall anzubiedern, bei noch lebenden und halbwegs liquiden Käuferschichten als Kult durchzugehen.. Ich erinner mich an den Acid-Enzian.. Das wurde dann noch Rap genannt und hat ganz viel ganz schlimm durcheinander gewürfelt.. Deswegen konnte da auch keiner was mit anfangen (Übrigens: Da hat er sich mit stilisierten Smileys, die sein Gesicht zeigen, schon des Images angenommen, unter dem er ja ach so gelitten hat ).. YouTubeDirektAcidRapWasauchimmer.. Immerhin: Diesmal hat der Marketing-Mensch alles richtig gemacht.. Die Platte kommt ganz früh im Jahr, wenn noch nicht viel los ist.. Sie kommt in die Karnevalszeit, wo die Bereitschaft zu Quatschmusik am höchsten sein dürfte.. Es werden nur credibile Hits gecovert.. Und es wird ein Rockerkrieg erfunden, der das alte Klischee der Heinowitze aus den 80ern bedient.. Bämm - plötzlich gilt der als cool.. Ich finde das sehr unangenehm und ich möchte ungern jemandem zujubeln, der so verzweifelt alles versucht um mich als Käufer zu gewinnen.. Und ich lass mich nicht gerne für blöd verkaufen.. Heino leidet, wenn überhaupt, an mangelnden Plattenverkäufen.. Johnny Cashs American Recordings gingen mir ab dem dritten Teil zwar auch auf die Nerven, weil es irgendwann zum Cash (hihi) Cow milking wurde, aber dessen Cover Versionen haben durch sehr exaktes und behutsames auswählen und eine besondere Interpretation dem Orignal wenigstens noch etwas hinzugefügt.. Eine gewisse Deepness.. Von Heino gecoverte Lieder verlieren alles, was sie ausmacht und sie werden nur noch zu leeren Mitgröhlhüllen.. Weil man schon merkt, dass sie für ihn selbst keinerlei Bedeutung haben.. Das ist nicht cool.. Das ist homeshopping Television das so tut, als wäre es AC/DC.. Das Einzige, das noch nerviger als diese Platte ist: Von solchen Platten stehen uns jetzt mit Sicherheit hunderte ins Haus:.. Andy Borg singt Einstürzende Neubauten.. Stephan Mross: Meine liebsten Battlerap-Tracks.. Bata Iliç - Für immer Punk.. Hoffen wir das dieser Popsommer schnell an uns vorbeizieht.. Zum weiterlesen:.. - Staiger, Raplabellegende, ist in etwa.. derselben Meinung.. wie ich.. Danke Form Prim!.. - Wie humorbefreit Heino schon in den 80ern reagiert hat, zeigt.. dieser Artikel.. von damals sehr gut.. Danke Nico!.. Posted in.. Singin Heart.. ,.. alte schule.. ausnahmsweise.. nerver.. neue schule.. |.. 14 Friedenstauben.. Stirb, Medium, stirb!.. Alles fängt an mit einem Tweet:.. Die Vehemenz, mit der Einige glauben die Medien Zeitung und Fernsehen müssten existieren, ist anthropologisch erheiternd interessant.. jensbest (@jensbest).. Dezember 4, 2012.. Erstmal zum Tweet-Autor: Ich mag Jens Best.. Best geht vielen Leuten auf den Sack, weil er zu allem gerne seinen Senf abgibt.. Ich bin auch oft uneins mit ihm, aber ich finde seine vehemente Auf-den-Sack-Gehigkeit wirklich aufrichtig bewundernswert.. Er taucht nie ab, bleibt immer sichtbar und steht zu 100% für sich und seine Meinung.. Find ich stark.. Aber hier irrt er und da er nicht der Einzige ist, der diese Annahme teilt, muss ich mal einen Text drüber schreiben.. Keinen Text, der sich mit den grotesken Forderungen der Verlage (a.. k.. a.. Leistungsschutzrecht) beschäftigt, da sind.. andere.. deutlich bessere Quellen mit fundierteren Meinungen.. Ich finde das einfach nur Gaga.. Mir geht es um das im Netz sehr weit verbreitete Herbeisehnen des Todes von Medien, die älter sind als das Internet, also allen ausser dem Internet.. -.. Zeitungen.. Zugegeben, die Verleger haben sich jüngst mit ihren Kampagnen keinen Gefallen getan und nicht unbedingt Freunde gemacht.. Sie faseln von Qualitätsjournalismus , sind aber selber oftmals nicht im Stande, Grundqualität abzuliefern.. Im Sinne von: Durchdachte Inhalte.. Oder vernetzte Inhalte.. Dazu noch die einseitige Berichterstattung über das Leistungsschutzrecht, das tut schon ein bisschen weh.. Aber ich möchte trotzdem nicht drauf verzichten.. Und viele Andere möchten auch nicht drauf verzichten.. Meine Eltern.. Lesen jeden Morgen den KStA.. Mein Vater regt sich immer auf, das die scheiße recherchieren, was ihm natürlich bei den Sachen auffällt, bei denen er sich auskennt.. Und die Beispiele, die er mir genannt hat, die haben ja auch gestimmt.. Dumme Redaktionsfehler, vielleicht Flüchtigkeitsfehler, vielleicht Der Leser ist doch eh egal -Fehler, aber definitiv unnötige Fehler.. Und trotzdem hat er ihn noch abonniert und liest ihn jeden Morgen zum Frühstück.. Um ein Grundbedürfnis nach Information zu decken.. Das er nicht durchs Fernsehen decken lassen will, sowieso nicht durchs Internet, sondern durch die Zeitung beim Frühstück.. Und wenn ich da zu Besuch bin, mach ich es genauso.. Auch wenn ich iPad und Rechner und Kindle und Handy dabei hab: Ich finde das super beim Frühstück ein Holländerbrötchen zu essen und dabei in der Zeitung etwas ausführlicher als durch SpOn über die Geschehnisse von gestern informiert zu werden.. Das ist fast meditativ.. Anderes Beispiel:.. Meine beste Freundin.. Hat alles zu Hause und nutzt es auch ausgiebig.. Computer, Handy, Fernsehen, alles da.. Aber hat immer das Gefühl, uninformiert zu sein.. Eine zeitlang gab es mal diese Zeitung zum selber zusammenstellen, ich glaube die hiess niuu oder so, da hab ich ihr mal (auch weil ich selber neugierig war) ein Probeabo zusammengestellt und schicken lassen.. Und sie fühlte sich rundum informiert.. Hat sich morgens mit einer Tasse Tee in die Küche gesetzt, wenn unser Kind in der Schule war, und gelesen.. Oder die Zeitung in die Tasche gestopft und im Café gelesen.. Die würde niemals einen Rechner mitnehmen oder im Café auf SpOn irgendwelche Neuigkeiten lesen.. Da würde sie dann eher eine der herumliegenden Zeitungen nehmen.. (Nachtrag: Als ich eben mit ihr telefonierte, meinte sie, das sie mittlerweile doch Nachrichten auf dem Handy lesen würde, wenn sie irgendwo rumsitzt na gut.. Sie hat aber nochmal betont, wie sehr ihr die niuu gefallen hat!).. Zeitungen haben einen Sinn.. Das Medium bedrucktes Papier hat einen Sinn.. Ist robust, ist leicht, ist easy anwendbar.. Das ist nicht zu ersetzen.. Ja, seine Inhalte bedürfen einer Nachjustierung.. Aber deswegen erkläre ich doch kein Medium für Tod.. Ja, aber die FTD!.. Wenn man es nicht schafft, Leser von seiner Einzigartigkeit am Markt zu überzeugen, dann macht man vermutlich etwas falsch, vor allem wenn man als Letzter kommt.. Es tut mir ja leid, aber da ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man auch wieder als Erster geht.. Und wenn man sich.. so arrogant verabschiedet.. , wie die FTD.. das getan hat.. , dann war das vielleicht auch alles nicht so falsch.. Ja, aber die FR!.. Ja, die FR bedauer ich auch, wobei ich die auch nur online gelesen hab.. Aber hier gilt das natürlich auch: Wer liest die noch, wo ist der Leser.. Und damit meine ich eben kein blindes hinterherrennen irgendwelcher Marktforschungs-Ergebnisse, sondern Intuition.. Gespür für den Leser, für den Markt.. Das war wohl nicht gegeben.. Ich hätte ehrlich gesagt gedacht, das es zuerst die Berliner Zeitung erwischt, aber nun ja.. Wenn man am Leser vorbeischreibt, dann kann man nicht bestehen, so leid mir das auch tut.. Ja, aber die PRINZ!.. Hahahahahahahahahaha.. Das letzte Mal, dass ich in die PRINZ geguckt hab, war das ein Gutscheinkatalog mit Partybildchen.. Nichts mehr an Originalität, keine Meinung mehr, nur noch MaFo, MaFo, MaFo und dem Anzeigekunden in den Arsch kriechen.. Sorry, aber warum gab es die überhaupt noch so lange?.. Das sind eure Argumente für den Tod der Zeitung, für das Ende von Print? Da müsst ihr aber noch eine gehörige Schippe drauflegen, um mich zu überzeugen.. Und viele Andere auch.. Ich weiß natürlich auch ehrlich gesagt nicht, warum so viele im Internet sich wünschen, das gedrucktes stirbt.. Es nimmt dem Netz nichts weg.. Und so viele Baumschützer gibt es nicht mal online.. Aber, liebe Leute: Get over it.. Print bedient etwas, was das Netz nicht bedienen kann.. Ja, es werden noch andere Zeitungen und Zeitschriften sterben.. Es geht vielen schlecht.. Und das große Auflagenwunder vergangener Jahrzehnte ist vorbei.. Der Markt wird dünner.. Aber er wird niemals verschwinden.. Was eine Zeitung (in der analogen Welt) kann, kann nur eine Zeitung.. Ich werde zumindest niemals eine Ecke meines Handys abreissen, um einen Kaugummi reinzupacken.. Eine Telefonnummer auf meinen kindle kritzeln.. Einen Tag später ausführliche Texte im Netz suchen zu Nachrichten, die ich da einen Tag vorher gelesen habe (wenn ich nicht drauf hingewiesen werde).. Oder am Frühstückstisch meiner Eltern mit einem iPad sitzen.. Fernsehen.. Auch hier: Totaler, seltsamer Hass von Menschen, die sich stolz damit brüsten, gar keinen Fernseher mehr zu haben.. Und die rufen es in die Welt hinaus: Fernsehen ist tot, braucht keiner mehr, Volksverdummung, blablabla.. Regen sich aber dann über jeden TV-Beitrag über das Internet auf, der tendenziell negativ ausfällt.. Wald? Hineinruft? Herausschallt?.. Wenn man sich das Netz ansieht, hat man es beim Fernsehen immer noch mit dem Leitmedium Nummer 1 zu tun.. Auf Twitter wird gemeinsam Tatort oder Bauer sucht Frau geguckt, bei Facebook versammelt man sich auf Fanpages über das Dschungelcamp und auf vielen Blogs lese ich Artikel über Dexter, Game of Thrones, Misfits oder die Big Bang Theory.. Alles Fernsehen.. Die Mediatheken der Sender laufen heiss, wenn eine neue Folge Roche und Böhmermann online geht und Zattoo dürfte zu internationalen Fussballturnieren einen deutlichen Download-Anstieg verzeichnen.. Piraten lassen sich regelmässig zu Lanz oder anderen Talkern einladen.. Bei Protesten vor dem Brandenburger Tor werden ZDF-Journalisten via Twitter beschimpft, weil sie zu wenig oder gar nicht berichterstatten, was so vielen berichterstattungswürdig erscheint.. Und auf SpOn wird jede Talkshow am nächsten Tag besprochen.. Sieht so ein totes Medium aus?.. Was ich nie kapiere ist: Das Wirkprinzip von Fernsehen ist ein komplett anderes, als das vom Netz.. Die einzige Gemeinsamkeit sind laufende Bilder.. Beim einen Medium als Default, beim anderen als Option.. Das war es aber auch.. Fernsehen ist eines der passivsten Medien, die es gibt, was gleichzeitig auch die Erklärung für seinen großen Erfolg ist.. Ich muss nichts anderes tun ausser umschalten.. Immer läuft irgendwo, irgendwas.. Etwas läuft, was ich immer weiter laufen lassen könnte.. Ich muss nichts tun.. Nun mag es auch im Netz Seiten geben, die mir unendlich viele Videos hintereinander vorspielen, aber die sind eher selten.. Und da ist das umschalten auch nicht so einfach, erfordert einen Mausklick, der sich aber vorher genauer mit dem Inhalt beschäftigen muss, damit ich überhaupt weiss, wo der Klick hingehört, wo der Link ist.. Alles schon wieder viel zu viel Aktion.. Ja, Fernsehen ist ein faules Medium.. But guess what: Das ist sein Erfolg.. Warum also den Tod des Fernsehens herbeisehnen? Welchen Teil des Internets stört das Fernsehen? Ja, Fernsehen ist ein Medium, das primär von oben herab sendet.. Die lassen sich die Inhalte nicht so leicht diktieren, wie irgendwelche Blogger oder im Zweifelsfall noch News-Seiten, das pisst viele an.. Na und? Noch kein Grund zur Abschaffung oder kein Anzeichen des Untergangs.. Diese ganzen schlauen Medienpropheten, die dem TV seine baldige Abwesenheit prophezeihen, vernachlässigen alle Umstände und stellen ihre eigene Sichtweise als Vision auf.. Fernsehen muss auch nicht allen gefallen, das ist in Ordnung.. Niemand kann gezwungnen werden, einen Fernseher zu besitzen.. Auch okay.. Aber einen gesunden Patienten, der hier und da ein paar Zipperlein hat, deswegen gleich für Tod zu erklären? Das ist wie bei Ritter der Kokosnuss , als der den Alten auf seiner Schulter zum Wagen rausbringt, auf dem die Toten gesammelt werden und der Alte ruft: Lass mich runter, ich bin gar nicht tot, ich will spazieren gehen!.. Das Fernsehen ist durchaus kritikwürdig.. Heutzutage läuft da sehr viel Scheisse.. Und das müsste nicht sein.. Auch hier wieder: Marktforschungsoptimierte Programme sind ein Graus.. Und die Verarschung und Vorführung von Leuten im Privatfernsehen in Formaten wie Bauer sucht Frau oder Schwer verliebt ist zum kotzen und soll allen Verantwortlichen ein fieses und fettes, haariges Furunkel am Arsch wachsen lassen.. Aber Fernsehen darauf zu reduzieren, ist wie zu sagen: Das Internet ist vor allem Kinderpornographie.. Reine, alberne Demagogie.. Ich freu mich schon, wenn irgendein Shoppingsender schliesst und dann online zu lesen ist: Das große Fernsehsterben beginnt!.. Radio.. Warum lese ich eigentlich so wenige Rants gegen das Radio? Weil viele Wortführer im Netz von da kommen? Weil man das im Auto zur Arbeit noch braucht? Weil Podcasts nichts anderes sind?.. Das finde ich erstaunlich.. Die große Kritik am Medium Radio, die Rufe über ein totes Medium oder für Kein Grundrecht auf Rundfunk sind doch eher seltener Natur.. Ich muss ehrlich gestehen, das mir das von allen Medien eigentlich am egalsten ist.. Ja, ich höre gerne Domian, aber den kann ich ja auch gucken.. Ich freu mich auch wenn ich mal einen guten, mir unbekannten Song im Radio höre - verfluche aber auch die Radiomacher dafür, es mir extra schwer zu machen, herauszufinden was ich da genau gehört habe.. Ja, ich kann das online nachgucken, aber wie schön wäre es, wenn ich keinen Mediensprung machen müsste und mir einfach geSAGT würde, was ich gerade gehört hab? Max Goldt schrieb mal sehr schön sinngemäss über Radio, dass er niemand bräuchte, der ihm sagt, was für eine gute Stimmung er nun haben müsse, dass er seine Laune ganz gut selber im Griff hätte, er aber bei guter Musik immer gerne wissen würde, was er denn da nun gehört habe.. Radio ist das vielleicht schlimmste Opfer des Marktes, weil man hier (meine ich mich zu erinnern) irgendwie nicht so richtig Quoten messen kann und sich deswegen nur auf Zahlen gestützt wird, die irgendein Unternehmen im Quartal produziert, basierend auf Umfragen etc.. Da wirds dann ganz abenteuerlich.. Und alle Sender halten sich sklavisch an diese Zahlen, so wie es auch alle Werbekunden tun.. Deswegen hat man beim Gros der Sender heute nur noch Jingle-Geballer und Das Beste von Früher, Heute, Morgen und Niemals oder so am Start.. Wie gesagt: Ich brauche Radio nicht unbedingt als Medium, zu selten sind unsere Berührungspunkte.. Aber es gibt viele Menschen, die gerne Radio hören.. Die jeden Morgen im Stau auf dem Weg zur Arbeit stehen und da gerne David Guetta hören, oder irgendwas Anderes, was sie vielleicht nicht selber auf CD haben.. Oder die hören wollen, wo Stau ist.. Oder auch Menschen, die dann zu Hause klassische Musik hören oder Hörspiele oder Reportagen.. Es gibt Radiohörer und es soll sie geben.. Radio nimmt meinem Medienkonsum nichts weg, gar nichts.. Warum sollte ich also dagegen sein, warum sollte ich permanent rufen Radio stirbt und wenn dann nach fünf Jahren wirklich mal ein Lokalsender zu macht direkt rufen: Seht ihr! Ich habs gesagt: Radio stirbt! Und das war erst der Anfang! Alle Anderen werden folgen! Radio stirbt, weil es unmodern ist!.. Warum rufen Menschen so was? Warum diese Verbitterung, diese Unentspanntheit?.. Es gibt Tage, an denen kotzt mich das Internet an.. Da bleibt man in irgendwelchen Kommentarspalten großer Zeitungen stecken oder liest dämliche Verschwörungstheorien oder klickt aus Versehen auf einen Broder-Artikel oder wundert sich über all den unreflektierten Hass und die Grabenkämpfe allerorten.. Wundert sich, wie man dem Menschenbild, das im Netz konstruiert wird, jemals entsprechen soll.. Wundert sich über das plötzliche aufpoppen eines Fettnäpfchens, das man nie als solches wahrgenommen hat, man aber gleich abgewatscht wird mit der Haltung, das man es schon immer hätte kennen müssen - denn es steht ja im Netz.. Diese Tage frustrieren mich.. Mich, der ich das Netz immer als tolles, fantastisches Medium propagiere.. Als spannende Welt, als Meinungskanal, als vollkommen neue Möglichkeit des publizierens.. Als spannenden Pool verschiedener Sichtweisen.. Der leider oftmals dann aufhört, wenn die Meinung eine Andere ist.. Und dann klapp ich den Computer zu.. Und mach den Fernseher an.. Oder lese ein Videospielmagazin wie die M! oder das Rapfachblatt Juice.. Oder ein Buch.. Und denke:.. Hach.. Auch schön.. Dinge.. Talkin Heart.. die ich mag.. 16 Friedenstauben.. Nett ist die Schwester von Yps.. Heute, einen Tag vor meinem Geburtstag, ist es also so weit: Der groß angekündigte Relaunch der wichtigsten Zeitschrift meiner Jugend stand an: Die Yps liegt wieder am Kiosk.. Dabei ist die Idee dahinter so simpel wie clever: Da man wohl kaum eine Wurst von Teller ziehen würde, wenn man versucht mit gefühlten 1.. 000.. 000 anderen Kindertiteln, die alle mittlerweile auch Gimmicks haben, zu konkurrieren, geht man einfach auf die alte Leserschaft zu.. Die neue Yps will für die alten Leser sein, sprich: MItgewachsen.. Eine coole Coffetable-Zeitschrift.. Oh! Welch Idee! Wirklich, ganz unironisch, das macht total Sinn.. So Ottos wie ich haben doch voll Bock, sich wieder eine Yps am Kiosk holen zu können, um wieder so ein Yps-am-Kiosk-hol-Gefühl zu haben und sei es auch nur ein kurzer Kick.. Dazu würden mir auch auf Anhieb eine Menge Texte oder Autoren und Autorinnen einfallen, die ich dazu im Heft haben wollen würde.. Zum Beispiel coole Ideen, was man mit seinen Kindern für bekloppte Experimente machen kann (die auch alleine Spaß machen).. Comics für Groß und Klein, auch ein paar Klassiker, allen voran natürlich Pif und Herkules oder noch besser: Piffi! Nix-Glop-Glop!.. Man könnte in den Comics, die übrigens mindestens die Hälfte des Hefts einnehmen sollten, der Nostalgie frönen, gleichzeitig einfach Spass an den Geschichten haben und sie, falls vorhanden, mit seinen Kindern teilen.. Das könnte ein Heft sein, an dem Familien Spaß haben, ohne diesen nervigen Familiencharakter im Vordergrund oder Singles, die gerne zurückblicken.. Fresh und Old School zugleich! Wie cool ist das denn, bitte schön?.. Nun: All das ist es nicht.. Stattdessen ist es ein Heft über die 80er Jahre, mit ein bisschen Comic-Promotion von Ehapa für einen, schon auf 4 Test-Seiten zum einschlafen lähmenden, Zombie-Comic.. Werde Spion, werde Zauberer, werde Dinosaurierforscher.. Die Seiten ballern einen zu mit Testosteron.. Dazu noch ein paar superlustige Comicstrips, bei denen einer nur aus einem Panel eines Ausschnitts einer Kellnerin besteht ( Höh Höh Höh! ), Zaubertricks mit Bierflaschen und Zigaretten und einer Bilderstrecke mit Autos von damals und heute.. Ey, boah, ey (Die Modestrecke in der Yps und seine Freunde irgendwelche Klamotten präsentieren, lasse ich mal höflich unter den Tisch fallen ähem).. Am Anfang gibt es eine mehrseitige Story über die Entstehung und den Werdegang der Yps.. Das ist ein schöner Artikel und sehr guter Opener.. Dann kommen schon die Facebook-Fans der Yps zu Wort und es wird schlagartig belanglos.. Gefolgt von einer Doppelseite Extrablatt , was einerseits cool ist, weil die genauso gelayoutet ist, wie damals in der Yps.. Aber dann ist alles so ironisch gemeint, aber  ...   Ein Hurenbock privat.. Keine Angst (oder Tut mir leid , je nachdem), in diesem Text wird es nicht um mich gehen.. Zumindest die Überschrift bezieht sich nicht auf mich.. Aber von vorne:.. Ich überlege die ganze Zeit, was ich jemals 13 Jahre am Stück gemacht habe.. Also, ausser vielleicht besonders charmant zu sein, oder so.. 13 Jahre verheiratet sein heisst bestimmt.. pferdeapfelne Hochzeit.. , oder so.. Aber ich bin ja gar nicht verheiratet.. Ah, ich habs! Ich kenne meine allerbeste Freundin, meine Verbündete, meine Soulmate nun seit 13 Jahren.. Mit allen Aufs und Abs.. Aber gibst noch irgendwas Anderes? Gibt es etwas Anderes, was ich seit 13 Jahren mache? Mein Beruf ist es irgendwie nicht, dafür war mein Lebensweg zu durcheinander.. Nun sind 13 Jahre ja auch nicht die Welt, in einem Beruf.. Einige Leute haben ja irgendwann ihr 40 jähriges Berufsjubiläum.. Ich glaube für 13 Jahre im gleichen Job gibt es gar keine Glückwunschkarte zu kaufen, oder? Vermutlich nicht.. Sollte es aber geben! Für einen jungen Typen, der gerade mal am Anfang der 30er ist, sind 13 Jahre ja schon eine Menge Holz.. Und für eine Katze (Durchschnittsalter 15 Jahre) ja noch viel mehr!.. Quitzi.. , die beste Internetkatze aller Zeiten, feiert ihr 13 jähriges Jubiläum als Comicfachhändler im.. Grober Unfug.. , meinem schon viel zu oft erwähnten Lieblingscomicladen.. Und er nimmt das zum Anlass, seine Expertise auszuspielen: Verschiedene Blogger bekamen von Quitzi einen Comic geschickt, der sie seiner Meinung nach begeistern könnte.. Nun mag er sich mit kleinen bunten Bildchen auskennen, mit Menschen aber anscheinend nicht so sehr.. Zumindest die.. ersten.. beiden.. Probanden.. dieses Feldversuchs waren von den Büchern, die sie bekamen, wenig begeistert.. Und da komme ich ins Spiel.. Quitzi und mich, uns verbindet eine Vorliebe für seltsamen Humor, der bisweilen auch recht pubertär daher kommen darf.. Wenn er, so wie beispielsweise in den.. Johnny Ryan.. Comics, dennoch irgendeine Komponente hat, die ihn zu etwas Besonderem macht.. Also, ich weiß gar nicht ob wir beide diesen Humor haben, oder er immer nur so tut, wenn ich bei ihm im Laden stehe und er eigentlich lieber Hägar oder so was liest.. Aber ich denke nicht.. Er hat auch eine große Leidenschaft für das.. Archie-Universum.. , das mich zum Beispiel so gar nicht kickt.. Das ist ja vielleicht ganz beruhigend zu wissen.. Nun bekam ich meinen Comic für die Aktion mit dem Titel:.. Megaquitzchenmittwoch.. (weil das Jubiläum an einem Mittwoch war).. Und damit kommen wir auch endlich zur titelgebenden Figur dieses Textes.. Das Buch heisst Pascin , ist von Joann Sfar und im.. Avant-Verlag.. schon 2006 erschienen.. Quitzi meinte, es würde ihn wundern, das dieses Buch nicht viel erfolgreicher wäre.. Nun gut.. Gucken wir uns das ganze mal genauer an:.. Das Buch fängt erstmal mit einem Trick an: Über den ersten vier Illustrationen von Pascin steht: Der Autor möchte betonen, dass die Ereignisse in diesem Buch allesamt seiner Imagination entspringen.. Hierbei handelt es sich nicht um eine Biographie des Zeichners und Malers Julius Pinkas, genannt Pascin (1885-1930).. Das ist die erste Information, die man bekommt, bevor man irgendwas gelesen hat.. Und dann geht es los, dieses Buch über den Maler Pascin, den sein Aktmodell schon im dritten Bild Julius Mordecai Pincas nennt.. Die Relativierung also direkt wieder aufgehoben.. Pascin ist ein Maler im Paris der Jahrhundertwende.. Und er lebt ein Leben, wie man es sich genau da, von genau so einer Person vorstellt.. Er zeichnet den ganzen Tag, wo er geht und steht, geht in Cafés, hat schöne Freundinnen, die sich gerne von ihm malen lassen.. Ihn umweht ein Hauch von Lust, von Sex und von einer gewissen Ernsthaftigkeit.. Er ist ein loyaler Freund, der sich die Menschen um ihn herum immer mit einem staunen ansieht.. Er ist ein wenig in seine Muse verliebt, aber sie ist verheiratet.. Vielleicht ist er auch eher in dieses Spannungsverhältnis verliebt.. Überhaupt Liebe! Er macht sich nicht viel aus Körperlichkeit, aus Nähe.. Ihn interessiert die Schönheit des Körpers.. Lust ist für ihn, der sich als kleiner Junge gerne in einem Bordell aufgehalten hat, wohl eher Geschäft.. Klare Verabredung.. Notwendiges Übel.. Spaß, ja, auch.. Aber seine Inspiration ist woanders.. Und Liebe ist für Pascin etwas ganz anderes.. So begleitet man ihn als Leser durch sein buntes Leben.. Lernt seine ganzen Frauen kennen, erlebt ihn verzweifelt, erlebt ihn glücklich.. Später erlebt man seine Potenzprobleme mit, seine verzweifelten Liebesversuche oder wie er sich, wohl um sich wenigstens wieder zu spüren, völlig grundlos lachend zusammenschlagen lässt.. Nur um kurz danach in einer Kneipe ein Loblied auf die Liebe zu halten.. Ja, Pascin ist wohl genau das, was man einen Lebenmann nennt, einen Bonvivant.. Und ganz ehrlich, er ist der Typ, mit dem man um die Häuser ziehen möchte.. Ein gütiger Zuhörer und faszinierender Erzähler.. Ein Hafen für die ganzen Gestrandeten.. Der am liebsten auch noch selber immer die Zeche zahlt.. Guter Typ.. Pascin liebt die Huren seiner Stadt.. Er begehrt sie nicht körperlich, er fühlt sich mit ihnen verbunden.. Sie ziehen ihn an, er liebt sie schon seitdem er als kleiner Junge seinem Vater Geld geklaut hat und zu ihnen ging - bevor er überhaupt geschlechtsreif war.. Huren zogen und ziehen ihn an.. Diese seltsame Atmosphäre in den Puffs, diese Mischung aus Abgeklärtheit und Verletzbarkeit, die die Nutten ausstrahlen.. Dieses überhöhte Zurschaustellen weiblicher Attribute, das einerseits Geschäft ist, andererseits Lust am Spiel.. Und die Macht, die die Nutten über ihre Freier haben, über die Männer.. Das fasziniert ihn, zieht ihn immer wieder ins Rotlicht.. So wie sein bester Freund, eine Rotlichtgröße aus Marseille.. Durch ihn lernen wir, wie und warum Pascin malt und zeichnet.. So absurd das sein mag, der Verbrecher ist stellvertretend für den Leser.. Versucht genauso sehr zu begreifen, was einen Künstler antreibt.. Wie tickt Pascin? Niemand kommt einer Antwort darauf näher als Toussaint, der vermeintlich gröbste, ungehobelste und gefährlichste Freund des Malers.. Das mag wirr klingen.. Das mag wie ein Durcheinander klingen.. Aber das ist kein Vergleich zu den Zeichnugen.. Ich hab wirklich schon viele Comics gelesen.. Von den unterschiedlichsten Zeichnern mit den unterschiedlichsten Stilen.. Aber ich habe noch niemals jemand gesehen, der so viele verschiedene Stile gleichzeitig malt, wie Sfar in diesem Comic.. Die Stile wechseln nicht nur von Kapitel zu Kapitel (was vielleicht noch dadurch zu erklären wäre, dass das Ganze ursprünglich eine sechsteilige Heftserie war), manchmal wechselt er auch mitten im Erzählfluss.. Das ist absolut verrückt und kann in seiner craziness nur noch davon getoppt werden, das einem das beim lesen ü b e r h a u p t nichts ausmacht.. Wirklich, so was seltsames hab ich noch nicht erlebt.. Normalerweise, wenn ich das Buch nur mal eben so durchblätterte, würde ich sagen: Nö, nervt mich.. Unruhig, kein durchgehender Stil, scheinbar willkürliche Wechsel des Strichs, will ich nicht lesen.. Aber wie furchtbar falsch ich doch läge!.. Die Stilwechsel sind so ziemlich eines der dynamischsten Stilmittel, die ich beim lesen je erlebt habe.. Der Focus wird plötzlich total verschoben, egal was erzählt wird.. Die Stimmung im Raum ist spürbar, die Stimmung der Protagonisten sowieso.. Man macht eine Pause, der Strich wird ungenauer, Details unwichtiger.. Der Schritt der Geschichte wird schneller.. Dann wieder innehalten.. Pascin entdeckt eine wunderschöne Frau.. Der Strich wird ultradetailliert.. Als wenn es jemand anders gemalt hätte - und doch ganz klar im Stil des Rests der Geschichte.. Ich habe ehrlich gesagt gar keine Ahnung, wie Sfar das geschafft hat.. Aber er ist der einzige, mir bekannte Zeichner, der so radikal so viele Stile in sich vereint.. Und, na klar, diese Unterschiedlichkeit passt natürlich am hervorragendsten zu einer Künstlerbiographie.. Die ja keine ist.. Angeblich.. Die Biographie des echten.. Pascin.. ist beherrscht von seinem Selbstmord, 1930.. Sfar zeichnet ein ganz anderes Bild des Malers.. Die Depression, die sich vor allem in den letzten Lebensjahren ihren Weg gebahnt hat, interessiert ihn höchstens am Rande.. Hier und da blitzen solche Momente auf, aber sie bestimmen noch lange nicht den Alltag.. Es geht um Pascins Leben, nicht sein sterben.. Ich weiß nicht, was von Sfars Geschichte wahr ist und was er sich ausgedacht hat.. Das spielt auch wirklich gar keine Rolle.. Er hat eine Geschichte gemalt, über einen Künstler der ihn fasziniert, offensichtlich auch inspiriert (die Zeichnungen des echten Pascin würden auch alle in den Comic passen), jemand dem er sich so versucht hat zu nähern.. Indem er sich sein Leben vorstellt, vielleicht anhand von ein paar Eckdaten und Informationen.. Ich halte solche Arbeiten für aufrichtige Biographien.. Vielleicht erfährt man über den Autor der Biografie auch vieles, vielleicht spiegelt sich der Autor in dem Leben des Objekts seiner Faszination.. Ähnlich wie in Couplands McLuhan-Biografie (hier die.. Weltfrieden-Review.. ).. Ich habe vor vielen Jahren mal das Script für ein Hörspiel über.. Daniil Charms.. geschrieben, mein Lieblingsschriftsteller.. Und da ging ich ebenso vor: Informationen waren spärlich gesät, eine Charms-Expertin hatte wohl Angst, das ihr irgendwas weggenommen würde und verbat sich jegliche Mithilfe und schrieb noch dazu: Aber hüten sie sich vor Legendenbildung! und hat mir damit die Augen geöffnet: Natürlich musste ich Charms zu einer Legende schreiben! Selbstverständlich musste ich ein paar kleine Anekdoten über ihn erfinden und zwischen die Fakten betten.. Denn genauso hätte er sich das gewünscht! Kunst und Leben müssen verschwimmen, zu einer Einheit werden.. Auch lange nach dem Tod.. Na klar!.. Und genauso eine Biographie, wie sie Sfar gezeichnet hat, hätte sich Pascin gewünscht.. Um dann danach einen trinken zu gehen.. Am besten im Puff um die Ecke.. (Die Bilder aus dem Comic, die hier abgebildet sind, sind natürlich und offensichtlich aus der französischen Version - ich hab die deutsche Übersetzung gelesen und die war super - mir kam zumindest nichts sprachlich komisch vor ).. Liebe EM, wo sind die Fans?!?!?!.. Hui, also hier ist ja was los! Also eigentlich nicht! Es ist also los, das viel zu wenig los ist!.. Habt ihr auch dieses diffuse Gefühl, dass der/die/das Fandom irgendwie so wenig, so unausgeprägt ist? Vielleicht liegt das daran, das die EM kleiner ist als eine WM, aber das reicht mir nicht als Grund.. Deswegen war ich für euch ermitteln, auf der Fanmeile.. Meine liebste Brause Coca-Cola hat mich eingeladen, mir das Geschehen einmal dort am Brandenburger Tor anzusehen und mich als Fanreporter zu versuchen.. Und weil ich so einen Quatsch gerne mache und mir wenigstens ein Spiel auch mal dort, auf der Fanmeile, ansehen wollte und weil auch eine meiner liebsten Freundinnen mitgekommen ist und weil der Hermi auch da war - aus all diesen Gründen hab ich das dann einfach mal gemacht.. Ich hab fürs bessere reportieren dann auch ein iPad in die Hand gedrückt bekommen.. Und durfte das mit nach Hause nehmen.. So.. Nun ist alles offen gelegt.. Wer glaubt, das ich jetzt nicht mehr frei schreiben kann, der möge bitte nicht weiterlesen.. Alle anderen: Viel Spass.. So stand ich also da, beim Klassiker Deutschland - Niederlande und hab mir mal angeguckt, was die Menschen immer auf die Strasse hinterm Brandenburger Tor zieht.. Das ist, ehrlich gesagt, nicht viel.. Also ja, die Stimmung dort ist exorbitant gut.. Ich hab eigentlich keine Hauereien sehen können, das ist für so eine Menschenmenge überraschend friedlich abgelaufen alles.. Schon mal dufte.. Aber es ist nicht alles Gold, was glänzt und so mit hab ich auch die Schattenseite einer solchen Grossveranstaltung miterleben dürfen: Lokalradiomoderatoren, die die Menge anfeuern.. Abgesehen davon, dass die mir mit dem Vorschlaghammer der Wiederholung, ihren Sendernamen inklusive Frequenz ins Hirn gezimmert haben, waren die sich auch nicht zu blöd, jeden noch so abgedroschenen Fangesang anzustimmen, die wiederum von der Masse sofort aufgenommen und weitergesungen wurden.. Ja, das funktioniert zwar, aber ist es deswegen auch gut? Die Spiele, die die zwischendurch gespielt haben, waren so ein bisschen okay (Zwei treten Fitness-mässig gegeneinander an für ein Ticket zum Finale) und so ein bisschen schmerzhaft (Zweier-Teams treten in Fangesängen gegeneinander an).. Aber um mich herum wurden die eher nervig gefunden.. Naja.. Meine Art des moderierens ist dieses.. HEY! WIR SIND JETZT ALLE SUPERGUT DRAUF!!!!.. eh nicht.. Ich bewundere immer Typen, die das können.. Ist nicht leicht.. Vor allem nicht vor so einer Masse.. Dennoch: 2 Gramm mehr Hirn wären auch hier möglich.. Aber alles nicht so wild, ich bin ja nicht da gewesen, um das literarische Quartett zu sehen.. Erstmal hab ich sowieso einen alten Freund dort, in diesem VIP-Bereich, wiedergetroffen.. Lang haben wir uns nicht mehr gesehen.. Ihn zieht es auch immer wieder aus Köln weg, so wie jetzt auch.. Da haben wir ein wenig sinniert und über die ganze Welt nachgedacht.. Das kann man hier ganz gut sehen:.. Nachdem Lukas und ich uns voneinander verabschiedet haben, war auch schon die erste Halbzeit vorbei.. Und wir steuerten direkt auf das absolute Highlight der Veranstaltung zu, das noch niemand ahnen konnte.. Das Showprogramm auf der Bühne startete etwas lahm mit dem Spruch: WIR MACHEN JETZT 15 MINUTEN PARTYYYYY!!!!.. Das hab ich schon aufregender gehört.. Aber gut.. Wir, das heisst unsere kleine Reisegruppe, unterhielten uns und analysierten die erste Halbzeit, wenn wir schon die TV-Analyse nicht sehen durften.. Und da fiel er mir auf.. Ein versierter Tänzer, der ein wenig betrunken wirkte, aber dennoch offensichtlich absolut sicher stand.. Warum er mir auffiel? Nun ja, er tanzte an einer etwas exponierten Stelle:.. Ich bewundere ja immer Leute, die so hammergut klettern können und scheinbar problemlos in so luftige Höhen steigen.. Schon alleine dafür hat der Kollege meinen Respect.. Das sind richtige Fans, die das machen.. Nun, nach einem wilden Tänzchen wurde es ihm ein wenig langweilig und er setzte sich hin.. Da sass er nun und verfolgte das Geschehen.. Das Ding war nur: Das Geschehen war plötzlich er selbst.. Auf der Bühne sollte gerade Oceana ihren offiziellen EM-Song singen.. Nach nur ca.. 20 Sekunden wurde jedoch das Playback abgebrochen.. Große Verwunderung allenthalben.. Sollte die FIFA eingelenkt haben? Nein, das war nicht der Grund für den abrupten Stop der Musik.. Nach ca.. 10 Minuten hat man auch auf der Bühne den Ampelmann entdeckt (oder ist von den Sicherheitskräften darauf hingewiesen worden) und das musste unterbunden werden.. Deswegen plötzlich der dringende Appell des Moderators mit dem vergeblichen Versuch, die Masse gegen den Hochlufttänzer aufzuhetzen:.. Zwei Sachen sieht man nicht:.. 1.. ) Auf der Leinwand über der Bühne steht groß geschrieben runter!!!.. Hihihihi!.. 2.. ) Auf den Kletterer hat sich direkt eine Fußballmannschaft Securitys gestürzt.. Ich glaub nicht, das der nochmal auf die Fanmeile darf.. Maike hat das übrigens alles tausendmal besser als ich beschrieben.. Und zwar hier.. Auf jeden Fall war die Halbzeitpause dadurch sehr spannend.. Das Spiel wurde gegen Ende auch noch mal nägelkauend aufregend und dann war es auch schon plötzlich vorbei.. Deutschland hat, nicht schön aber wirksam, sein zweites Spiel 2:1 gewonnen und, vielleicht ein erster Indikator für ausbleibende Superextase im Land, war trotzdem noch nicht sicher weiter.. Das ist doch auch bescheuert.. Die Leute wollen sich freuen, haben zwei von drei Spielen gewonnen und man muss ihnen als erstes sagen: Du, ihr seid aber noch nicht weiter.. Ich glaube dieser Dämpfer, hat die gesamte Stimmung und Euphorie im Land gedämpft.. Und die muss man jetzt mühsam wieder hochziehen.. Nun ja.. Meine bescheidene Psychoanalyse eines gesamten Landes.. Gestatten: Bokelberg, Länderpsychologe.. Klingt gut!.. Nachdem das Spiel gelaufen war, feierten die Menschen noch ein wenig und verschwanden dann peu a peu, bis die Fanmeile wieder leer war und die Musik aus.. Ruhe und Müllmänner.. Ich mag die Romantik verlassener Feste.. Die große Frage aber blieb und bleibt: Was bleibt von diesem Abend? Lustige Wir albern rum im VIP-Fotoautomaten -Bilder? Ja, die auch:.. Aber das reicht doch nicht.. Wenn ich an die Songs denke, die zwischendurch gespielt wurden, dann wird es mir wieder klar: Deutschland hat keinen EM-Song, vor allem die Fans haben keinen Song! Das ist doch schlimm, das geht doch nicht! Ich, als Komponist und Autor des großen WM-Hymne und Ballade.. Instrument der Liebe.. muss eingreifen! Sofort wird das redaktionelle iPad mit Garageband angeworfen, um Abhilfe zu schaffen.. Mal überlegen: Worum geht es beim Fansein? Mal überlegen.. Wir haben ja so Fanklatschen bekommen, so Pappfächer mit denen man laut klatschen kann.. DIE dürfen laut sein.. Meine Vuvuzela musste ich aber am Eingang der Fanmeile abgeben, weil, wie mir gesagt wurde, der Veranstalter die nicht da haben wolle.. Ich war empört.. Zensur ausgerechnet am Brandenburger Tor! Aber gut, was ist denn noch laut? GENAU! Und schon hatte ich den ersten Song parat.. Das geklatsche, das man die ganze Zeit im Lied hört, hab ich übrigens mit den original Fanklatschen vom Brandenburger Tor eingespielt.. Wahnsinn.. Aber, ach, ich weiss auch nicht.. Das ist es noch nicht.. Da wollte ich irgendwie nicht hin, das ist so negativ, so anti.. Ausserdem der Sound, der klingt so ein bisschen outdated.. Wer will denn heute noch Akkustikgitarren mit Orgelsolo hören und leicht übersteuertem Gesang mit aufgesetztem Rio Reiser-Akzent? Also, ich war nicht überzeugt.. Deswegen musste ich nochmal ran.. Wenn man sich die Modeblogs ansieht (und ich sehe mir GERNE Modeblogs an - wenn auch nicht wegen der Mode, sondern wegen der hübschen Mädchen), so scheint das 80er-Revival doch immernoch im vollen Gange zu sein.. Gut, ausser vielleicht bei Robyn, die sich entschieden hat, das schlimmste aus den 90ern zu tragen und zu verkörpern, aber okay.. So sind sie, die Paradiesvögel.. Ich hab mich also an der Kühle und Monotonie der 80er orientiert und geguckt, ob sich das mit dem Fansein verbinden liess:.. Okay, ganz ehrlich: Das kann man doch nicht gröhlen! Das ist doch ausserdem total unemotional.. Nein, nein, nein.. So geht es auch nicht.. Ich brauche Emotionen, ich brauche Udo Jürgens Gefühl, ich brauche Fans, am Besten jeglicher Richtung.. Ich brauche ein Lied, das alle mitnimmt.. Eine Ballade, eine Powerballade! Das ist es! So muss es klappen! Fünf Minuten und sechsunddreissig Sekunden echte Gefühle! (Der eventuell etwas müde wirkende Gesang sei der frühen Stunde der Aufnahme entschuldigt - und der Tatsache das ich kein Studio hab.. Aber das ist ja auch nur ein Demo ) Für mich ganz klar der Nachfolger des großen Instruments der Liebe :.. EM gerettet.. Heute bitte gegen Griechenland gewinnen.. Und hier noch ein frisch gemachtes Poster meines Fanmeilenhelden:.. hurra!.. 3 Friedenstauben.. Seite vor.. Der freundlichste Post.. Ex-Weltfrieden-Videos-des-Monats.. Happy Nilzenburger.. Ich mahn dich ab.. Stick Dump.. Über mich.. Alice Hörbuch.. Blogger sucht Frau.. codpast.. darkroom.. Ddim.. Der freundliche Award.. Die 100 besten Songs aller Zeiten.. Gamers Heart.. ich wollte liebe.. Mädchenwoche.. modebloggerwoche.. NlWT.. Project Cali.. Save Ronny!.. Themenfreitag.. TV Kritik.. WDS.. Weltfrieden Monatsband.. weltfrieden wut woche.. Weltfriedenjubiläum.. Weltfriedenleser antworten.. wissenschaft morgen.. Das Stylebunny.. Der die Mauern von.. Der Alleswisser.. Der alte Weltfrieden.. Der Aufpasser.. Der Beobachter.. Der Doktor.. Der Emzieh.. Der Ex-Künstler.. Der Glücksuchende.. Der Improvisateur.. Der Information.. Der Is-eh-klar.. Der mit dem x.. Der Oberanhalter.. Der Ohne-im.. Der Oscarlover.. Der Prokrastinierer.. Der real Wainwright.. Der Schöne.. Der Sorgfältige.. Der Theoretiker.. Der Toonichtgut.. Der Verheiratete.. Der Weltreisende.. Der Wombat.. Die Bühninnen.. Die Dreinamige.. Die Entliebende.. Die Hanseatin.. Die Insulanerin.. Die New York.. Die Prinzessin vom Lande.. Die Schönen.. Die Sizilianerin.. Die Tänzerin.. Die Vorstadtrockerin.. Die Weltausstellerin.. Die Zwei Beiden.. Mein Katalog.. February 2013.. December 2012.. October 2012.. September 2012.. August 2012.. June 2012.. May 2012.. April 2012.. March 2012.. February 2012.. November 2011.. September 2011.. August 2011.. June 2011.. May 2011.. April 2011.. March 2011.. February 2011.. January 2011.. December 2010.. November 2010.. August 2010.. July 2010.. June 2010.. May 2010.. March 2010.. 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  • Title: Heino - Der Heini aus der Stadt von Heine - Gepflegte Konversation fuer den Weltfrieden
    Descriptive info: 1 Trackback.. Taschenpost vom 10.. 02.. 2013 Nerdtalk.. 13 Friedenstauben.. Du sprichst mir aus der Seele! Ich nähere mich zwar auch schon dem Alter dieses Herrn, wobei ich allerdings noch sein Sohn sein könnte - aber nicht möchte.. Er versucht seit Jahren seinem sinkenden Stern mit solchen Aktionen zu entkommen anstatt einfach nur einzusehen, dass er reif für die Rente ist.. Sie sei ihm gegönnt, solange er uns mit diesem gecoverten Müll verschont!.. Kommentar von.. Hans.. - 03.. February 2013 um.. 15:38 Uhr.. ich hab 20 Kinderrr, meine Frrrau ist schön.. Nix da! Die Scheibe geht in Ordnung.. MfG.. Splitterraum.. Kommentar von Splitterraum - 03.. 15:44 Uhr.. Interessante Ansicht.. Ich sehe das aber nicht so.. Ich finde die Platte gut gemacht und sie ist eindeutig mit einem zwinkernden Auge zu verstehen.. Wir wissen alle, dass Heino das gemacht hat, um wieder ins Gespräch zu kommen und um seine einbrechenden Plattenverkäufe anzukurbeln.. Legitim, wenn man mich fragt.. Darüber hinaus finde ich die Songs, die korrekterweise keine Cover sind, gut gemacht und ich finde es amüsant die Texte von ihm zu hören.. Ich habe mich mit ein paar Ohrwürmern erwischt in den letzten Tagen, die aber mit der Heino-Version befriedigt werden wollten und nicht mit dem Original.. Das hält jetzt zwei, drei Wochen an, dann ist auch wieder gut.. Man muss nicht immer alles schlecht reden.. Disclaimer: Ich habe weder eine Heinoplatte im Regal stehen, noch hätte man von mir eine richtige Antwort erhalten, wenn  ...   dieses Album ganz schlecht produziert ist.. Es klingt so, als sei es mit einem Keyboard aufgenommen worden, welches man früher als Hauptgewinn in der Miniplaybackshow gewinnen konnte.. Kommentar von REW - 03.. 15:52 Uhr.. Ich bin da auch nicht so verbissen, wie es vielleicht wirkt: Ich weiß, dass das nur Pop und für das wahre Leben irrelevant ist.. Ich hab es nur innerhalb des Kosmos mal ernst genommen und drüber geschrieben.. Alles gut, meinem Seelenfrieden schadet keine Heinoplatte :) Aber ich mag den gepflegten Popdiskurs und in diesem muss man eben so einen Quatsch auch mal ernst nehmen.. Hannes, warum sind das keine Cover? Wenn es keine wären, dann hätte er die ja ohne Genehmigung gar nicht machen dürfen.. Kommentar von nilzenburger - 03.. 15:55 Uhr.. Ich find die Platte gelungen und die von dir angekündigten Sachen von Stefan Mross und Bata Iliç interessieren mich ebenso :-) Ich sehe auch nicht den Wegfall der ironischen Ebene, im Gegenteil.. Kommentar von Asi - 03.. 21:46 Uhr.. Word!.. Kommentar von Marcus - 03.. 21:53 Uhr.. Wer hätte gedacht, dass selbst ein Heino-Album missverstanden werden könnte? Dieser Blog beweist es.. Kommentar von Armin L.. - 04.. 20:41 Uhr.. du hast absolut recht.. jens hohmann.. - 07.. 23:13 Uhr.. Nunja.. Eine gute Komposition kann bekanntlich nichts entstellen.. *Fast* nichts.. Ey Lou.. - 13.. 18:27 Uhr.. gute Arbeit.. Kommentar von Der Herausgeber - 07.. March 2013 um.. 23:10 Uhr.. Deine Friedenstaube.. Name.. Email (wird nicht veröffentlicht).. Website.. Tweet..

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  • Title: Singin Heart - Gepflegte Konversation fuer den Weltfrieden
    Descriptive info: Mein schlechtestes und schönstes Interview ever!.. Das nun folgende Interview ist schlecht:.. Meine Fragen sind sinnlos, wenn mir überhaupt eine einfällt.. Ansonsten rede ich viel und lasse die Band, die um mich herum läuft und um die es eigentlich geht, selten zu Wort kommen.. Wir sind offensichtlich befreundet und es fällt uns bzw.. mir schwer, wieder den Abstand zu finden, um ein Interview zu führen.. Ein informatives Interview.. Immerhin, wir bekommen raus, dass die Band eine neue Platte hat.. Wir erfahren auch wie diese Platte heißt und wer ganz genau hinguckt, kann auch sehen, wie das Artwork des Albums ist.. In einem der wenigen Momente, in denen mal eine Frage mit etwas mehr Inhalt aus mir herausblubbert, versagt dann die Band.. Der Sänger antwortet mir, aber es fällt ihm schwer herauszustellen, was an seinem neuen Album so Besonders sei.. Im Prinzip haben in diesem Beitrag alle Beteiligten versagt.. Sogar der Schnitt naja.. Die haben halt versucht zu retten, was noch zu retten war von dem Material, das ich ihnen aus Dänemark mitgebracht hab.. Niemand kann behaupten, ich hätte ihn nicht gewarnt.. Hier ist das Interview.. YouTubeDirektStickerAttacke.. Das nun folgende Interview ist schön:.. Ich durfte mit meiner Lieblingsband ein paar Tage mit auf Tour gehen, mit im Nightliner schlafen! Meine Freundin war auch dabei, ich war selig.. Das Wetter war hervorragend und wir haben den ganzen Tag mit absolutem Nonsens verbracht und uns alle nur kaputt gelacht.. Jeder Tourbus, jeder Hi8-Ausschnitt in diesem Beitrag ist mir beim Ansehen sofort wieder ins Gedächtnis gesprungen.. Ich musste sofort wieder lachen, hatte Tränchen in den Augen, weil ich mich an die Lachkrämpfe erinnerte.. Ich erinnere mich, dass es im Backstageraum eine Schachtel Zigaretten für uns alle gab, weil die Sponsor des Roskilde-Festivals waren.. Ich erinnere mich, dass wir danach noch auf ein anderes Festival gefahren sind, auf dem ich Alex im Rasen liegend filmte, wie er Strawberry Fields forever acapella sang, was super lustig und auch super gut war.. Und wie meine damalige Freundin dann mit der Kamera zu NOFX ging, die vor ihrem Tourbus sassen und die dazu brachte Fritten und Bier ist super! in die Kamera zu sagen, was mich natürlich unheimlich stolz machte.. Ich weiss wie lustig und insiderig und bauchschmerzlachend jede einzelne der Szenen in dem Beitrag zu Ende ging.. Ich bin froh, das dieser kurze Clip jetzt aufgetaucht ist und mich an all das erinnert.. Vielleicht könnt ihr ein bisschen dieser Laune jetzt auch spüren, wenn ich euch mein schönstes Interview ever zeige:.. YouTubeDirektWeLikeItALot.. 2 Friedenstauben.. Lieber Sven Regener,.. ich schreibe dir diesen Brief als Antwort.. Auf deinen.. Rant beim BR/Zündfunk.. Ich hab versucht, dir eine Antwort aufzunehmen, als Podcast, weil es mir die logische Reaktion auf dein frei gesprochenes Telefonat schien.. Aber die Diskussion ist vermutlich zu wichtig, um sie mit Schaum vor dem Mund zu führen.. Deswegen dieser Brief.. Ich schreibe diesen Brief aus zwei Positionen:.. ) Künstlerfreund.. Ich habe sehr viele Freunde und Bekannte, die Musik machen bzw.. sogar davon leben.. Ich hatte ja auch selber mal eine Band und wir haben zwei Alben bei einem Sublabel (Königshaus) des Majors WEA damals rausgebracht und zwei Deutschlandtourneen gespielt.. Alles übrigens recht erfolglos, aber mit unglaublichem Spass.. Eine Zeit, die ich auf gar keinen Fall missen möchte.. Im Gegenteil: Ich denke immer noch recht häufig über eine Reunion nach und eine weitere Tour.. Nur noch einmal dieses lustige Rock´n´Roll-Leben mitmachen, das wärs.. Man kann also von einer grundsätzlichen Künstlersympathie und -empathie bei mir ausgehen.. ) Internetfreund.. Seit ich ins Netz schreibe, hat das so viel mit und für mich gemacht.. Und um mich herum verändert, sogar in mir.. Ausserdem habe ich es schätzen gelernt als einen Ort nicht enden wollender Zerstreuung (okay, das ist nicht immer gut, aber sei´s drum), offen zugänglicher Information (die man auch erstmal lernen muss zu filtern) und überbordender Kreativität und Freiheit.. Im Netz kann jeder sein und machen, was er will.. Das ist ein unglaublicher Platz, eine unfassbare Freiheit.. Das ist im Prinzip die ultimative Kreativität.. Das zieht natürlich jemanden wie mich, der sich nie festlegen konnte, was er am liebsten macht oder machen will, natürlich magisch an.. Man müsste also erstmal meinen, das ich zwischen den Stühlen sitze.. Das ich genau dazwischen bin.. Denn wenn man die Diskussionen um ein neues Urheberrecht, über neue Vergütungsmodelle und -Kriterien für Künstler in Zeiten des Internets oder nur mal die größtenteils erstaunlich argumentarme Diskussion über die Rolle der Gema für Musiker und Hörer verfolgt, dann scheint es nur zwei Positionen zu geben.. User, die raffgierig alles umsonst haben wollen und Künstler, die halb verhungert auf der Strasse sitzen, weil niemand ihre Musik kauft.. So falsch die beiden Bilder sind, so sehr kann ich beide Seiten verstehen.. Das Netz (eine per se schon schwierige Pauschalisierung, das ist als wenn du sagen würdest: alle Menschen, die heute schwarze Socken tragen oder jeder, der Klopapier benutzt ) hat Angst um seine Freiheit.. Das ist in manchen Fällen Hysterie, in anderen berechtigte Sorge.. Klar ist, das dieser Ort frei sein muss, sonst funktioniert es nicht.. Facebook beispielsweise hat für viele Menschen eigentlich schon den Stellenwert des Netzes eingenommen, die bewegen sich kaum da raus.. Dennoch merken sie, wie schnell sie an ihre Grenzen stossen, wenn zum Beispiel ihr Name für ein Pseudonym gehalten wird (oder tatsächlich eins ist) und sie sich komischen Tests unterziehen müssen oder direkt ihren Perso scannen und an Facebook schicken.. Da wird jedem klar, das das mit Freiheit nicht wahnsinnig viel zu tun hat.. So weit, so gut.. Schön, wenn man das noch merkt.. Das Urheberrecht, das alte, das nun auf das Netz angewendet wird, kannte das Internet gar nicht und konnte sich das auch nichtmal vorstellen.. Und macht es dadurch zu einem unfreien Raum.. Und damit meine ich nicht die Freiheit Songs zu klauen oder so.. Aber die Freiheit Songs auf YouTube zu gucken, um sie danach eventuell zu kaufen, wenn sie mir gefallen haben und ich mehr davon will, die wird mir genommen.. Und das ist irgendwie schade, denn eine große Stärke dieses Netzes ist es, das ich solche Sachen wie Songs, zumindest theoretisch, jetzt vorher hören kann, bevor ich sie kaufe.. Das ist ja irgendwie voll gut.. :.. Weil die Diskussion hier und auf Facebook in den Kommentaren aufkam, hier zur Sache: Der obige Absatz ist ein bisschen verwaschen, da hab ich mich zu sehr von so einer Wut leiten lassen.. Das Urheberrecht hat erstmal nix mit der Gema/YouTube-Problematik zu tun.. Nicht direkt.. Das Urheberrecht soll dazu da sein, das der Urheber entsprechend entlohnt wird, also die Rechte an seinen Werken hat und hält.. Und das am Besten überall, in und auf jedem Medium.. Videos, die bei YouTube nicht zu sehen sind, werden nicht von der Gema gesperrt - um das nochmal klipp und klar auszusprechen - sondern von YT/Google in einer Art vorrauseilendem Gehorsam (und formulieren es dann extra so schwammig das man, ohne die Hintergründe zu kennen, meinen könnte die GEMA würde Videos sperren - Bad Move YT! Von wegen Do no evil! ).. Das sich beide Parteien endlich einmal einigen müssen, gerade im Interesse der Künstler, liegt aber auf der Hand.. Also, der Künstler die das wollen.. Die Anderen können ja das, was sie dann mit YT-Views verdienen, spenden :) Weitere Infos zu dem Gema/YT-Konflikt, sehr viel detaillierter und versierter zusammengetragen,.. hier bei Spreeblick.. Weiter im ursprünglichen Text:.. Nun sagst du, das YouTube dafür zahlen soll, das sie Videos abspielen und das ist auch irgendwie richtig.. Da muss man sich wohl auf einen fairen Preis einigen.. Dann kommt noch das die gehören nämlich zum bösen Google! -Argument schnell hinterher, um zu rechtfertigen, das die ja auch das nötige Kleingeld dafür hätten.. Das macht dein Argument leider wieder ein bisschen madig.. Weil natürlich Google ein Konzern ist der natürlich Geld verdienen möchte.. Welch Überraschung.. Und das die alle lieber auf ihrem Geld sitzen, anstatt es auszugeben, ist irgendwie auch nicht die Nachricht der Woche.. Aber Fakt ist, das die sich endlich einigen müssen.. MÜSSEN.. Es kann nicht sein, das wir das einzige Idiotenland sind, in dem man keine Videos gucken kann, weil sich zwei bockige Parteien nicht einigen können.. Denn wer leidet darunter? Also, ausser den Labels, denen eventuelle Einnahmen entgehen? Na klar, die Künstler.. Deichkind haben sich erst vor kurzem.. öffentlichkeitswirksam.. darüber beschwert, das ihr Video gesperrt wurde.. Man mag von der Gema halten, was man will.. Ich hab die von meiner Künstlerseite aus immer als einen sehr entgegenkommenden Verein erlebt, wo man auch mal mit ungewöhnlichen Fragen anrufen konnte und die haben stets versucht, mit dem Künstler zusammen eine Lösung zu finden.. Aber was die da jetzt machen, das geht nicht.. Diese Bevormundung.. Einem Künstler nicht zu erlauben, selber darüber zu verfügen, was mit seiner Musik passiert, das geht einfach nicht.. Wenn ein Artist dann eben in Kauf nimmt, kein Geld durch YT-Plays zu verdienen, dann soll man ihm doch auch bitte dieses Recht einräumen, oder nicht?.. Damit kämen wir auch schnell zu deinem anderen Argument, das es uncool sei, sich gegen Downloads etc.. in der Öffentlichkeit zu positionieren.. Du sagst das vor allem junge, kleine Labels die Schnauze halten, weil sie Angst haben als uncool wahrgenommen zu werden.. Dicker.. Das müssen wir jetzt aber nicht auseinanderklambüsern, oder? Das ist natürlich Unsinn.. Gerade junge Labels nutzen das Netz wie niemand anders und wissen um seine Wirkmechanismen.. Und weisst du woran das liegt? Die haben keine Angst, die sind damit aufgewachsen.. Die sind anders sozialisiert.. Die kennen das nur so.. Für die ist das Internet ein selbstverständlicher Raum.. Im Privaten wie eben auch im Beruf.. Deswegen nutzen die das so, wie sie es tun.. Das du Angst davor hast, okay.. Aber wir helfen dir gerne, die abzubauen.. Ehrlich.. Ich empfinde deine Argumentation, nach einem Blick auf die Element of Crime-Karriere auf der Wikipedia, mit Verständnis.. Du bist seit 27 Jahren Major-Act.. Da kann man den Blick für das.. ausserhalb.. der Blase schonmal verlieren.. Das kann man dir nicht verübeln.. Denn, ja, ich hab auch schon Diskussionen im Netz geführt, tatsächlich auch zum Großteil mit Piraten, die der Meinung waren, das Künstler doch mit touren und Merchandise Geld verdienen könnten.. Das ist natürlich himmelschreiender Blödsinn.. Selbstverständlich müssen Künstler mit ihrer Kunst Geld verdienen können.. Das sich Musiker nun die am verhältnismässig leichtesten reproduzierbare Kunst dabei ausgesucht haben, ist ein doofer Zufall.. Das darf ihnen aber nicht zum Verhängnis werden.. Es müssen neue Vergütungsmodelle gefunden werden, von denen ganz klar alle Beteiligten profitieren.. Die User und die Hersteller.. Das ist nicht einfach und man hätte schon vor sehr langer Zeit damit anfangen sollen, sich diese Gedanken zu machen.. Es ist erst jetzt so weit.. Aber dann machen wir doch das Beste draus.. Michael Seeman, ein Netzdenker, hat heute auf Twitter - auch mit Bezug auf deinen Rant -.. geschrieben.. der grundfehler der urheberrechtsdebatte ist die fixe idee, die gesellschaft sei den künstlern ein funktionierendes geschäftsmodell schuldig.. Ich weiß nicht, wie sehr er damit Recht hat.. Ich denke nicht zur Gänze, denn auch der Gesellschaft sollte an fairer Entlohnung für geleistete Arbeit gelegen sein, aber er hat einen wichtigen Punkt: Anstatt immer zu fordern, dass sich jetzt alle mal Gedanken machen sollen, wie sie Musiker richtig bezahlen können, könnten diese sich doch auch einmal zusammensetzen und selber drüber nachdenken.. Oder?  ...   mittlerweile, wenn ich das richtig mitbekommen habe: In New York ist.. Seine MySpaceSeite geht nicht mehr, auf facebook ist er auch nicht zu finden: Gehen wir vom Besten aus.. Der andere DJ mit dem ich einen Abend lang wirklich sehr lustig, musikleidenschaftlich und freundschaftlich gebattlet habe war/ist.. Bobby Solo.. Der wiederum ist noch in Berlin, legt bestimmt auch noch auf und hat unter Anderem eine Band mit eben dem Namen.. Die gefundenen Fressen.. Und er hat mir einen Link zum.. Stream ihrer neuen EP.. geschickt.. 5 Tracks mit dem Titel Grunewald.. Hier also meine messerscharfe Track-by-Track-Analyse des Short Players:.. Grunewald.. Ich mag die Instrumental-Nummer eigentlich bis zum Break, weil sie dann das Feeling verliert, das sie vorher die ganze Zeit hat: 80er Jahre, Westberlin, Kudamm.. Dafür spricht zum Beispiel das äusserst prominente Saxofon und diese Gitarre mit diesem Delay-Effekt.. Da kann man sich direkt vorstellen, wie zum Beispiel Christiane F.. ins Europa-Center flüchtet und an den Schaufenstern vorbei trippt.. Ausserdem war das für mich kleinen Westdeutschland-Jungen immer Berlin: Der Kudamm und das Europa-Center.. Weil das in ALLEN Filmen damals immer so auftauchte.. Ich fühl mich da dann direkt wohl.. Wie gesagt: Die Nummer hält das bis zum Break, dann wirds für meinen Geschmack ein bisschen zu ambitioniert im Melodien-Bereich und die Gitarre Michael-Schenkert mir ein bisschen zu viel rum.. Andererseits: Auch das sind die 80er in Berlin.. Sinus.. Eigentlich ein klasischer Opener: Eine gute Nummer, die die Richtung vorgibt, in die man sich nun bewegen wird, aber auch nicht der klassische Hit.. Bei so einem Song kann man noch ein bisschen rumprobieren.. So auch der Text Ein Schritt vor und nen halben Schritt zurück.. Funktioniert, macht Spass.. Kopfnicker.. 3.. Jetzt kommen wir zu einem wirklich seltsamen Fall.. Eigentlich genau das richtige für so einen Musik-Justus-Jonas wie mich, der ganz oft von Songs fasziniert ist um sich dann auf die Suche nach dem Faszinosum zu machen.. Erstmal das: Die Nummer hat ein unglaublich langes Intro.. Und im ersten Moment, wenn diese komischen Synthie-Flächen einsetzen hat man ein bisschen Angst, es hier mit veritablen Mark Knopfler Fans zu tun zu haben.. Bevor der Ekel aber dann bis auf die Hirnrinde hochgekrochen ist kommt plötzlich ein Wechsel und ein Klangholz-Synthie-Melodie-Loop setzt ein, der entfernt an Ace of Base erinnert.. Nicht das Ace of Base irgendwie besser als Knopfler gewesen wären (naja, waren sie vielleicht sogar ), aber immerhin anders und im oben erwähnten Kontext dann durchaus eine überraschende Referenz.. Dann setzen (endlich) die Lyrics ein.. Da die recht lustig bis originell sind, ist man auch schneller bereit sich mit dem Instrumental zu versöhnen.. Ein Beispiel:.. Kritik ist nur gut wenn man beim ersten hören sofort weiß, das sie von einem selber hätte stammen können - oder von der Mutter!.. Find ich ertsmal textlich gut.. Interessant ist eh der Gesang, der für mein Empfinden sehr spliffig ist.. Ihr seht also anhand der Referenzen: Wir sind nachwievor sehr 80er unterwegs.. Aber gut! Vor allem die Hook hat es mir angetan, auch textlich: Kommt ihr auch? So gut klar? Wie ich? Naja.. Hat was, gefällt mir.. Dann bricht die Nummer plötzlich in ein Crossover-Inferno und fände ich das bei moderner Musik anachronistisch, empfinde ich das hier plötzlich als total vorne und groß und erlösend.. Sehr gut! Leider ist dieser Break deutlich zu kurz in einem zu langen Lied, aber man kann nicht alles haben.. Live geht der bestimmt länger.. Also: Hoffentlich.. 4.. Simple Present.. Es darf geindierockt werden.. Erinnert mich in besten Momenten an.. Kraftclub.. , die aber ein klein wenig mehr Grandezza haben.. Finde aber auch hier wieder diesen 80er-hysterischen-Berlin-Deutsch-Gesang in den Strophen wieder schön.. Und die Steigerung(en) am Ende ist/sind super.. Großes Rock 1 1, sehr gut.. I like.. Nur textlich wär aus der Hook sicher noch was rauszuholen gewesen.. Dennoch: Schöner Track.. 5.. Er Sie Es.. Jetzt kommt das einzig wirklich unangenehme an der EP.. Der Song wirkt auf mehreren Ebenen piefig:.. - Der Rap/Gesang ist so schlimmer 90er HipHop, für den sich alle Protagonisten von damals heute noch schämen.. Und da sind alle durchgegangen.. Es gab auch guten HipHop in den 90ern, keine Frage.. Es gab aber diese eine, ganz bestimmte Art, die unangenehm war.. Und auf diese Art hat jeder damals einen Song gemacht.. Eigentlich hatte man das Gefühl, man hätte sich geeinigt diese Art ad acta zu legen, aber anscheinend nicht.. Diese verklausulierte Sozialkritik in den Texten, die nach Möglichkeit auch noch krass rüberkommen soll.. So ne krasse Story.. Uärgs.. No please.. Textlich hoffe ich, das es sich um eine Jugendsünde handelt, anders kapiere ich nicht warum jemand so was noch schreibt.. Gut, ausser derjenige ist 14.. Aber selbst die haben heute krassere Lyrics.. Ich will nicht mosern.. Aber ich hab mich ein bisschen fremdgeschämt.. - Die Musik ist der Nummer entsprechend und klingt ein bisschen wie Schulband oder Hip Hop Band Anfang der 90er die sagen: Wir machen jetzt mal was mit Liveband.. So unmodern, so hallo, wir spielen alles selbst!!! -mässig.. Das Klavier gibt sich alle Mühe und entfaltet zum letzten Break (nach 4 Minuten!!!) auch endlich mal wieder melodische Raffinesse, indem es sich ein bisschen an so 70er/80er AOR-Harmonien vergreift, die wieder ordentlich Raum für das Saxofon bieten.. Ab da mag ich es wieder.. Über das Vorher hüllen wir mal vorsichtig den Mantel des Schweigens.. Alles in allem machen Die gefundenen Fressen Spass und wenn ich das höre gehe ich vor allem von einer guten Livepräsenz aus.. Eine klassische muss man wohl dabei gewesen sein -Band.. Auf Platte habe ich oft das Gefühl, das nur ich was damit anfangen kann, weil andere vielleicht gar nicht auf dieses sehr spezielle 80er-Feeling abfahren, das ich ja nun schon oft genug erklärt habe.. Ich mag mich da aber gerne irren.. Wer in meiner Kritik öfters mal gesagt hat: Ja, geili! , für den ist die EP sicher etwas.. Ich mag sowas.. Und die Männer nehmen sich auch nicht zu ernst: Hier wird Musik noch gemacht mit der Hauptmotivation Bock drauf und nicht Dicken Deal absahnen.. Ist ja auch nicht mehr selbstverständlich, obwohl es das sein sollte.. Ausserdem: Bobby ist ein korrekter Kollege, solche Menschen sollten immer full Support bekommen.. Damit die Doofen irgendwann ausgestorben sind.. Black, Ferell, Wood, Sarandon, Riley, Rogen und Co präsentieren: Die neue Beastie Boys Platte.. Wenn grenzenlose Liebe zu steigern ist, dann ist das eben passiert, als ich diesen Trailer zum 30-Minüter zum neuen Beastie Boys Album gesehen habe.. Ich liebe diese Band und ich könnte mie vor Glücksgefühlen den Sack abreissen, wenn ich dieses Video sehe:.. YouTubeDirektHurra.. Und wie immer in ihrer gesamten Karriere haben sie mal wieder einen neuen, komplett eigenen Standard gesetzt.. Unglaubliche Band.. Du fehlst jetzt schon seit 17 Jahren.. DailymotionDirektKurt.. Forever Today - I´m from Barcelona sind wieder da!.. Meine superduper.. Lieblingsband.. hat ein neues Album veröffentlicht (und mir hat übrigens keiner Bescheid gesagt).. Nachdem ich erfolglos versuchte die Platte im Elektronikmarkt um die Ecke zu bekommen, hab ich sie mir eben jetzt bei iTunes geholt.. Leider fällt damit das Booklet weg (liebe Bands, liebe Plattenfirmen: Das kann man auch einfach als PDF mit zum Download dazupacken.. Das geht, echt!) und somit auch das für mich so wichtige Lied hören und gleichzeitig mitlesen.. Aber: Die erste.. I´m from Barcelona.. hatte ich zuerst auch nur als Bookletlosen Download, insofern wieder alles auf Anfang.. Das erste Album hat mich ja damals so umgehauen, weil das so eine neue, herrlich ironiefreie Freundlichkeit war.. So ohne diese Coolnes oder diesen Zynismus, ohne den moderne Bands gar nicht mehr auszukommen scheinen.. Die Message wurde überdeutlich kommuniziert: Wie lieben euch, uns, das Leben, diese Welt.. So deutlich, das die meisten Songs überhaupt nur eine Strophe hatten, die dann gerne auch nochmal wiederholt wurde, bis wirklich auch der Letzte kapiert hatte: Das sind meine neuen Freunde.. Und die meinen das auch so.. Dann wurde getourt und getourt und getourt und jeder, der die einmal live gesehen hat, war total verzaubert.. Dann kam das zweite Album und die Unbeschwertheit ist einer neuen Schwere gewichen.. Also, die Songs waren immernoch toll und immernoch.. , aber es hatte sich trotzdem etwas geändert.. Wie jemand, der sein Leben lang sagt, er wolle die Welt besser machen und dann nimmt ihn mal jemand mit in alle Armenviertel, die es gibt, zeigt ihm Robbenschlachtungen und geht mit ihm eine Woche in einen beliebigen Krieg.. Da wird wohl der größte Idealist verzweifeln.. Und so war das auch mit dem zweiten Album.. Überhaupt: Das Nachfolgealbum ist ja immer so eine knifflige Angelegenheit.. Während es viele Fälle gibt, in denen das zweite Album erst der eigentliche Startschuss zur vollen Grandezza einer Band war (z.. Nirvana, Smashing Pumpkins, Pantera, Kanye West, Fanta 4, Oasis, um nur einige zu nennen), gibt es ebenso viele Beispiele wo das zweite Album im Gegensatz zum Superdebut einfach scheitern MUSSTE (Lupe Fiasco, Weezer, Bis, etc.. ).. Jetzt nichtmal kommerziell oder so, sondern künstlerisch im Gegensatz zum Vorgänger.. So ähnlich ging es auch der freundlichen Band aus Schweden.. Das war zwar eine tolle Platte, aber wo war denn die Leichtigkeit? Musste ich jetzt die Band trösten, statt wie vorher umgekehrt? Hm.. Komisch.. Das Konzert zu dem Album war aber trotzdem toll.. Als nächstes kam ein eher wahnsinniges Projekt: Jedes einzelne Bandmitglied durfte ein eigenes LIed machen.. Und das wurde dann als Sammelalbum veröffentlicht.. Bei ca.. 30 Mitgliedern kam da einiges zusammen, wurde aber sympathischerweise als Download auf der Bandseite verschenkt.. War aber eben auch kein reguläres Album und musikalisch sehr zerfasert und über grosse Strecken uninteressant.. Und dann hiess es wieder warten und warten und warten.. Wenn ich ehrlich sein soll: Ich hatte schon mit dem Split gerechnet.. Weiss auch nicht wieso, hatte das Gefühl das lag so in der Luft.. Aber ich habe mich getäuscht und jetzt wo ich Forever Today , das neue Album, im ersten Durchlauf gehört habe, muss ich sagen: Zum Glück! Denn wir sind wieder da, wo wir angefangen haben!.. Forever Today.. (.. Amazon-Partnerlink.. ) erfüllt endlich wieder das Versprechen, das zwischen der Band und dem Zuhörer besteht.. Ultrafreundliche Instrumentals, manchmal mit einer melancholischen Note (aber diese Wohlfühl-Melancholie, dieses traurigsein, in dem man sich so gerne suhlt - wie wenn man mit dem iPod alleine durch den nächtlichen Frühlingsregen geht und plötzlich anfängt zu rennen, weil einen das Gefühl überwältigt, rennen zu wollen und zwar nicht weglaufen, sondern dem Frühling und der einsamen, warmen Nacht in die Arme laufen ) aber immer sehr bejahend, sehr hoffnungsvoll, sehr hier.. Genau die Art von Platte, die die Welt jetzt dringender braucht denn je.. Wo lang die Reise geht, kann man schonmal an der ersten Single hören: Get in line.. YouTubeDirektAnstellen.. Jetzt hat man eine sehr klare Vorstellung wie das Album klingt.. Wunderherrlich.. Und ein besonderes Schmankerl gibts noch oben drauf, als Sahnehäubchen: In Schweden haben.. zuletzt ein Konzert gespielt zusammen mit dem klassischen Orchester Jönköping Sinfonietta und dabei haben sie auch ein LIed vom neuen Album gespielt mit dem Titel Always spring.. YouTubeDirektImmerFrühling.. Und ohne Scheiss: Ich hab geweint als ich das zum ersten Mal gesehen und gehört habe.. Ich weiss selber nicht mal warum, aber das hat mich auf eine ganz bestimmte Art und Weise an einer ganz bestimmten Stelle total berührt.. Aber absolut wunderschön.. Der Weltfrieden hat endlich wieder einen neuen Soundtrack.. Hurra! Kaufen, sonnen, glücklich werden!..

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  • Title: alte schule - Gepflegte Konversation fuer den Weltfrieden
    Descriptive info: Wenn schon falsch, dann richtig!.. Ich wollte hier eine ganz originelle Einleitung schreiben, so mit feinen Spitzen.. Aber das ist eigentlich viel zu albern.. Thomas Knüwer.. , ein Journalist/Blogger, der immer richtig drauf haut (oftmals zu Recht) wenn Kollegen von ihm irgendwo Murks schreiben, weil sie sich zu fein waren, mal 20 Sekunden zu googlen, macht in seinen eigenen Artikeln oftmals genug.. die.. Fehler, die er den anderen um die Ohren hauen würde.. Besonders doof ist das, wenn man einen Post schreibt über etwas, was einen begeistert hat, weil man dann die Begeisterung, die man ja eigentlich versucht zu teilen, total schmälert.. Denn der Gedanke ist ja: Wenn er nichtmal die einfachsten Sachen richtig schreiben kann, wie soll er dann erkennen können ob etwas Qualität hat?.. Deswegen jetzt mal ein paar kleine Hinweise zu seinem.. aktuellen Text über Ray Cokes live.. , der einem Fernsehliebhaber wie mir große Schmerzen bereitet.. Also der Text, nicht der Cokes.. Den würde ich gerne wieder auf dem Bildschirm sehen.. Und, nehmen wir mal den Grundtenor von Knüwers Lobrede, das würde sich wohl auch lohnen.. Denn Ray Cokes scheint zur alten Form zurückgefunden zu haben und so ausser Rand und Band zu sein, wie damals zu seligen MTV Zeiten.. Knüwer schreibt:.. Den Jüngeren unter den Lesern muss man diesen Namen vielleicht erklären.. In den Zeiten, da MTV das Fernsehen und die Ästhetik des Bewegtbildes längst verändert hatte, war Cokes mit seiner abendlichen Live-Talkshow „Most Wanted“ von 1992 bis 1996 die Hoffnung, dass dieses veränderte Fernsehen noch einmal mutiert, mutiger wird und schräger, mit wackelnder Kamera deren Bediener „Rob the camera man“ ganz selbstverständlich ein handelnde Person war – Jürgen von der Lippe würde später die ARD mit diesem Konzept bekannt machen.. Zwischenzeitlich war Cokes dann noch auf Arte zu finden – das war’s.. Gut, das überhebliche Den Jüngeren.. -Blabla sei mal geschenkt.. An diesem Gag haben sich schon andere die Finger verbrannt, ich glaube ich hab das sogar schon selber mal auf meinem Blog irgendwo geschrieben.. Würd ich aber nicht mehr tun.. Egal.. Veränderte Ästhetik und so geht auch alles klar.. Und dann der erste grobe Schnitzer: Jürgen von der Lippe würde die ARD mit dem Konzept des ich rede mit meinem Kameramann, weil er mein Kumpel ist bekannt machen.. Später.. Also.. nach.. Ray Cokes.. Jürgen von der Lippes Sendung.. So isses.. bot unter Anderem ein großes Wiedererkennungsmerkmal: Die Gespräche von von der Lippe mit seinem Kameramann Günni.. In der Show, die 1984 gestartet ist und die 1989 aufhörte.. Drei Jahre bevor MTVs Most Wanted überhaupt auf Sendung ging.. (Um das noch zuende zu rechnen: Cokes kam 1987 zu MTV, da hat von der Lippe schon drei Jahre mit seinem Kameramann Günni im Fernsehen geredet).. Muss man nicht wissen, die genauen Daten musste ich jetzt auch googlen.. Aber wenn man Fernsehen mag und geguckt hat, dann sollte einen dieser Vergleich schon stutzig machen.. Vor allem: Vollkommen ohne Not.. Er hätte den ja gar nicht machen müssen, es kam ja einfach von ihm selbst.. Ja klar, der Versuch nochmal das deutsche TV als lahmarschig und schnarchig und uninnovativ darzustellen, um das eigene Stück zu erhöhen.. Wenn das aber dann so kapital falsch ist, stürzt das Stück eben auch genauso schnell wieder ab.. Dann kommt ein längerer Teil, in dem er von der Show, die er vorgestern live mit Ray Cokes in Köln sah, schwärmt, wie ein kleiner Schuljunge.. Das ist toll, das ist ehrlich und bis auf ein paar Ausreisser schafft er es auch (zum Glück!) nicht, die ganze Zeit die Coolness-Maske aufzubehalten, die ihn zu permanenten (und langweiligen) Spitzen gegen das ach so schlimme, deutsche Fernsehen treibt.. Da spricht ehrliche, aufrichtige Begeisterung über das erlebte.. Das ist schön.. Und dann kommt der Absatz aus der Hölle:.. Derzeit gibt es vor allem im öffentlich-rechtlichen System viele Versuche innovative TV-Formate auszuprobieren.. Während sich der Kontrollverlust bei ZDF Neon auf das Lästern über Talkshow-Gäste im Anschluss an den Talk beschränkt bedeutet er für Cokes die Übergabe eines Interviews an zufällig ausgewählte Zuschauer.. Verglichen mit der augesetzten Pseudo-Coolness der ZDF Neon-Magazinen, bei denen Tiltshift- und andere Filter mangelnde Inhalte regelmäßig überdecken, verglichen mit der demonstrativen Wurschtigkeit von „Roach und Böhmermann“ gegenüber ihren Gästen – da wirkt Ray Cokes noch immer wie der personifizierte Antichrist mit den vier Kameramännern der Apokalypse, die über das Land kommen um zu zeigen, wie fantastisch unterhaltend Fernsehen sein kann.. ZDF Neon.. ? Seriously? So gelangweilt vom schreiben, dass nicht mal mehr ein Mindestmass Mühe drin ist? Der Sender heisst, wie sich ja nun tatsächlich rumgesprochen hat, neo.. Klein geschrieben, finden die halt schick.. Kriegt aber auch jeder hin.. Dann das lästern über Talkshow-Gäste im Anschluss an den Talk , damit kann eigentlich nur neo Paradise gemeint sein, die Show mit Joko und Klaas und da sind die meisten Talks eher von einer Art Respekt dem Gast gegenüber beseelt.. Ich hab ein paar da gesehen, da wurden nach dem Gast noch Späßchen über den gemacht, aber das waren vielleicht 3 von 60, oder so.. Vielleicht meint er aber auch was Anderes.. : Jemand auf Twitter.. wies mich darauf hin.. , das hiermit auch der Nachklapp aus Roche und Böhmermann gemeint sein kann, in dem sie nach der Sendung noch alleine in der Studiokulisse setzen und die vergangene Sendung, auch selbstkritisch, Revue passieren lassen.. Sein Fett weg bekommt dort eigentlich nur, wer durch klassisch langweiliges rumgelaber in der Sendung eher negativ aufgefallen ist.. Ansonsten ist diese Kleinigkeit eine große, kleine Idee.. Zu der Sendung kommen wir aber gleich noch.. ausgesetzten Pseudo-Coolness der ZDF Neon-Magazinen, bei denen Tiltshift- und andere Filter mangelnde Inhalte regelmäßig überdecken.. Okay, wieder der Neon-Fehler, anscheinend weiß er wirklich nicht, wie der Sender heißt.. Demnächst dann neue kritische Knüwer-Artikel über N25 und RTJ, SAT 2 und die ART.. Ist ja egal wie die heißen.. So ähnlich.. Ich freu mich.. Das ausgesetzt soll bestimmt aufgesetzt heißen, was nicht schlimm ist, Flüchtigkeitsfehler.. Mein Blog ist voll davon.. Aber bei jemandem der Kollegen jedes falsch gesetzte Komma krumm nimmt, hat das natürlich einen gewissen Unterhaltungswert.. Das Format, das er hier beschreibt, soll sicher Bambule mit Sarah Kuttner sein (wie gesagt, ich kann immer nur spekulieren, was er meint ).. Ein Magazin, das mit Sicherheit streitbar ist und Menschen über 35 oftmals bestimmt belanglos vorkommen kann.. Vielleicht auch uninteressant.. Aber Pseudo-Cool? Seriously? Und Inhalte überdecken? Sorry, das ist wirklich albern.. Es mögen nicht.. seine.. Inhalte sein, aber Themen, die 30-somethings hierzulande bewegen als mangelnde Inhalte bezeichnen, das ist schon kackdreist.. Nehmen wir aber an, er hat das nicht so gemeint und im Überschwang der Gefühle für die erlebte Ray Cokes Show so formuliert.. verglichen mit der demonstrativen Wurschtigkeit von „Roach und Böhmermann“ gegenüber ihren Gästen.. ALTER!.. ROACH.. ? Mann ey, mach mal deine Hausaufgaben! Du glaubst doch nicht das da eine Frau sitzt, die Schabe heißt und wenn das ein absichtlicher Diss gewesen sein soll, dann muss ich mir leider sofort den eigenen Schädel zertrümmern, weil ich das nicht fassen könnte.. Abgesehen davon zeugt das ausmachen einer Haltung demonstrativer Wurschtigkeit gegenüber ihren Gästen davon, die Show vielleicht einmal 4 Minuten gesehen zu haben.. Ist für Medienprofi Knüwer natürlich Zeit genug, sich ein Urteil zu bilden.. Und dann schreiben wir noch schnell den Namen falsch, weil ist doch egal, der Scheiß.. Findet er eh nicht gut, hat also gar kein Recht, richtig geschrieben zu werden.. Ich könnte noch erwähnen, dass es sich bei Roche und Böhmermann um ein Format des Senders zdf.. kultur handelt, aber das wäre wirklich zu viel an richtiger Information.. Vermutlich heißt der Sender bei ihm auch anders.. ZDF Kult oder so, keine Ahnung.. Er schreibt noch das diese Ray Cokes Show, die er da live gesehen hat und die eine Art Showcase für eine neue TV-Show sein soll, eine tolle Chance wäre junge Musik außerhalb der Charts wieder im Fernsehen stattfinden zu lassen.. Als er da war, traten Jupiter Jones und die Donots (ich LIIIIIIIIIIIIIIIIIEBE die Jungs!!!!) auf.. Muss ich jetzt nachgucken, wo die in den Charts stehen? Ne, oder? Auf jeden Fall nicht außerhalb.. Knüwer schliesst mit dem Fazit, dass diese Live-Anarchie absolut sehenswert sei.. Und ich kann mir auch gut vorstellen, dass ein wiederaufgedrehter Cokes live eine Offenbarung ist und sei es nur der alten Zeiten wegen.. Egal aus welchem Grund: super Typ, super Show, her damit.. Ach so, das ist gar nicht das Fazit von Knüwers Artikel? Da kommt noch was?.. Hinter mir saß in Köln eine Viva-Moderatorin.. Je länger der Abend wurde, desto trauriger wirkte sie.. Fast hatte ich den Eindruck, sie erkannte: So gut wie Ray Cokes wird sie nie werden.. In Wirklichkeit hat sie wohl gedacht: Was dreht sich der komische Typ die ganze Zeit zu mir um?.. Disclosure (hier stand vorher Disclaimer , aber das ist der völlig falsche Begriff,.. worauf mich ix hinwies.. ): Nicht das am Ende jemand behauptet, ich hätte das geheim (huhuhuuuuuu) gehalten: Ich bin mit Klaas und Sarah im gleichen Management und ich hab mit beiden auch schon Mal ein Bier getrunken.. Und nehme mir trotzdem raus ihre Sendungen, die sie für neo machen - für die ich auch eine Sendung machte - sehr, sehr gut zu finden.. Ich kenne auch die Redaktion der Sendungen, weil ich mit denen auch zusammengearbeitet habe.. Discl.. aimer.. osure (s.. o.. ) over and out.. :.. Noch ein Update.. : Er hat jetzt alle faktischen Fehler, auf die ich ihn hier hingewiesen hab, gestrichen oder geändert.. Aus Neon wurde Neo und Jürgen von der Lippe taucht auch nicht mehr auf.. Normalerweise bedankt man sich ja auch, wenn einen jemand auf eigene Fehler hinweist, gerade in Texten.. Dann ändert man die und schreibt dazu, darauf hingewiesen zu sein.. So machen wir das seit Jahren in diesem Internet.. Muss er ja nicht wissen, er ist ja erst ganz neu hier :) Hab ich gern gemacht, Thomas, nix für ungut.. 26 Friedenstauben.. Stichwort: Eigene Nase.. Die Diskussion um Sven Regener.. Die Diskusion um die 51 Tatort-Autoren, die ein Pamphlet unterschrieben haben.. Die Diskussion um die Piraten, um Christopher Lauer als deren mediales Sprachrohr.. Die Diskussion um Schlecker.. Die Diskussion um eine Urheberrecht-Erneuerung.. Die Diskussion, das es nicht um eine Urheberrecht-Erneuerung gehe, sondern um eine Verwertungsrecht-Erneuerung.. Die Diskussion um den EffZeh.. Die Diskussion um die FDP.. Die Diskussion um Gender Gedöns.. Die Diskussion um die neue Madonna-Platte.. Die Diskussion um Netzneutralität.. Die Diskussion um das Leistungsschutzrecht.. Die Diskussion um Vergütung.. Die Diskussion ums Zitatrecht.. Die Diskussion um die Banken.. Die Diskussion um die NPD.. Die Diskussion um Homöopathie.. Die Diskussion um einen Lynchmob.. Die Diskussion um die Ethik der Presse.. Die Diskussion um die GEZ.. Die Diskussion um Zensur.. Die Diskussion um Verantwortung.. Die Diskussion um die Diskussion um Verantwortung.. Ich werde mit gutem Beispiel voran gehen und mich einfach mal aus den kommenden Diskussionen raushalten.. Zumindest bei Facebook und Twitter.. Ich habe das Gefühl, dass zu viel Zeit und Energie dafür drauf geht, zu versuchen einen Ton zu finden, mit dem alle etwas anfangen können und verschiedene Positionen abzuwägen, nur um mich dann nachher doch wieder von der einen oder anderen Seite beschimpfen zu lassen.. Und ich merke, wie mir das schlechte Laune macht, wenn mir wildfremde Menschen mehr oder weniger ICH HABE VERDAMMT NOCHMAL DISKUSSIONSKULTUR, DU NICHTSWISSENDER VOLLWICHSER! , wenn auch manchmal durch die Blume, virtuell ins Gesicht schreien.. Ich diskutiere gerne.. Ich stelle auch meine Meinung gerne zur Disposition, wenn jemand kommt und mich davon überzeugt, das ich mich irre.. Nur passiert das in den häufigsten, nein, eigentlich in allen Fällen nur, wenn mein Gegenüber ruhig, besonnen und fundiert argumentiert und nicht wenn er am lautesten grunzt.. Und stellt euch mal vor: So geht es den meisten Menschen.. Ich verstehe nicht, wie man denken kann es sei von Erfolg gekrönt, wenn man jemanden, den man von seiner Position überzeugen will, mit Häme, Spott, Zynismus und Ironie überzieht.. Oder um es kurz zu machen: So nicht.. Der Ton im Netz ist nicht rauer geworden, er ist vor allem unschärfer geworden.. Hauptsache draufknüppeln.. Und Ohren zu halten und gleichzeitig Lalala, ich kann dich nicht hören! rufen.. Das ist aber keine Diskussionskultur, das ist Bullshit.. Respekt ist ein Fremdwort, weil im Netz alle körperlos sind.. Deswegen sind alle immer auf Augenhöhe.. Und deswegen freuen sich alle, wenn zum Beispiel Erika Steinbach, die nicht zu ertragende Vorsitzende des Bunds der Vertriebenen, oder wie der heisst, plötzlich auf Twitter ist, weil ihr dann jeder schreiben kann, wie doof und blöd und scheisse er sie findet, anstatt konkret und gezielt zu kritisieren.. Wie traurig ist das eigentlich? (Ich hab auch zwei, drei Versuche mit ihr zu diskutieren auf Twitter miterlebt und die Frau ist wirklich beratungsresistent und auch nicht diskussionsfähig, aber da hielte ich dann konsequentes Ignorieren für die schlauere Wahl als permanentes Dissen but maybe that´s just me).. Geil sind auch Menschen, die in Kommentaren aufschlagen, alles vor ihnen kommentierte ignorieren, weil sie keine Lust haben das zu lesen und eine Diskussion im Zweifelsfall im Keim ersticken, weil sie nochmal von vorne ansetzen, obwohl die stattfindende Auseinandersetzung schon längst viel weiter ist.. Wie arrogant ist das bitte?.. Ich hab da keine Lust mehr drauf.. Wie gesagt, da muss jeder seine persönlichen Konsequenzen ziehen.. Für mich bedeutet das zwar kein völliges einstellen meiner sozialen Netzwerkaktivitäten, aber eine deutliche und drastische Reduzierung.. Auch wieder mehr bloggen.. Vielleicht.. Und sicher nicht (nur) über tagespolitische Themen.. Im Gegenteil.. Wieder offener, frischer, neuer, persönlicher werden.. Ich kann dem ganzen Hass auf der Welt, all dem Schlechten und den Bösen, den Strippenziehern und Lobbyisten, die sogar ihre Oma für ihre Sache verkaufen würden, nur eins entgegensetzen: Eine dicke Umärmelung.. Das ändert nicht viel, aber im Kleinen schon.. Zusammengefasst: Ihr änder nichts, n i c h t s, wenn ihr Menschen direkt hart angeht.. Die machen dann sofort zu.. Ist so.. Jetzt kommt mir nicht mit If you can´t stand the heat oder Wir haben halt keine Lust es zum 1000.. Mal zu erklären oder Ist halt Internet oder Naja, ist vielleicht ein bisschen ruppig, aber sonst , denn das ist alles Bullshit.. Schutzbehauptungen, nennt das glaube ich der Jurist.. Und wenn ich jemand in aller Ruhe einen Sachverhalt, von dessen Richtigkeit ich überzeugt bin (bis mich jemand vom Gegenteil überzeugt :)), noch zum eine Millionsten Mal erklären muss, so sollte ich das auch genauso tun.. Als wenn ich es zum ersten Mal erklären würde.. Denn wie arrogant kann ich sein, zu erwarten, das es jeder mitbekommen hätte, wenn ich irgendwas gesagt habe?.. Ich halte das Netz für einen der spannendsten Orte ever, aber die Entwicklung, die das gerade nimmt, ist falsch.. Vom Diskussionsmedium zum Shitstorm-Tourismus.. Nein Danke, ohne mich.. Ohne Menschen wäre das Netz nichts.. Also holen wir sie wieder zurück.. Epilog.. : Während ich mich noch mit diesem Text hier rumquäle, drin rumeditiere und unsicher bin, auf Veröffentlichen zu drücken, kommt via.. Malte Welding.. plötzlich.. dieser Text.. von Dietrich Brüggemann reingetrudelt und ich lese den und mein Grinsen wird von Zeile zu Zeile breiter und am Ende denke ich: Wie toll! Da hat jemand schon meinen Text gelesen, bevor ich den veröffentlicht habe.. Was natürlich Quatsch ist, aber beweist: Ein Umdenken findet statt.. Wir lassen uns das Netz nicht von Miesepetern wegnehmen oder okkupieren.. Willkommen in der Bewegung: Netz mit Herz.. Ne, das klingt irgendwie nach Musikantenstadel.. Heartweb.. Ne, auch nicht.. Das könnte so eine 90er Jahre-Single vom Captain Hollywood Project sein.. Web of love ? Deutlich zu esoterisch.. Ich glaub, ich habs: Heart Nerds! ! Abgekürzt.. We will dance.. Euroweb Direktdance.. I really want you to be… Yeah.. Yeah.. I really want you to be… I really want you to be! Yeah.. Yeah! I really want you to be my Lollipop.. Yeah….. Die unglaublich fantastische, spektakuläre und herzzerreissende Einhorn-Weltfrieden-Jubiläumswoche.. Der Weltfrieden ist jetzt ganze 5 Jahre alt.. Für die ein oder anderen vielleicht Zeit, ein erstes Fazit zu ziehen, für mich nicht.. Was soll ich für ein Fazit ziehen, das ich nicht schon längst gezogen hätte? Das mir bloggen neue Freunde beschert hätte? Das der Weltfrieden vermutlich wirklich ein kleines bisschen Frieden erzeugt hat? Das ich in letzter Zeit viel zu wenig geschrieben habe? Das die Beiträge auch wieder weltfriedischer werden müssen? Alles geschenkt, alles keine News, alles in Ordnung.. Nun habe ich ein paar befreundete Blogger gefragt, ob sie vielleicht Lust hätten zum Jubiläum das Weltfriedeneinhorn umzuarbeiten,  ...   vor dem Herrn, für Sonic Youth-Fans sind die wohl eher sowas wie Bon Jovi.. Wie man es auch dreht und wendet: R.. E.. M.. sind mir 10000mal lieber als U2.. Und ausserdem haben sie was gemacht? Richtig! Den Lineman gecovert:.. YouTubeDirektShinyHappyLineman.. So weit ein kleiner musikalischer Überblick über die wirklich weite Reise, die der Wichita Lineman schon gemacht hat.. Ich finde es gibt selten Songs, die so vielfältig und unterschiedlich gecovert wurden, wie dieses kleine Liedchen.. Klar, es gibt Songs die öfter nachgespielt wurden ( Yesterday anybody?), aber das waren Songs, die nie viel Spielraum für Interpretationen liessen.. Das ist hier anders.. Jetzt habe ich die Nummer aber schon zigmal in zig verschiedenen Versionen gehört, damit soll es erstmal gut sein.. Etwas sollte man aber nicht machen: Glen Campbell mit Kenny Rogers verwechseln.. Ich bitte euch, das ist nun wirklich ein Unterschied wie Tag und Nacht.. Für Exil-Schotten aber anscheinend nicht.. YouTubeDirektGlenKennyDudelsack.. Bleibt mir als Fazit nur noch eins: Ich habe ja zu Beginn schon mit der Beweisführung angefangen und gesagt, das es ein wichtiges Merkmal gibt für die Qualität von Songs.. Bei Ooh Child war der Beweis, das auch schlechte Versionen einen guten Song nicht schlechter machen.. Beim Wichita Lineman ist es anders:.. Ein guter Song bleibt, wieauchimmer gecovert, immernoch ein guter Song.. Was für eine schöne Entdeckung.. Spanien, bei Fuss! (Zweiter Teil).. Der erste Tag, die ersten dreissig Kilometer.. Ich war nicht schlecht, wirklich nicht.. Ich habe extrem lange mitgehalten.. Aber so ganz langsam (und ohne das ich es wirklich zuzugeben im Stande gewesen wäre) leuchtete mir doch ein, warum die so einen Wert auf dieses Wanderschuhe -Thema gelegt haben.. Die wurden nämlich langsam ziemlich ungemütlich.. Echt jetzt mal.. Zähneknirschend nahm ich das hin, aber fiel immer weiter zurück.. Auch das Lockenmädchen setzte sich jetzt von mir ab, ich war einfach zu langsam.. Und verlor immer mehr Geschwindigkeit.. Und noch langsamer.. Und noch.. laaaa.. ngs.. aaaa.. m eeee.. rrr.. Damit kommen wir zu dem Teil, an dem ich meinen tiefsten und herzlichsten Dank an den Hochleistungssport aussprechen muss.. Und zwar nicht weil er mich in meiner prekären Situation zu Höchstleistungen getrieben hätte, iwo, wo denkt ihr hin? Aktiver Sport und ich, wir waren tatsächlich immer wie so zwei Gangs aus der Stadt die sich respektieren und ein Wafenstillstandabkommen geschlossen haben, aber wehe einer würde sich mal alleine in das Viertel der anderen wagen: Wenn er das tut, dann geht das selten gut aus.. Mein Dank an den Hochleistungssport gehet eher über 3 Banden.. Also: Die am Rande eines Spielfelds, nicht die Gangs.. Die Kommilitonin des Lockenmädchens hat früher nämlich ziemlich ausgiebig Hochleistungssport betrieben.. Ich weiss zwar nicht genau welchen, aber irgendeiner bei dem man körperlich zumindest ne Menge zu tun hat.. Und das kann, wenn man es zu exzessiv macht, eben schon in jungen Jahren gerne mal auf die Knochen gehen.. Welch Ironie des Schicksals: Da ist das (ehemals) ultrasportliche Mädchen, das auch brav seine eigenen, neuen Wanderschuhe selbst eingelaufen hat, an den unsportlichen Fremdschuhwanderer mehr oder weniger gebunden.. Denn wir hatten beide dasselbe Tempo, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen.. Das klingt jetzt nach Zweckgemeinschaft, das hört sich an nach unüberwindbaren Differenzen und extremst unterschiedlichen Interessenslagen.. Und genau so war es auch NICHT! Dieses Mädchen war so unglaublich lustig, beseelt von einem wundervollen, bösen (aber nicht verletzenden) Humor.. Ich hatte meine Wegbegleiterin gefunden.. Wir teilten uns meinen Wanderstab, wenn es bergauf ging hielt ich ihr den Stock hin und zog sie hoch.. Und immerwieder mussten wir uns die Bäuche halten vor lachen.. Das war einfach alles zu absurd.. Auf was hatten wir uns da bitte eingelassen?.. Nun war es nicht nur lange her, das wir überhaupt noch jemanden aus unserer Gruppe gesehen hatten, nein, langsam liess auch die Wanderer-Dichte generell nach.. Wir folgten zwar immernoch den gelben Pfeilen, aber es war langsam spät und die meisten waren wohl schon in ihren Herbergen eingechekt.. Und da sahen wir es am Ende der Strasse: Unser Hotel.. Wir hatten uns auf dem Weg noch in einem kleinen Laden ultrahässliche 80er-Jahre Stirnbänder im Partnerlook geholt, die da nicht verkauft wurden, weil sie so hip waren, sondern weil sie immernoch da rum lagen.. Haben, glaub ich, einen Euro oder so gekostet.. Also: Ich, mit Bart, Stirnband das die langen Haare vom Kopf weghält, Rucksack auf dem Rücken unter dem die quer zwischengestopfte Regenjacke rausguckt und ein erschöpftes Mädchen im Sportdress, ebenfalls mit dem gleichen türkis-pinken Kopfschmuck.. Mit der Verve zweier Menschen die 27 Beckenoperationen hinter sich haben müssen nahmen wir die 3-stufige Treppe ins Hotel.. Wir hörten die anderen auch schon.. Sie waren im grossen Speisesaal.. Mit der letzten Kraft schmissen wir uns durch die Schwingtür und traten mit einem lauten Wir sind da! ein.. Ein kurzer Moment der Irritation.. Mehrere Augen guckten uns an, als wenn sie einen Geist gesehen hätten.. Und dann: Nicht enden wollender Applaus.. Ich weiß nicht ob wir schon abgeschrieben wurden, ob schon Hubschrauber nach uns geschickt wurden, aber offensichtlich hat niemand mehr ernsthaft mit uns gerechnet.. Was vielleicht auch erklärt, das alle schon ihr Abendessen hatten, wir haben dann aber extra welches serviert bekommen und wurden mit Fragen gelöchert.. Wir assen und dann ging erstmal jeder auf sein Zimmer.. Liebe Zartbesaitete: Jetzt wird es ein wenig ekelig.. Denn ich zog meine Schuhe aus.. Und die dicken Wollsocken.. Und die dünneren Socken darunter auch.. Und dann kam ich an die letzte Sockenschicht.. Da merkte ich dann schnell, das ich die eher langsamer und mit einer gewissen Vorsicht ausziehen musste.. Nachdem ich mich also aus den Strümpfen gepellt hatte, sah ich das ganze Ausmass: 5-Mark-Stück grosse Hautfetzen hingen mir von der Ferse schlaff runter.. Dahinter nässendes, rotes Fussfleisch.. Ich dachte, das ich das erstmal säubern sollte und erlebte in dem Moment, als ich die Überreste meiner Füße unter fliessendes Wasser hielt, wirklich unglaubliche, nie erahnte Schmerzen, die mir bedeuteten: Ne, lass das mal lieber mit dem Wasser.. Ich legte mich so ins Bett, das meine Füsse unten heraushingen und ich einigermassen schlafen konnte.. Dann fiel ich ins Lummerland.. Tag 2.. Am nächsten Morgen waren, zu meiner Verwunderung, meine Füße noch nicht verheilt (ich bin ja kein Mediziner, ich gehe immer vom besten Heiliungsprozess aus).. Nun waren, zum Glück, in unserem Betreuerteam auch Arztgattinnen zugegen.. Denen konnte ich meine Füsse zeigen, was sie zu spontanen Begeisterungsstürmen hinriss, das sie so etwas noch nie gesehen hätten, etc.. Die Damen waren natürlich auch bestens ausgestattet und verarzteten mich erstmal mit Sprühpflastern, was mir tatsächlich angenehme Linderung bescherte und ich konnte erstmal in Ruhe frühstücken.. Nun war mein Schicksal der Gruppe natürlich nicht verborgen geblieben und in einem Akt totaler Selbstlosigkeit (für den ich ihm heute immernoch, vielleicht sogar noch mehr als damals aus tiefstem Herzen dankbar bin), lieh mir ein Kommilitone seine Reef-Sandalen für den Rest der Reise.. Das waren keine Flip Flops, sondern so richtige Sandalen eben.. Die sahen jetzt auch in Socken nicht wahnsinnig sexy aus, aber ich merkte auch bald: Diesen Weg wird man ohne sexyness bestreiten müssen.. Hier will sich einer gegen mich stellen, da muss ich eventuelle Fusskleidvorlieben des anderen Geschlechts beiseite lassen.. Denn das geile an den wirklich saugemütlichen Sandalen war ja: Die waren an der Hacke quasi frei.. Okay! Ich war wieder im Rennen! Also, zumindest wieder im Spiel, denn trotz aller High-Tech-Pflaster und Luft-Fuss-Schuhwerke konnte ich natürlich immernoch nicht.. schneller.. gehen.. Das verhinderten auch die vielfältigen Blasen an meiner Fusssohle, die dort offensichtlich einer Werkschau über die Mannigfaltigkeit des Auftretens von Blasen an Füssen veranstalteten.. Beim Start hab ich mitgehalten, aber ich fiel schon schnell zurück.. Das Lockenmädchen ist pflichtbewusst und solidarisch eine Zeitlang in meinem Tempo mit gelaufen, aber irgendwann hat auch sie, verständlicherweise, meine Entdeckung der Langsamkeit nicht mehr aushalten können.. Und damit zurück zu den absoluten Vorzügen des Hochleistungssports :).. Fortsetzung folgt.. Spanien, bei Fuss! (Erster Teil).. Okay.. Das war der Deal: Man muss nur einen Hunni zahlen, dann ist man dabei.. Ausserordentlich fair.. Gut, ein bischen schade war es schon, das die Jahrgänge zuvor für das gleiche Geld nach Kuba oder so gefahren sind, aber egal.. Das hier klang ja auch nach Abenteuer, vor allem weil man noch nie so richtig was davon gehört hat.. Denn die Reise war 1 oder 2 Jahre VOR Kerkelings Bestseller.. Der Jakobsweg war also eher etwas abstraktes.. Oder besser gesagt: Ich hatte davon schon gehört, aber wirklich wissen um was es dabei geht, tat ich nicht.. Nachdem ich den Hustle mit der Kohle dank der grossartigen Assistentin der Professorin dann auch geklärt hatte, stand meinem Ausflug also nichts mehr im Wege.. Wir haben vorher haufenweise Blätter bekommen, auf denen relativ genau stand, was wir zu erwarten hätten und wie wir am besten ausgerüstet sein sollten.. Natürlich sollte auch jeder seine Kamera mitnehmen, schliesslich handelte es sich hier um eine Filmstudentenexkursion.. Alles andere wäre ja ziemlich bescheuert.. Ausserdem stand in dem Brief auch noch ein ziemlich langer Absatz über das richtige Schuhwerk und seine Notwendigkeit.. gute.. Wanderschuhe, die man am besten noch 2 Wichen lang vor Abreise gut einläuft.. Nun, zum ersten war meine Kohle zu der Zeit ziemlich knapp bemessen, zum zweiten fand ich nichts uncooler als Outdoor-Bekleidungsgeschäfte und Outdoor-Bekleidung und zum glücklichen dritten hatte mein Mitbewohner noch Wanderschuhe, die er selber schon eingelaufen hatte und die aber mehr als okay aussahen.. Das wäre also schonmal gebongt.. Neben dem Grossteil meiner Kommilitonen, die mit auf die Reise kamen, und die ich schon kannte, kamen auch einige aus höheren Jahrgängen mit, die ich zwar schonmal kurz gesprochen hatte, auf der Erstsemesterparty oder in der Cafeteria, aber wirklich kennen tat ich von denen eigentlich niemanden.. Es würde spannend werden.. Einen kleinen Luxusvorteil hatte unsere Reise allemal: Das Gepäck würde morgens von Hotel zu Hotel gefahren.. Und ja: Wir hatten Hotels.. Die Gefahr einer unangenehmen Pilgerherbergsnacht war also ausgeschlossen.. Sozusagen royales Pilgern.. Klang gut.. Den ganzen Tag ein bischen rumlaufen, Abends drüber quatschen, mondän essen und nach einer gemütlichen Nacht noch ein bischen latschen, das schien doch durchaus gemütlich zu werden.. Und so stand ich eines Morgens am Gate des Münchener Flughafens vor einer Maschine in Richtung Madrid.. Ich glaube den anderen anwesenden Passagieren kam es in der Tat etwas, nunja (ich werde diesen schlechten Wortwitz nun das einzige Mal in dieser Geschichte bringen, ich verspreche es.. aber wenn er doch gerade so gut passt!), spanisch vor, das da so viele junge Erwachsene mit Videokameras bewaffnet rumsprangen, aber wir waren ja dennoch alle äusserst harmlos, um nicht zu sagen supernerdig.. Also das absolute Maximum an Harmlosigkeit.. Nach einem kurzen Flug waren wir dann in Madrid angekommen, schnappten unser, fast nur aus Trekking-Rucksäcken bestehendes Gepäck und wurden in einen Bus geworfen, der uns zu irgendeinem Dorf fahren sollte, das der Ausgangspunkt unserer Pilgerreise werden sollte.. Gute 150 Kilometer vom Ziel, Santiago de Compostela, entfernt.. Hm.. 5 Tage für 150 km? Da hat man vorher noch gar nicht so richtig drüber nachgedacht.. 30 Kilometer am Tag.. 30.. 000 Meter am Tag.. Jetzt kam ich doch ins grübeln, aber in einem Bus der mit 150 Sachen über eine spanische Autobahn rast, war das wohl ein relativ spät gewählter Zeitpunkt für Zweifel, weswegen ich die auch alle beiseite schob und gespannt war, was mich erwarten würde.. Ich meine: Hey, ich war immer gut zu Fuss, wie schwer könnte das hier werden?.. An einer Ratsstätte wurde erstmal leckerer Serano gegessen, freudig die niedrigen Zigarettenpreise registriert und unsere Professorin, die selber einige Zeit in Spanien gelebt hat, erklärte anhand einer live ausgestrahlten Fernsehsendung, die man in dieser Raststätte beobachten konnte, das exakte Reglement und den Ablauf eines Stierkampfes.. Jetzt hatte ich das zum ersten Mal verstanden und begriffen.. Wow.. Ich war zutiefst beeindruckt.. Wie toll, eine Sportart die darauf basiert, alles möglichst ehrenhaft und würdevoll zu machen (und das Tier wenn man es denn tötet, so schnell wie möglich zu töten).. Das hat mich fasziniert.. Ich hatte also schon was gelernt, bevor wir überhaupt am Start angekommen waren? Das fing an mir zu gefallen!.. Später erreichten wir dann unser Ziel.. An das Hotel kann ich mich nicht mehr wirklich erinnern.. Ich weiss nur noch das es ein sehr süss verwinkeltes, dennoch recht unspektakläres (oder sagen wir lieber unprätentiöses ) Hotel war.. Und eine nette Bekanntschaft hatte ich auch schon gemacht.. Das Mädchen mit den vielen Locken, yeah, die war toll.. Ich war im Urlaub, ich war sowas von Flirtbereit und wer weiss: Vielleicht hielt der Weg vom ollen Köbes ja noch das ein oder andere Abenteuer amuröser Natur für mich bereit? Schliesslich soll man sich nirgendwo besser verlieben können, als in der spanischen Natur.. Hab ich mal gehört.. Oder mir eingebildet.. Man weiss ja, wie man so weit weg von zu Hause so ist.. Das Wetter war auch scheisse, es würde also Sinn machen jemanden zu finden mit dem man Abends gemeinsam schön kuscheln.. Während mein Herz also schon Pläne schmiedete, hatte ich das Gefühl als wenn meine Füße schon eine gewisse Vorahnung hatten.. Die zwickten so komisch.. Licht aus, schlafen.. - Tag 1:.. Das Gepäck abgegeben, die Wanderschuhe fest geschnürt, den kleinen Rucksack mit dem nötigsten (Brötchen vom Frühstücksbuffet, Kamera, leere Tapes für die Kamera, Ersatzakku für die Kamera, Ladegerät für die Kamera, was zu trinken, Kohle, Adressunterlagen für das nächste Hotel) auf dem Rücken und schon konnte es losgehen.. Naja, noch nicht ganz.. Wir gingen alle zusammen zum Pilgeramt, wo jeder seinen Pilgerausweis erstellt bekam.. Den sollte man also an jeder Station abstempeln, damit man beweisen kann, den Weg gepilgert zu sein.. Macht sinn und auch irgendwie cool, so ein Pass.. Wie bei einer Schnitzeljagd (Ich hab mal auf Hawaii einen in eine Ananasplantage gehauenen Irrgarten besucht, da bekam man auch einen Pass und musste den an so verteilten Stationen in dem Labyrinth abstempeln und dann wurde die Zeit gestoppt, wie lange man gebraucht hat das war cool!), genau mein Style.. Nach einer kurzen Ansprache der Professorin (mit den Key phrases Erlebt den Weg! , Hetzt euch nicht! , Immer den gelben Pfeilen nach.. und Habt ihr auch eure Wanderschuhe eingelaufen? (Mein Gott, die nehmen das aber genau mit dem einlaufen )) ging es dann irgendwie los.. Ja.. Irgendwie.. Alle gingen erstmal allen hinterher.. Es blieb eine grosse Gruppe.. Aus der Stadt raus, quer über kleine Bäche, durch lange Felder und vorbei an Bauernhofruinen.. Mal kam ein Traktor, mal ein Bus voller Rentner (die dann ihre täglichen 150 Meter gehen konnten).. Alles war noch neu und frisch und aufregend.. Man entdeckte eine kleine, unprätentiöse Kapelle am Wegesrand, in der die ganzen Pilger sich verewigt hatten, mit kleinen Zetteln, wenn ich mich recht entsinne.. Es kann aber auch sein, das sie einfach mit Edding aufs Gebälk geschrieben haben.. Bitte nagelt mich da nicht fest.. Es wurde munter drauf los gefilmt, fast jeder Wanderer hielt die Kamera vor sein eigenes Gesicht und schilderte seine Eindrücke (könnte man Filmstudenten vielleicht Alternativmögichkeiten noch in der ersten Woche des Studiums aufzeigen, sich selbst zu filmen? Uns ist da wirklich nichts anderes eingefallen.. Doch, ein Paar stellten die Kamera an den Wegesrand und setzten sich davor, oder so ), was vor allem für Aussenstehende sehr lustig ausgesehen haben muss, als wir noch alle sehr stark gruppiert auftraten.. Es ist verwunderlich, wie schnell man auf die gelben Pfeile fixiert ist und überall nach ihnen guckt, sie schnell im Augenwinkel wahrnimmt und ihnen stur folgt, bis der nächste auftaucht und die weitere Marschrichtung angibt.. Das System funktioniert wirklich einwandfrei, eine Art Analog-Navi.. Und so wanderten wir.. Immer den geben Pfeilen nach.. Auch wenn es quer über eine Bundesstrasse oder gefühlte Autobahn ging.. Hier war man Menschen zu Fuss wohl gewohnt.. Die Gruppe fiel langsam weiter auseinander.. Und ich hatte so langsam das unsichere Gefühl, das es mal Zeit würde für meine Blasenpflaster.. Das war wohl zu erwarten.. No pain, no game.. Da ich mich aber gerade so gut mit dem Lockenmädchen und einer anscheinend Freundin von ihr deren Humor exakt auf meiner Wellenlänge war - das spürten wir sofort - unterhielt, beschloss ich die erste Hilfe für meine Füße noch ein bischen auszusetzen.. Wie uncool käme das bitte am ersten Tag, nach nicht mal einem drittel des Weges schon die Competes auszupacken? Eben.. Und als wir drei da so rumwanderten, machte ich nicht nur die erste, sondern auch die allerbeste Investition des gesamten Ausflugs: Ich kaufte mir einen Stock.. To be continued..

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  • Title: ausnahmsweise - Gepflegte Konversation fuer den Weltfrieden
    Descriptive info: MCA.. Ich hab seit Kurt Cobain um keinen Star mehr geweint.. Weil mir das absurd schien, weil mich der (zusätzlich verstärkend auch noch freiwillige ) Tot von Cobain so mitgenommen hat.. Ich sass einen ganzen Tag heulend in meinem Zimmer.. Ich war aus sehr egoistischen Gründen traurig.. Warum auch sonst, ich kannte den ja gar nicht.. Aber der hat mir, hat meinen Gefühlen eine Stimme gegeben.. Hat mich auf eine ganz gewisse Weise.. verstanden.. So wie eigentlich nur Musiker das können, so wie das nur Songs können.. Und dann ist der plötzlich weg und wird nie wieder etwas machen, wird mich nie wieder verstehen, wird mich nie wieder verstärken.. Und diese Endlichkeit, dieses nie hat mich dann so fertig gemacht und so traurig, das ich geweint habe.. Ein totaler Verlust für mich, für meinen Geist, für den Teil meines Hirns, der Inspiration, der die Kreativität von Anderen braucht, um zu überleben.. Ich hab mir geschworen, dass mir das nie wieder passieren wird.. Dass ich mich nie wieder so auf einen Star einlasse.. Und jetzt laufen mir hier die Tränen aus den Augen, weil ich über die Google Bildersuche nach Bildern von Adam Yauch suche.. Yauch war besser bekannt als MCA, ein Drittel der Beastie Boys.. Die Beastie Boys begleiten mich seit frühester Jugend.. Es ist eine lange Liebe und, wie in einer richtigen Beziehung, auch eine, die mal stärker, mal schwächer war.. Es gab Zeiten, da haben die mich so unglaublich gelangweilt.. Nur um mich dann mit dem nächsten Album wieder umzuhauen, wegzublasen.. Ich hab die zu Hello Nasty -Zeiten sogar mal live in Köln gesehen und fand es, ehrlich gesagt, ein kleines Bisschen langweilig.. Umso mehr hab ich mich über das letzte Album gefreut und sogar auf eine neue Tour spekuliert.. Ja, da wusste man schon, das MCA Krebs hat, aber es hiess andauernd, es würde ihm wieder besser gehen.. Und wenn man so etwas über jemanden hört, dann vergisst man irgendwann nachzufragen.. Man vergisst nachzuhorchen, zu gucken ob es wirklich besser geworden ist oder vielleicht doch wieder schlechter.. Vor zwei Wochen, als die Beastie Boys einen Preis bekommen haben, war er schon gar nicht mehr dabei.. Dieser Tot war also nicht plötzlich und trotzdem kommt es einem so vor.. Weil man nicht mehr nachhorcht.. Ich werde die Beastie Boys nie wieder live sehen.. Sie werden nie wieder eine neue Platte machen.. Die Welt ist so viel ärmer ohne die kompromisslose Kreativität dieses wahnwitzigen Trios.. Ich vermisse jedes Lied, das sie nicht mehr schreiben konnten.. Fuck Alter.. Du fehlst mir.. Mir ganz allein.. Ganz egoistisch.. Machs gut.. Machs verdammt nochmal gut.. Und danke für alles, was du mir gezeigt hast.. Rap ist ab heute nur noch halb so groß.. Fuck.. 9 Friedenstauben.. Ein Ausschnitt.. Wahrscheinlich soll man das gar nicht machen.. Ich hab aber gerade so Bock drauf.. Deswegen hier, völlig aus dem Zusammenhang gerissen, ein klitzekleiner Ausschnitt.. Kurz vor der Climax:.. Alles ist anders geworden.. Scheidungskinder sind mittlerweile die Regel, nicht mehr die Ausnahme.. Zumindest in der Stadt.. Liebe funktioniert nicht mehr.. Die Liebe ist im Arsch.. Wir haben die genauso kaputt gemacht wie die Meere, den Regenwald, die Ozonschicht, Afghanistan, Hiroshima, das World Trade Center.. Liebe ist nur noch ein Witz, eine Erinnerung.. Ein Märchen das man den Kindern abends erzählt, damit sie überhaupt noch einen Grund darin sehen können, zur Schule zu gehen und einen “Alltag” zu leben.. Wie hat Thomas D.. so schön auf der Lauschgift gerappt: “Love sucks”.. Genauso ist es.. Wir wollen die Liebe der 50er, mit der Freiheit der 60er, den Sünden der 70er, dem Status der 80er, dem Glück der 90er und dem Besten von Heute.. Aber das geht nicht.. Liebe ist kein Radiosender, der damit durchkommt nur Scheisse zu senden, weil es keine Alternative gibt.. Liebe muss ganz sein.. Und weil heute keiner mehr was ganzes will, sondern nur noch ein bisschen von jedem, töten wir die Liebe.. Machen sie kaputt.. Lassen sie ausbluten und stellen sie zur Schau, in Formen die wir für romantisch halten.. Liebe ist eben keine Pose, keine Haltung, keine Glaubensfrage.. Liebe ist das genaue Gegenteil von Rosenstolz.. Liebe ist echt.. Und das macht es ihr schwer, in diesen Plastikzeiten, in denen man für Authentizität am ehesten abgemahnt wird.. Ausschnitt von was, fragst du? Das kann und will ich dir noch nicht verraten.. 8 Friedenstauben.. Abgewehrte Lebensgefahr, ein Testversuch und die bevorstehende Trennung einer großen Liebe.. Wie passt all das zusammen? Was ist da los im Hause Nilzenburger? First things first.. Ich kann das alles erklären:.. Die Firma simyo kam vor der Re:publica auf mich zu und fragte mich, ob ich Lust hätte das iPad2 zu testen.. Mit eben einer simyo-Simkarte drin.. So das ich auch testen sollte und könnte, wie sich diese Kombi unterwegs so macht.. Meine Herren, hab ich lange mit mir gehadert.. Das ist ja Werbung, andererseits will ich so ein Teil mal ausprobieren.. Andererseits verkaufe ich mich doch.. Aber es geht um ein iPad2 und vielleicht darf ich es auch behalten und wenn es mir nicht gefällt, dann hab ich es wenigstens ausgiebig getestet! Aber es geht doch gar nicht um den Test des Geräts, sondern der mobilen Flatrate! Naja, ihr merkt schon, es wurden heftige Kämpfe in meinem Inneren ausgefochten.. Ich habe mich dennoch dafür entschieden, meine Neugier auf das Gerät hat einfach gesiegt.. Und wenn du das jetzt billig und nuttig und unweltfriedisch findest, dann tut mir das ehrlich leid.. Ich verlöre dich ungern, kann es aber ein kleines Bisschen verstehen.. ein klitzekleines Bisschen.. Denn mal ehrlich: Allzu Hardlinermässig macht das hier doch auch alles keinen Spass.. Puh.. Ich fange schon wieder mit Rechtfertigungen an.. Weg damit! Ich habs getestet und ich hab es gerne getestet und ich finds cool, das die simyo-Leute mir das Teil gegeben haben.. Denn es gibt sicherlich technisch versiertere Blogger, bei denen etwas anderes als finaler Test-Artikel raussprang, als hier bei mir.. Und das war erst die Einleitung.. Arbeiten wir doch die Überschrift der Reihe nach ab:.. Abgewehrte Lebensgefahr.. Ich habe mir vor guten 2,5 Jahren mein MacBook gekauft.. Unibody.. Und ich muss wirklich sagen, das ich in meinem ganzen Leben mit keinem Computer glücklicher und zufriedener war, als mit dem.. Der macht alles, kann alles und hält alles aus.. Ich mache den quasi nie richtig aus, nehme den zum auflegen in Clubs mit, wo schon mal Getränke rumfliegen können, schleppe den tagelang in Taschen rum: Aber er.. läuft immernoch wie eine Eins.. Gut, mit Abstrichen und einen neuen Akku braucht er auch.. Und eine neue Festplatte.. Aber im Großen und Ganzen: So viel unkomplizierten Spass hatte ich mit keinem PC.. Tolles Ding.. Ich hab zu Hause dieses Ikea-Kissen, bei dem die eine Seite Hartplastik ist, so das man da den Computer draufstellen kann und die untere, weiche Kissenseite auf seinen Schoss legen kann.. Da steht mein Rechner quasi immer drauf.. In letzter Zeit hatte ich ein paar Probleme mit dem Ladegerät.. Da war irgendwie ein Wackler drin, weiss auch nicht.. Ging immer an und aus.. Und eines Abends ging das kleine LIchtlein auf dem Stecker, der ins Macbook geht und es mit frischem Strom versorgt, ein für alle Mal aus.. Ich hab ein bisschen am Kabel gezurrt und gewackelt.. Ich hätte das Lichtlein gerne wieder angehen sehen.. Traurig blickte ich auf den Stecker.. Er spuckte ein kleines Rauchwölkchen aus.. Eher ein kleiner Rauchring.. Richtig schön war das.. MOMENT MAL?!?!?! RAUCH?!?!??! Schnell zog ich den Stecker ab, der nicht mehr rauchte.. Und warum nicht? Weil er mittlerweile brannte.. MOMENT MAL?!?!?! FEUER?!?!??! Schnell pustete ich den Stecker aus und zog ihn aus der Steckdose (ja, dämliche Reihenfolge, aber Panik!).. Jetzt stieg mir auch dieser ätzende Geruch verbrannten Plastiks in die Nase.. Nicht zu fassen.. Der Stecker meines Computers hat gerade gebrannt.. Man stelle sich mal vor was passiert wäre, wenn ich geschlafen hätte oder nicht drauf geachtet.. Nein, man stelle sich das lieber nicht vor.. Jetzt habe ich auf jeden Fall eine Ahnung, wie so Hausbrände immer so entstehen können, das es keiner mitbekommt.. Wundert einen ja immer.. Anscheinend geht so etwas aber schneller, als man denkt.. Gruselig.. Nun sitze ich also da, die Stromversorgung meines Computers mit schlechtem Akku wird sich in den nächsten 20 Minuten verabschieden und ich führe ein wahnsinnig interesantes Gespräch via Skype.. Ach so: Es ist Sonntag Abend.. Die grünen Akku-Füll-Anzeige-Lichtchen am linken unteren Rand meines Computers blinken immer weniger.. Gleich bin ich weg.. Nur noch kurz.. dann war es das für heute mit der Kommunikation.. Ach! Hey! Ha! Wie geil ist das denn? Da liegt ja das iPad! Also hat sich dieser 4-Wochen-Test schon volle Kanne gelohnt: Er hat mir diesen Abend gerettet, an dem ich fast hätte gerettet werden müssen.. Olé!.. Weiter geht es mit:.. EIN TESTVERSUCH.. Ich muss mir nochmal klar machen: ich soll hauptsächlich testen, wie das iPad mit der simyo-Flatrate zusammenarbeitet.. Gut.. Aber wie schreibt man dazu einen Testbericht, der länger als ein Bierdeckel ist? Verdammt nochmal, womit füllen eigentlich Mobilfunkmagazine ihre Seiten? Das ist ja unglaublich! Ganz klar, ich werde viele Grafiken und Diagramme anfertigen müssen.. Somit dürfte schonmal was zum Empfang gesagt werden.. Der war eigentlich immer gut.. Okay, die nutzen eh das Eplus-Netz und ich bin da als Telefonkunde schon seit Jahren und hatte nie Probleme, von wegen Empfang, also hat mich  ...   blickte, als er dann regungslos zusammensackte.. Aber alle Anwesenden freuten sich und jubelten und feierten und nannten mich einen Held.. Nur ich konnte mich damit nicht so richtig anfreunden.. Die ganze Zeit verfolgte mich sein letzter Blick in Gedanken.. Und dann bin ich aufgewacht.. Da sag ich doch mal: Nimm das, Traumforschung! :).. Früh aufwachen und nicht rauchen.. Das sind die Zutaten, die zu so einem Lied führen.. Vielleicht sollte ich mir auch mal so eine Loop-Station holen? Ich hätt ja schonmal Bock drauf und Gesangsloops in Garage Band zusammen zu schneiden, ist nun auch nicht der wahre Jakob.. Hier das Lied.. Nennen wir es einfach mal:.. Nikotinentzug.. : Ich habe den Text ebenfalls heute Morgen geschrieben und als ich ihn dann einsang fiel mir auf, das ich eine Zeile vergessen hatte und ich musste improvisieren.. Diese Zeile ist tatsächlich auch die schlechteste im ganzen Lied.. Welche mag das nur sein? :).. Sauer macht sauer.. So viele Baustellen zur Zeit.. Und der Weltfrieden muss sich mal wieder aufregen.. Aber keine Sorge: Jetzt kriegen einmal alle ihr Fett weg und dann wird die frisch auferstandene Sonne genossen!.. - Käßmann tritt zurück, weil sie besoffen erwischt wurde am Steuer ihres Dienstwagens.. Und alle tun so, als wäre das selbstverständlich.. Da schleuder ich den moralischen Sittenwächtern der CSU zum Beispiel mal ein freudiges Fuck you! entgegen.. Ich weiß nicht wie oft diverse Posten und Pöstchen-Besetzer dieser Partei schon beim drunk driving erwischt wurden.. Aber klar, da ist das normal.. Die Bayern eben, sind ja eine Bierkultur.. Da klopft man sich auf die Schulter und lacht ein bisschen drüber und gut ist.. Ich finde Käßmanns Reaktion konsequent.. Wenn ich sie (also, die Reaktion) auch scheiße finde.. Aber die Lady hat meinen tiefsten Respect und es würde vielen anderen Politik- und Kirchen-Vertretern gut zu Gesicht stehen, daraus zu lernen, was es bedeutet.. k o n s e q u e n t.. zu sein.. Allein, sie werden es nicht checken.. Und die katholische Kirche um Bischof Mixa ist eh heilfroh mit ihrem geradezu systematischen vertuschen von Kindesmissbrauch aus der Schusslinie zu geraten.. Aber sorry, liebe Katholiken, ihr könnt nichts für eure Vorsteher, ich möchte denen aber das noch mit auf den Weg geben:.. Euer Gott is not amused.. - A propos not amused : Das ist auch die Bunte nicht, weil sie Wettbewerbsverzerrung von Seiten des Stern vermutet.. Der schreibt in seiner aktuellen Ausgabe (mit einem mir wirklich angsteinjagenden Von-Der-Leyen-Hardliner-Cover), das die Bunte eine Fotoagentur damit beauftragt hätte, Politiker geradezu systematisch zu überwachen und zu bespitzeln um eine super Story draus zu kriegen.. Die Bunte streitet alles vehement ab und schreibt in ihrer.. Pressemitteilung.. zu dem Fall:.. BUNTE hat den Inhaber der Berliner Presse- und Fotoagentur, Stefan Kießling, zu den im Stern erhobenen Vorwürfen um Auskunft gebeten.. Stefan Kießling hat der BUNTE-Chefredaktion versichert, dass seine Agentur die im Stern gemutmaßten unlauteren Recherchemethoden nicht angewendet hat.. Ferner erklärte er, dass er sich von zwei ehemaligen Mitarbeitern, auf die sich der Stern als Informanten beruft, im April 2009 im Streit getrennt habe.. Der Stern schreibt in seinem diffamierenden Artikel, dass privat sei, was beruflich/politisch keine Relevanz besitzt.. Im Fall Seehofer hat der Stern ebenfalls mit der Agentur CMK zusammengearbeitet und ein CMK-Foto der Seehofer-Geliebten mit Kind veröffentlicht.. Das schreiben die ohne Rot zu werden.. Das veröffentlichen die ohne Rot zu werden.. Das vertreten die ohne Rot zu werden.. Nochmal: Die Bunte.. Ein Heft über Promi-Klatsch und Tratsch, das nur davon lebt, Paparazzi-Fotos zu veröffentlichen, Prominente dazu zu bringen, ihre persönlichen Geschichten in einem wenigstens selbstgesteckten Rahmen bei ihnen zu veröffentlichen, bevor sie sich selbst etwas schlimmeres zusammenreimen.. Die gleiche Zeitung spricht von der diffamierung durch einen Mitbewerber (Wobei ich mir auch denke, das der Stern das nicht so gerne hören wird, quasi direkter Konkurrent ausgerechnet der Bunten zu sein).. Wenn es nicht so egal wäre, ich würde vom Glauben abkommen.. Was ist mit den Luten nur los?.. - A propos was ist mit den Leuten nur los? Dazu brauch ich nur zwei Worte: Guido.. Westerwelle.. Ich halte die FDP für eine wirklich komplizierte Partei.. Ich kenne zumindest keine, in der so viel unterschiedlich fähiges Personal auf einem Haufen ist, wie bei den Liberalen.. Wenn man an die Grand Dames und Seigneurs denkt wie Hamm-Brücher oder Genscher und sie in den direkten Vergleich zu Leuten wie Möllemann oder eben jenen Westerwelle stellt: Da tun sich Welten auf.. Und wenn man dann noch so unmenschlich, unsozial, unrealistisch und unüberhörbar argumentiert und disst wie unser Aussenminister es gerade macht, dann kommt einem, pardon, einfach nur noch das kalte Kotzen.. Westerwelle spielt sich auf wie der Robin Hood in Time Bandits wenn er sagt: Die Armen sind arm, deswegen heissen sie ja auch arm.. Konkrete Änderungsvorschläge? Fehlanzeige.. Armenbashing zur Verbesserung der Umfragewerte? Bingo! Und auch wenn jetzt viele sagen: Im Kern hat er ja recht, wir müssen mal über Sozialleistungen reden und wie sie sich finanzieren lassen und wie wir den Ärmeren in unserer Gesellschaft wieder auf die Beine helfen, so stimmt das zum Teil, wird mich aber nicht davon abhalten Westerwelle weiterhin zu sagen, das diese Form der Kampagne auf dem Rücken von denen, die sich nicht wehren können, absolut abscheulich und verachtenswert ist.. Die Debatte über das Sozialsystem ist etwas ganz anderes.. Die muss auch woanders (und unter weniger diffamierenden Sprüchen) geführt werden.. Nicht in der Debatte über.. Westerwelles verbale Erniedrigiungen.. YouTubeDirektDerSpassIstVorbei.. - A propos Kotzen : Ich habe hier noch einen angefangenen Artikel rumfliegen, den ich dann doch nicht zu Ende schrieb, weil ich das Gefühl hatte, in der Sache wäre schon alles gesagt.. Und ich tu mich schwer, da jetzt noch etwas sinnvolles hinzuzufügen.. Und was ich nun schreiben werde, klingt in gewisser Weise arrogant und belehrend.. Oberlehrerhaft.. Deswegen sträube ich mich so dagegen, das zu schreiben.. Aber nachdem ich im letzten Sonntagstagesspiegel noch ein Interview gelsen habe, muss es einfach raus: Mein Senf zum Feuilleton-Skandal um Helene Hegemann und ihr abschreiben aus Strobo für ihr Buch Axolotl Roadkill.. Ich schreibe extra nicht plagiieren oder kopieren oder remixen (das am allerwenigsten), weil das Worte sind, die den Sachverhalt verwässern.. Das Mädchen hat abgeschrieben.. Punkt.. So wie man das aus der Schule damals kennt: Man schreibt ab, gibt es aber unter seinem eigenen Namen beim Lehrer ab in der Hoffnung, dafür gelobt zu werden.. Da geht es nicht um Quellen, oder gar um Quellenangabe vergessen oder um nicht dran gedacht.. Da geht es darum, gut da zu stehen.. Gerne auch mit der Leistung anderer, wenn die eigene nicht mehr reicht.. Und das hat Hegemann gemacht.. In der ersten Pressemitteilung, nachdem.. Deef.. die ganze Chose aufgedeckt hatte, hat sie sich noch einigermassen annehmbar entschuldigt.. Aber alles was danach kam, machte alles immer schlimmer und es wurde immer klarer: Dem Mädchen ist zu keinem Cent bewusst, was sie da eigentlich gemacht hat.. Nun mögen alte Feuilleton-Säcke das ganze charmant und jugendlich unbedarft finden, ich finde es erschreckend.. Aber es erinnert mich.. Und jetzt kommt der schlimme Part, den ich oben angedeutet habe:.. Ich habe damals mit 17 beim Fernsehen angefangen.. Und ich habe, vor allem die erste Zeit zum ersten Hype, wirklich gedacht mir scheint die Sonne aus dem Arsch.. Es ist in dem Alter auch wirklich verwirrend mit Ruhm und ähnlichem umzugehen.. Was es nicht weniger Reizvoll macht.. Nun war ich zu der Zeit ehrlich gesagt sicher nicht im Stande, mich so eloquent auszudrücken, wie Hegemann das tut und ich habe auch kein Buch geschrieben, sondern nur mein Gesicht für einen Musiksender in die Kamera gehalten.. Trotzdem masse ich mir an zu wissen wie es ist, in dem Alter mit den Medien umzugehen.. Es macht Spass, kann manchmal etwas stressig sein, aber im grossen und ganzen geniesst man doch diesen Zirkus, der um einen herum veranstaltet wird.. Und da erzählt man Sachen, oh Boy, ich bin froh das das meiste davon wieder irgendwo verschwunden ist.. Ich erinnere mich an vieles, für das ich mich heute ein bisschen schäme.. Und an ein Bisschen, für das ich mich heute viel schäme.. Und ich weiss: In ca.. 10 Jahren wird es Helene Hegemann genauso gehen.. Vielleicht hat sie ja bis dahin mal ein Buch geschrieben, das komplett ihrer Feder entstammt.. Vielleicht weiss sie dann, was das für eine Arbeit ist (sie kokettiert ja jetzt schon damit, das ihr das schreiben von Axolotl Roadkill nicht wirklich Spass gemacht hätte, aber das ist, relativ offensichtlich, eben genau das: Koketterie).. Vielleicht reflektiert sie bis dahin mal ihr eigenes Handeln.. Nur um mich nicht falsch zu verstehen: Ich bereue nichts was ich getan habe und ich habe damals schon einen guten Job gemacht.. Nur beim drumherum hätte ich manchmal eher meine Klappe halten können :) Ich finde es auf jeden Fall nicht richtig, das Hegemann, die ja für sich selbst in Anspruch nimmt, bitte nicht auf ihr Alter reduziert zu werden, mit Samthandschuhen anzufassen.. Ich hatte damals glücklicherweise Freunde im direkten Umfeld, die mir, wenn es nötig war, gehörig den Kopf gewaschen haben.. Das hat sie leider offensichtlich nicht.. Schade um ein junges Talent (das sie scheinbar ist), das jetzt verheizt wird.. Aber da nimmt sich das hochgestochene, sich niemals irrende, der wahren Kultur verpflichtete, arrogante bildungsbürgertümliche Feuilleton nichts, absolut gar nichts mit dem Boulevard.. Nur die Schiessbudenfiguren sind andere.. Geschafft.. Jetzt: Sonne her!.. YouTubeDirektInstantSonne..

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  • Title: nerver - Gepflegte Konversation fuer den Weltfrieden
    Descriptive info: Schlechte Menschen.. Ich kotze.. Ich kotze im Quadrat.. MIch kotzt es total an, das man denen das einfach so durch lässt.. Kein einziger Politiker hat Konsequenzen seines Handelns zu befürchten.. Nur so Konsequenzchen.. Ja, gut, wenn man Scheisse gebaut hat und erwischt wurde, dann gibt man halt großgestig irgendwelche Scheissposten ab, aber sagt dann noch schnell nuschelnd hinterher, das man den Moneyjob behält.. So wie Koch-Mehrin, die den ganzen Vorsitzquatsch, der eh nur zeitraubender Prestigestuss war, mit lautem Tralala abgegeben hat, aber immernoch da im Parlament sitzt, um uns zu vertreten.. Eine überführte Betrügerin! Vertritt uns in Europa.. Vielen Dank.. Weil sie sagt: Nein, ich bleibe hier.. Und keiner geht zu ihr hin und sagt: Du Silvana, schwing doch mal deinen Arsch hoch und sieh zu das du hier weg kommst, um mal wenigstens jetzt, wenn es auch eigentlich zu spät ist, noch ansatzweise so was wie Anstand zu zeigen.. Und solche Fälle gibt es ja zu Hauf.. Man nennt das ja dann immer so niedlich am Pöstchen kleben , als wenn es um so kleine Kinder gehen würde, die nicht in den Kindergarten wollen (oder später nicht mehr aus dem Kindergarten nach Hause).. Das ist ein totales Problem.. Denn das ist nicht niedlich.. Das ist unverschämt.. Und moralisch nicht fragwürdig, sondern komplett verwerflich.. Mir ist dabei die Parteizugehörigkeit auch herzlich Wurst.. Wenn jemand dessen überführt wurde, den moralischen Standards die er und/oder seine Partei hoch hält nicht zu genügen, dann hat dieser jemand zu gehen.. Ganz einfach.. Und vor allem: Keine Diskussion.. Womit wir ja wieder beim aktuellen Fall wären: Diese öffentliche Heul-Show von von Boetticher möchte ich nicht weiter kommentieren, die war schon schlimm genug.. Aber zu sagen: Ich trete als Landesvorsitzender zurück! , damit in den Zeitungen steht Er ist zurück getreten , dann aber noch schnell klar zu machen, das man den Fraktionsvorsitz aber behalten (wollen) würde, das ist schon von einer besonderen Dreistigkeit, wie sie nur Politiker haben.. Verdammte Scheisse, tritt zurück, wenn du Kacke gebaut hast! Und nicht so ein halber Showrücktritt! Oder welches Signal willst du uns vermitteln? War doch nicht so schlimm? Ist ja nicht verboten, also okay? Really? Was für eine arme Wurst.. Ich sag das gerne nochmal in aller Deutlichkeit: Ihr Politiker, die ihr Verantwortung übernehmen wollt, aber dann doch einzelne Posten behaltet, um euer Geld weiterhin in der Politik zu verdienen, ihr seid schlechte Menschen.. Richtig schlechte Menschen.. Nicht nur schlechte Vorbilder, schlechte Politiker oder schlechte Lügner.. Ihr seid schlechte Menschen.. Rundum.. Und das verachte ich zutiefst, weil ihr das ganz bewusst seid, obwohl ihr es eben so bewusst nicht sein könntet.. Das Traurige ist nur, das diese Nachricht niemals bei ihnen ankommen wird.. Aber ich musste das mal los werden.. 15 Friedenstauben.. Come on Schirmi! (Update 13:10 Uhr!!).. Are you fuckin serious? Ist es die Art Journalismus, die gute alte Zeitungen wie die F.. A.. Z.. von dem ganzen Online-Dreck unterscheidet? Nämlich keine Ahnung zu haben, aber trotzdem.. dick drüber zu schreiben.. ?.. Ich will nicht kleinlich sein.. Ein kleiner Fehler, meinetwegen.. Aber so deutlich zu machen, das man über ein Thema schreibt, das einen weder interessiert, noch das man es sonderlich ernst nehmen würde, das find ich schon ein bisschen haarig.. Hey, ihr MÜSST auch nicht drüber schreiben.. Zwingt euch keiner zu, ehrlich.. Ich weiss schon wie es in der Redaktion abging:.. Hey, hier ist so eine Videospielefirma oder so ein Quatsch, mach mal einer was dazu.. Die machen Geld.. Geld?.. Ja!.. Okay, ich schreib mal irgendwas aus der Wikipedia zusammen.. Aber machs unauffällig, wir machen hier Qualitätsjournalismus!.. Hehehe, der war gut! Essen geht auf dich heute!.. Und ZACK, schon steht der Artikel da.. Hach, muss Festanstellung schön sein.. [via.. Dirk Steins.. Update:.. Den ersten Fehler, nämlich die Nintendo Playstation , haben sie jetzt schon heimlich still und leise entfernt.. Ich bin gespannt, wann sie sich um den zweiten kümmern.. Wobei das natürlich schwieriger ist, weil man da inhaltlich umschreiben müsste.. Ausser man wüsste einen populären Ego-Shooter, den man an die Stelle setzen könnte, wo jetzt gerade noch World of Warcraft steht Hmmm Schwer.. Denn als erstes müsste man ja mal wissen, was das überhaupt ist.. Okay, ich lasse jetzt mal die Häme und Gehässigkeit und versuche an die Vernunft zu appelieren, falls das hier irgendein F.. -Mensch lesen sollte: Es stimmt einfach nicht was da steht.. Das sage ich nicht aus Zocker-Eitelkeit, oder weil es unter Zockern tausende heimlich verabredeter Codes gäbe, die sowieso niemand von aussen verstehen kann.. Darum geht es ausdrücklich nicht.. Es geht hier um eine simple Genre-Bezeichnung.. So wie Komödie oder Kriegsdrama oder wie Jazz und Blues , um nur einige zu nennen.. World of Warcraft erfüllt zu keinem einzigen Zeitpunkt die Massgabe dafür, Ego-Shooter genannt zu werden, denn Ego-Shooter heissen Ballerspiele, die man aus der Ich-Perspektive spielt.. Deswegen auch das Ego.. Das ist aber bei WoW nicht der Fall.. Das ist ein Fantasyspiel, in dem man seine Figur immer von aussen sieht, auch 3rd Person genannt und das schiessen ist nicht das zentrale Spielelement, wie es bei einem Shooter (to shoot-schiessen) der Fall ist.. Bei Warcraft geht es eher darum, irgendeine Fantasyfigur, die man sich zusammenbastelt, aufzuleveln, also grösser und stärker zu machen, indem man irgendwelche Aufgaben löst.. Vorzugsweise im Team, deswegen auch diese grosse Online-Community.. Deswegen wird World of Warcraft auch zu den MMORPG gezählt, ich will aber jetzt nicht zu fachchinesich werden.. Fakt ist nur: Was in dem Artikel steht ist falsch und nachdem das jetzt schon mehrere Kommentatoren bemängeln, wird der Leser bewusst angelogen, denn mittlerweile wüsste man es besser.. Wie man beim verbessern der Playstation ja auch gesehen hat.. Bitte, bitte ändert das.. Ich kann sonst gar nix mehr ernst nehmen, was ihr schreibt, denn wenn ihr schon solch eklatanten Fehler in einem Text zu einem Thema macht, in dem ich mich auskenne: Wie schlimm müssen die Fehler sein, die ich nicht erkenne, weil es in den Texten um Materie geht in der ich mich eben NICHT auskenne?.. 5 Friedenstauben.. Das Manifest gegen das Manifest und gegen das Gegen-Manifest.. Es geht mal wieder um die Entwickluing des Netzes.. Also im weitesten Sinne Politik.. Ich weiß auch nicht, warum ich im Moment immerwieder auf das Thema stosse, aber mei: Ab dem 28.. September fällt das Thema sicher wieder weg.. Eine handvoll Blogger/Netzaktivisten/Impressarios hat sich zusammengesetzt und ein Manifest geschrieben und das danach sinnloserweise.. Internet-Manifest.. genannt.. Wobei der Name eigentlich nicht sinnlos ist, aber ungenau.. Eigentlich sollte es Internet-Journalismus-Manifest heissen, was aber natürlich nicht nur nicht griffig, sondern auch in keinster Weise catchy ist, weswegen man den Begriff Journalismus einfachheitshalber aus der Überschrift wegließ.. Das ist natülich ein kapitaler Fehler gewesen, weil sich nun jeder angesprochen fühlt, der Internet ist.. Und das sind ja nunmal eine ganze Menge Leute.. In dem Manifest geht es aber nur um die Entwicklung von Journalismus unter den neuen Bedingungen.. Gut, es geht am Rande auch noch um die Frage, wie man heutzutage ein Medienimperium schafft, aber das gehört theatisch ja fast dazu.. Und natürlich hat das Manifest ein paar Problemchen:.. - Wer soll das lesen? Die, die betroffen sind, stimmen ein wenig zu und wissen aber nicht so recht, was sie mit dem Text anfangen sollen.. Kommentieren? Selber bloggen? Retweeten? Links liegen lassen? Was soll ich mit einem Text anfangen, der Tatsachen etwas allgemeiner formuliert, anstatt sie mit Beispielen zu untermauern, die mir sowieso klar sind? Da fühle ich mich nicht so wirklich repräsentiert, sondern eher etwas, nun ja, verarscht.. So wie ein altes, 67-jähriges bayerisches Ehepaar mit einem jungen, schwarzen Berliner redet.. Das fühlt sich nicht gut an.. Allerdings, das muss man ja auch betonen: Den gleichen Umgamg pflegen die alten Medien mit dem kompletten Netz, von einigen Ausnahmen einmal abgesehen.. - Wie soll man Menschen, die offensichtlich vom Netz überfordert sind, durch das Netz erreichen? Gut, ich gehe davon aus, das das Manifest auch als gedruckte Version an die Entscheider weitergeschickt wurde.. Oder nein: Ich hoffe es..  ...   und dazu nützt, die Gegenseite aus der Deckung zu holen und zu lesen, warum die eigentlich so schräg denken, wie sie es nuneinmal tun.. Ganz davon abgesehen das eine Demokratie das meiner Meinung nach sowieso aushalten muss.. Das Internet ist Herkules.. Mindestens.. Wir wollen alle das gleiche: Ein freies Netz, das nicht rechtsfrei ist.. Das muss man auch mal ganz klar formulieren.. Auch wenn das Politiker-Mantra Das Netz ist kein rechtsfreier Raum lächerlich ist und gerade bei eklatanten Rechtsmissbräuchen (Stichwort: Abmahnungen) eher das Gefühl entsteht, das das Netz zwar nicht rechtsfrei, wohl aber rechts-beugend sein kann, darf man sich nicht gemütlich auf seine Besserwisser-Position zurückziehen und sagen: Ihr seid so dumm, wir wissen wie das Netz geht.. Sondern mit einer ebenso redundanten Vehemenz erklären, das niemand die Absicht hat,.. eine Mauer zu bauen.. das Netz zu einem rechtsfreien Raum zu machen, der er sowieso nicht ist.. Das ist mühsam und nervig, aber irgendwann kommt die Botschaft an.. Bestimmt.. Deswegen ist Zusammenhalten wichtiger als Grabenkämpfe.. Das macht das Internet stark.. Das Internet ist Alles was wir drauss machen.. Wir können uns gegenseitig zerstören, Vorwürfe machen, anzicken, bekriegen, anmotzen, runtermachen, auslachen, unsachlich angehen.. Wir können aber ebenso dafür sorgen, die Stärken des Netzes auszubauen, es zu einem Instrument machen vor dem die da oben zu Recht zittern, das sie ernst nehmen können und müssen, das aber ebenso gut für Ablenkung sorgt.. Wir sind das Netz.. Wir werden das Netz sein.. Wir sollten Bestehendes besser machen, anstatt unsere Energie dafür einzusetzen, die Versuche dazu zu zerstören.. Hugh.. 29 Friedenstauben.. Das Internet und die Lüge.. Ja, klar, ich weiss: Reisserische Überschrift unter der man jetzt weiss ich was erwarten kann.. Es geht aber um einen konkreten Fall.. Dafür hole ich mal etwas aus:.. Ich lese eigentlich täglich das PoliticallyIncorrect-Watchblog.. Politisch Korrekt.. von Dietmar Näher.. Es ist unglaublich was der Mann sich täglich für eine Arbeit macht, um die rassistische, islamophobe Drecksschleuder als das zu entlarven, was sie ist, nämlich eine islamophobe und rassistische Drecksschleuder.. Wobei entlarven vielleicht das flasche Wort ist, denn das machen die ja selbst schon den lieben langen Tag.. Näher dokumentiert das hauptsächlich.. Dabei recherchiert er recht sauber und führt die Typen ein ums andere Mal vor.. Was diese scheinbar unbeeindruckt lässt.. Aber wenn man ab und zu sieht, was sie ihm für Mails schreiben, dann merkt man schon das ihnen nicht immer ganz wohl in ihrer Haut ist.. Wie dem auch sei: Die PI-Macher lügen gerne und oft in ihren Beiträgen.. Ich will ihnen gar nicht vorwerfen, das sie das immer bewusst machen, sicher ist das ab und zu auch mit Recherche-Unfähigkeit oder -Unlust zu erklären und ausserdem dem Zwang, andere Nachrichten als der Mainstream zu generieren.. Da muss man sich das schonmal alles zurechtbiegen, um das eigene Klickvolk bei der Stange zu halten.. Exemplarisch nehmen wir uns mal einen.. recht aktuellen Eintrag.. (Link zum Watchblog) vor:.. Unter Starbucks: Erklärung gegen Israel , behauptet PI das der Kaffee-Gigant antiisraelisch sei und lieber arabische Kunden hätte, plus dem nahen Osten.. Die ganze Geschichte ist so anstrengend konstruiert, das man nur den Kopf schütteln kann.. Ich kann es kurz anreissen: Im Netz wird behauptet, Starbucks unterstütze Israel.. Was übrigens im Netz im Moment von allen möglichen Firmen behauptet wird.. Starbucks sagt: Nein, tun wir nicht, wir unterstützen niemanden, wir sind ein weltweites Unternehmen, das für alle da ist.. Weil sie diese Meldung neben vielen anderen Sprachen auch in arabisch übersetzen, sieht PI einen eindeutigen Beweis für die Antiisraelität des Konzerns.. Konstruiert? You Betcha! Amüsante Pointe: Der Gründer und Vorstandsvorsitzende von Starbucks ist Sohn eines jüdischen Hilfsarbeiters.. Wirklich erstaunlich, wie so oft bei den selbsternannten Aufklärern, wird es dann in den Kommentaren (Man verzeihe mir, das ich hier nichts von dem menschenverachtenden Blog verlinke).. Man werde dort nun nicht mehr seinen Kaffee kaufen, die werden schon sehen, was sie davon haben, sollen sie doch pleite gehen, blablabla.. Einer, der sich.. honigbaer.. nennt, schreibt dann:.. Der Laden steht kurz vor der Pleite.. Will 9.. 600 “Mitarbeiter” entlassen.. Gewinne sollen um 69 % gefallen sein.. Starbucks hat gerade ein echtes Problem.. So weit, so richtig.. Man muss Leute entlassen und Filialen schliessen.. Das stimmt.. Beide Zahlen aber, in dem wirklich kurzen Kommentar, sind so nirgends aufzufinden.. Der Gewinneinbruch beträgt 70%, so ist es überall zu lesen.. Es sollen ca.. 12.. 000 Leute entlassen werden oder aber versetzt.. Da verstehe ich jetzt schon zwei Sachen nicht: Woher kommt die 9.. 600 in dem Kommentar und warum wurde Mitarbeiter in Gänsefüsschen gesetzt? Sind Starbucksmitarbeiter keine echten Mitarbeiter? Wird da nicht gearbeitet? Oder ist nur dieser eine Begriff in dem Kommentar ein Zitat und somit auch das einzig nicht erfundene? Und warum ist der Laden kurz vor der Pleite? Weil ein honigbaer das gerne so möchte? Ja, das sind sehr grosse Zahlen, um die es da gerade geht, aber wenn man so eine aggressive Expansionspolitik wie Starbucks betreibt, dann ist scheitern nicht nur imament, sondern auch komplett einkalkuliert.. Klar, man hat Probleme durch die Konkurrenz, allen voran McCafé.. Aber wir reden hier von 7% der weltweiten Mitarbeiter, deren Posten auf der Kippe steht.. Sieben Prozent! Es sollen in USA 600 Filialen geschlossen werden.. 600 von 11000! Und dann noch on top: Nach diesen Nachrichten lag die Aktie auch noch leicht im Plus! Ja, sind die denn alle verrückt geworden?.. Das ist aber nur die Faktenlage.. Darum soll es gar nicht gehen.. Mich fasziniert etwas anderes: Warum lügt jemand einfach so? Warum lügt der Zahlen in seinen Kommentar, was verspricht sich dieser Mensch davon? Aufmerksamkeit? Joa, sicher.. Aber hätte er die nicht auch mit den echten Zahlen? Ich glaube da wird gelogen, weil das ein elementarer Bestandteil des politischen Weltbildes ist.. Man hat es nicht leicht als islamophober Waschlappen und muss sich seine Argumente andauernd zusammenlügen, so das man es schon gar nicht mehr merkt und so ist es ein Reflex, wenn man irgendwo Zahlen liest, diese zu eigenen Zahlen zu machen und ein bischen umzulügen.. Versteht ihr worauf ich hinaus will? Die wollen unbedingt EIGENE Meldungen, Nachrichten und lügen dann eben bekannte Meldungen um.. Das haben die Kommentierer natürlich gelernt, von ihrer Basis, PI.. Aber ist das nicht erstaunlich? Lügen, damit man was eigenes hat.. Wie traurig ist das eigentlich?.. Frustrierte Kackbratzen made my day!.. Ich stehe also morgens in der UBahn, die superüberfüllt ist, weil, wie ich vermute, sauviele Menschen auf die Schiene auswichen, weil ihre Auten nicht angesprungen sind.. Schützend stelle ich mich hinter meine Tochter, die in die Schule gebracht werden muss, damit sie in dem Gedrängel der schlechten Laune nicht erdrückt wird.. Wir gehen in den Gang, zwischen die Sitzreihen.. Vor uns steht eine Frau mit einem hässlichen Rucksack.. Plötzlich dreht sie sich mit einem genervten Schnauber um, zu einer Frau in einer hässlichen Jacke, die da sitzt und zur hässlicher-Rucksack-Frau sagt:.. Ich bin nicht ihre Lehne!.. Es war also offensichtlich so, das die Rucksackfrau die sitzende Jackenfrau andauernd, vermutlich unbeabsichtigt, mit ihrer hässlichen Rückentasche anstiess, bis dieser dann der Kragen platzte über so viel Unachtsamkeit, und sie einfach mal zurückstiess, was die Rucksackfrau nicht so recht einsehen wollte.. Es entspann sich also folgender Dialog zwischen den zwei Kontrahentinnen, der, soviel kann ich jetzt schonmal verraten, einen Superknaller am Schluss hat.. Man stelle sich bitte vor das wirklich ausnahmslos jeder nun folgende Satz in totaler Pampigkeit von zwei frühmorgendlich schlechtgelaunten Nervzicken gekeift wurde:.. Was wollen sie von mir? Unverschämtheit!.. Nehmen sie mal ihren Rucksack hier weg! Herrgott nochmal, ziehen sie ihn halt aus!.. Nein, den werde ich nicht ausziehen, nur weil sie mir das sagen!.. Dann passen sie gefälligst ein bischen auf mit ihrem Scheissteil!.. Wenn sie heute Morgen um 8 schon so scheisse drauf sind, wie wird das dann erst heute Abend um 8 sein?.. Ja, nee, heute Abend um 8 bin ich gut drauf!.. Ich weiss, ihr glaubt mir das nicht, die letzten zwei Sätze kommen aber auch überraschend, aber was denkt ihr, wie ich heute Morgen gestaunt habe..

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  • Title: neue schule - Gepflegte Konversation fuer den Weltfrieden
    Descriptive info: Angezogen einschlafen.. Für den Literaturwettbewerb Prenzlauer Berg hab ich eine Kurzgeschichte geschrieben (Vorgabe war Wildnis in der Stadt ).. Da ich es damit nicht unter die 10 Nominierten geschafft habe, pack ich sie nun hier rein, denn ich mag die ganz gerne und das wär irgendwie doof, wenn die nie jemand zu Gesicht bekäme.. Viel Spaß!.. Das erste Mal ist er mir begegnet, als ich auf den Winter gewartet habe: Nachts stieg ich aus der Tram und da lief er vor mir über die zweispurige Hauptverkehrsader, auf der gerade nicht viel los war.. Ein echter Fuchs.. Mitten in der Stadt.. Eigentlich hab ich mir die immer röter vorgestellt.. Der hier sah fast weiß aus.. Oder grau.. Auf jeden Fall nicht rot.. Kein Bisschen.. Er rannte vor mir in die Seitenstrasse und ich sah ihn nicht mehr.. Ich war ganz euphorisiert.. Ein Fuchs! Sofort überlegte ich, wo und wie der wohl lebt und ob den schon viele andere gesehen haben.. Ich malte mir aus, dass er in dem kleinen Mini-Park wohnt, gleich gegenüber.. Zwischen Hauptstrasse und Plattenbausiedlung.. Wie der da im Gebüsch sein Basislager hat.. Ich hab überhaupt keine Ahnung, wie ein Fuchs so lebt.. Bauen die vielleicht Nester? Ich lach mich selber aus.. Nester! Was kommt als nächstes? Stell ich mir jetzt noch vor, wie der Fuchs Eier legt? Er wird da schon irgendwie leben.. Fuchsbau! Ja, bei dem Wort klingelts.. Das hab ich schon mal gehört.. Ist wahrscheinlich so eine Mulde in der Erde, wie eigentlich immer bei Tieren.. Ich hab als Kind bei uns im Naherholungsgebiet immer Maulwurfshügel umgegraben und zerwühlt, aber nicht ein einziges Mal einen Gang unter dem Erdhaufen entdeckt.. Zumindest keinen, den man direkt als solchen erkennen konnte.. Diese Enttäuschung, das Tiere dann in freier Wildbahn eben doch nicht so leben, wie man sich das mit Hilfe von Büchern und Zeichentrickserien zusammengereimt hat, sitzt immer noch tief.. Deswegen kann ich mir nicht vorstellen, das der Fuchsbau was tolles ist.. Aber der Fuchs war toll.. Ich stellte mir vor, wie der durch die Strassen zieht, immer auf der Suche nach etwas essbarem.. Was fressen Füchse denn so? Mäuse bestimmt, oder? Vielleicht auch Vögel? Das kann ja wirklich alles mögliche sein.. Ich stelle mir vor, wie er zwischen den parkenden Autos entlangschleicht und überrascht wird von einem Anwohner, der gerade mit seinem Hund Gassi geht.. Das find ich auch so toll an einem Fuchs, das er ja so etwas wie ein „freier Hund“ ist.. Der Anwohner aber würde sich tierisch aufregen über den Fuchs.. Er hielte das Tier für gefährlich.. Weil er es nicht einschätzen könnte.. Und weil es frei ist.. Es könnte Tollwut haben und seinen Hund beißen und anstecken.. Tollwut.. Auch so ein Mysterium meiner Kindheit.. Ich erinnere mich, das in einem kleinen Park regelmäßig Schilder mit „Achtung, Tollwut!“ aufgehängt waren, aber ich habe das nie verstanden.. War das jetzt für Menschen gefährlich? Oder nur für Tiere? Und was war das eigentlich genau? Das klang gleichermaßen bedrohlich, aber auch irgendwie cool.. Der hatte direkt so eine Kraft, der Begriff.. Der Mann würde Angst vor dem Fuchs haben.. Angst um sein Haustier.. Er würde seinen Hund fest an der Leine ziehen und schnell mit ihm weggehen.. Weit weg von dem wilden und freien Tier.. Dann würde er eine wütende Email an die Bezirksverwaltung schreiben, wie es denn möglich sei, das hier solche Tiere frei herumlaufen.. Und die Bezirksverwaltung würde die Stirn runzeln und überlegen, was zu tun sei.. Dann schickte sie einen Tierfänger los, der mehrere Abende erfolglos auf der Lauer liegen würde.. Bevor sie dann zu drastischeren Maßnahmen greifen müsste und Fallen aufstellte.. Und dann nach zwei Wochen feierlich verkündete, das der Fuchs nun gefangen und die Strassen wieder sicher seien.. Der Mann würde sich freuen.. Er wäre glücklich sein Recht durchgesetzt zu haben und wieder in Ruhe mit seinem Hund seine nächtliche Runde drehen zu können, ohne Angst haben zu müssen, das aus irgendeiner Parklücke irgendein Tier schießt und ihn oder sein Haustier überfällt.. Der Fuchs aber würde in einem Wald, irgendwo vor den Toren der Stadt ausgesetzt.. Die neue Umgebung wäre für ihn fremd und gefährlich.. Gestresst würde er Tag und Nacht durch das Unterholz rennen.. Um dann eines diesigen Morgens auf einer Bundesstrasse, die er hektisch passierte, von einem Lastwagen erfasst zu werden.. Der Fuchs wäre auf der Stelle tot.. Und der Fahrer hätte es gar nicht mitbekommen.. Ich merkte, wie ich wahnsinnig wütend wurde.. Auf den Igel, auf den Gassigeher, auf das Bezirksamt, auf den Lastwagenfahrer.. Und auf mich.. Weil ich mir so eine Geschichte so gut vorstellen konnte, das ich sie mir am Ende sogar selber glaubte.. Ein paar Tage später.. Es war spät am Abend.. Und noch lange nicht so kalt, wie es eigentlich sein sollte.. Ich zog mich extra warm an und schwitzte ab dem Moment, in dem ich vor die Tür ging.. Dieses Zwiebelprinzip war noch nie was für mich, weil ich gar nicht weiß, ab welchem Moment ich das einsetzen muss.. So kommt es, das ich es im Vorwinter immer viel zu warm hab.. Ich ließ die Jacke einfach auf und die kühle Luft an mich ziehen.. Ich freute mich auf die bevorstehende Party.. Seitdem ich hier lebte, ging ich viel zu selten aus.. Dieser Abend sollte eine dieser Ausnahmen sein.. Und ich wusste: Es würde lang werden.. Und feucht.. Und fröhlich.. Ich würde nicht gehen wollen, ehe ich nicht sturzbetrunken wäre.. Nachdem ich in einem etwas ekeligen Imbiss eine Stärkung zu mir genommen hatte, ging ich die Strasse hinunter.. Ein kleiner Verdauungsspaziergang.. Wenn ich gleich abbiegen würde, wäre ich vor dem Lokal, in dem die Feier stattfindet.. Und da schoss er auf den Bürgersteig, drehte sich ein paar mal vor meinen Füssen und war ebenso schnell wieder verschwunden.. Über die Strasse, über die Gleise der Straßenbahn, in eine Seitenstrasse hinein und weg war er.. Ich kann bis heute Glenn Close und Meryl Streep nicht auseinanderhalten, aber ich bin mir sicher: Das war derselbe Fuchs.. Und ich hatte so das Gefühl, das er mich auch wiedererkannt hat oder mir etwas sagen wollte.. Das klang wahnsinnig esoterisch und ich wollte mich gerne selber ohrfeigen, für diesen Gedanken, aber ich wurde ihn nicht los.. Irgendwas war da zwischen uns.. Ich konnte auch seine Fellfarbe immer noch nicht definieren.. Sie sah einfach nicht nach Fuchs aus.. Aber angenommen, er wollte mir etwas sagen: Dann was? Was versuchte mir ein wildes Tier, mitten in der Großstadt mitzuteilen? Ich würde unbedingt googlen müssen, was es nun mit dieser Tollwut auf sich hat.. Vielleicht ist die ja doch gefährlich für die Menschen.. Ich verstand immer noch nicht, woher meine Faszination für das Tier kam.. Tief wühlte ich in meinen Erinnerungen.. Fuchs.. Meine Mutter heißt so mit Mädchennamen.. Deswegen musste ich das Tier ja noch nicht gut finden.. Aber die hat mir meistens zum einschlafen vorgelesen.. Unter anderem auch den „kleinen Prinz“.. Und hat der da nicht auch so eine Begegnung mit einem verführerisch-bösen Fuchs? Mir kamen kleine Bröckchen Kotze hoch, denn das Buch ist für mich eines der schlimmsten, das es gibt.. Ich habe sogar schon damit geliebäugelt einen Verein namens „Das Wesentliche IST sichtbar“ zu gründen.. Überall Tassen, Postkarten, Memory-Spiele mit dieser Grützfigur.. Die ist die Diddelmaus des Bildungsbürgertums.. Und dann noch erwachsene Menschen die „Man sieht nur mit dem Herzen gut “-Zitate für eine gute und clevere Lebensphilosophie halten.. Schlimm.. Die kann man doch nicht ernst nehmen.. Ich war wahnsinnig wütend auf den kleinen Prinz.. Und auf Antoine de Saint-Exupéry.. Und auf mich, weil ich wusste, wie der geschrieben wird, ohne nachgucken zu müssen.. Dezember.. Der Stressmonat.. Von nun an sollte sich alles nur noch um Geschenke drehen.. Zum 1.. mussten diverse Adventskalender fertig sein.. Dann war Nikolaus und schließlich Weihnachten.. Meine Familie kam in die Stadt, wir wollten ein großes Familienfest feiern.. Das bedeutete aber auch: Noch mehr Geschenke als sonst besorgen.. Ich wusste wirklich nicht, wann ich diesen Monat besonders zur Ruhe kommen würde.. Vermutlich gar nicht.. Dazu kamen ja auch noch die ganzen Weihnachtsfeiern, zu denen man eingeladen war.. Die machten zwar total Spaß, aber danach fiel man auch erstmal wieder einen ganzen Tag aus.. Daran dachte ich nicht mehr, als ich nach Hause wankte.. Wir haben unsere erfolgreiche Zusammenarbeit in einem Restaurant gefeiert, in dem es fantastisches Fleisch gab.. Und ganz wunderbaren Rotwein.. Wir saßen an einer langen Tafel und nach dem Essen, haben manche angefangen, sich umzusetzen.. Andere gingen zum rauchen vor die Tür.. Man saß in Grüppchen um den Tisch verteilt, tauschte Neuigkeiten aus, trank noch einen Espresso, noch einen Wein, noch ein Wasser, vielleicht noch einen Wein.. Es wurde gelacht, es wurde diskutiert.. Und irgendwann, als die Kellner durch demonstratives Gähnen andeuteten, das sie gerne schließen würden, war eine weitere Weihnachtsfeier beendet.. Und ich lief nach Hause, mit einem letzten, vollen Weinglas in der Hand, das ich seltsam geschickt aus dem Laden geschmuggelt hatte.. Ich mag es durch die nächtlichen, kalten und vorweihnachtlichen Strassen zu laufen.. Tief durchzuatmen, auch wenn ich ein wenig Schlagseite habe.. Meine Schritte waren das einzige Geräusch, das ich in dem Moment hörte.. Ich musste ein wenig über mich selbst kichern, weil mich die weinselige Albernheit erwischt hat.. Das liebe ich am Meisten.. Wenn man grundlos kichert.. Kurz blieb ich stehen um durchzuatmen und meinen Weg in Ruhe fortzusetzen.. Und da stand er vor mir.. Einfach so.. Aus dem Nichts.. „Was willst du eigentlich von mir?“, fragte ich ihn, ein wenig lallend.. Er guckte mich an, mit diesem komischen Blick, den Tiere haben.. Dieser Blick, bei dem man immer versucht ist, dem Tier gewisse Gedanken zuzutrauen.. Gedanken, die vielleicht eher das eigene Empfinden spiegeln.. „Jetzt sag schon! Warum verfolgst du mich?“ Der Fuchs zuckte kurz mit dem Kopf.. Ich hatte jetzt immerhin genug Zeit, mir sein Fell genau anzugucken.. Das war Grau.. Silbergrau.. Und total dreckig.. Gefiel mir nicht, gefiel mir überhaupt nicht.. „Sag! Du nervst mich langsam.. Hau ab!“, sagte ich.. Wenig überzeugend.. Komisch eigentlich, das mich das Tier so aggressiv gemacht hat.. Ich rief Sachen wie „Kusch!“ oder machte Geräusche von denen ich glaubte, das Tiere sie unheimlich finden könnten.. Aber der Fuchs rührte sich nicht.. Er blieb einfach stehen und sah mich an.. Vielleicht sollte  ...   mal wieder eingesogen in das Brownsche (Sexual)Leben, mit so einem seltsamen Blick auf sich selbst, das es eine große Freude ist.. Zumindest als Leser.. Sobald aber die Appendix losgehen, SOFORT das Buch zuschlagen.. Niemals, und ich meine NIEMALS, die Anhänge lesen.. Auch nicht in einer schwachen Stunde.. Dafür dann einfach lieber nochmal die Playboy Stories besorgen und lesen.. Dann kann man das alles geniessen, dann ist und bleibt Paying for it ein weiterer Meilenstein im Kosmos des Chester Brown.. Dabei fällt mir auf, das Comic-Beichte vielleicht die falsche Bezeichnung ist, weil eine Beichte ja irgendwie immer etwas negatives ist und Brown findet ja gar nicht schlimm oder falsch was er macht.. Aber Comic-Prostitutions-Spass klingt so komisch.. Neues Metronomy-Video The Look.. Ich steh ja auf Metronomy, nicht nur, aber natürlich auch wegen den Videos.. Das neue ist wieder sehr schick, aber der Song ist wieder ein absoluter Knaller, an dem ich mich nicht satt hören kann, auch wenn an dem ich mich nicht satt hören kann eine furchtbare 80er-Formulierung ist, an der ich mich schon satt gehört habe.. Passt aber vom Style her so gut zu Metronomy.. Und jetzt alle: And now you´re given me the look look.. DailymotiondirektGuckGuck.. , via.. 365 Stones.. Meine Lieblingstweets des Jahres 2009.. Hinweis: Das sieht jetzt so aus als wenn ich die Idee bei.. Spreeblick.. geklaut hätte.. In Wirklichkeit habe ich dieses Tab aber schon seit 4 Tagen offen im Browser und noch nicht fertig gemacht.. Sind wieder die anderen schneller.. Aber seht es doch mal so: Jetzt habt ihr schon zwei verschiedene Listen mit tollen Tweets vom letzten Jahr.. Ist das nichts?.. Eine unprätentiöse Überschrift für einen Artikel, der doch so viel kapriziöses hat: So muss das sein.. Keine lange Einleitung: 2009 war das Jahr in dem Twitter und ich endgültig in Love fielen, nachdem wir einen etwas mauen und anstrengenden Start hatten.. Aber so ging es mir mit Facebook ja auch.. Und es passiert immerwieder das ich mal meine Favoriten auf Twitter durchlese (das sind die tweets von andern, die ich als gut mit einem Sternchen markiere) und mich köstlich amüsiere.. Deswegen jetzt und hier und als fröhlicher Jahresabschluss meine Best-Of-Liste anderer Leute tweets, die mich fröhlich machen/gemacht haben.. Auf gehts.. Platz 10.. Der.. Thombl.. bringt da ganz gut auf den Punkt, was eigentlich jeder bei Twitter jeden Tag erwartet.. Deswegen zu Recht in dieser Liste vertreten und natürlich auch ein super Opener:.. Platz 9.. Deef Pirmasens.. ist einer meiner Lieblingsfollower und Twitterer.. Der hat eine gute Mischung aus trockenen Alltagsbeschreibungen und manchmal, ganz manchmal, da entfleucht ihm such a masterpiece wie dieses:.. Platz 8.. Euphoriefetzen.. ist unbedingt lesenswert.. Und zum Beweis habe ich einen grossartigen Tweet von ihm, der vor allem Freunden asiatischen Essens erst ein lautes Aha! und dann ein komisches Gesicht und dann ein Schmunzeln (mindestens!) entlocken wird.. Übrigens: Euphoriefetzen twittert auch noch über viele andere tolle Dinge.. Wie jeder in dieser Liste unbedingt Folgewert.. Oder wie auch immer man das bei Twitterern nennt.. Platz 7.. Ich habe sehr rudimentäre Ahnung von Fussball, die meisten Namen sind mir aber geläufig.. Was für ein Spass aber wäre das, wenn dem nicht so wäre? Findet auch.. reeft.. :.. Platz 6.. Ein.. Sascha Lobo.. -Tweet gehört in diese Liste.. Beherrscht er das Medium doch wie kein Zweiter.. Und sondert meistens ganz wuderbare Tweets ab.. Hier ist nun einer, zu dem man vielleicht die kleine Vorgeschichte erklären muss: Robert Basic, seines Zeichens Superblogger, hat vor nem Jahr oder so seinen Blog verkauft.. Ich glaube der hat damals ne gute Stange Geld dafür gekriegt.. So 50.. 000 Euro, wenn ich mich nicht irre.. Hab gerade keine Lust nachzugucken.. Zuletzt hat er wieder für Buzz um seine Person gesorgt, weil er nun seinen Twitter-Account zum Verkauf anbot.. Und das man auch noch Sponsor bei seinem neuen Projekt Buzzriders werden könnte.. Und hat eine Beispielrechnung gemacht, in der er für seinen Twitteraccount 50.. 000 Euro bekam.. Bei, ich glaube, 4000 Followern.. Nicht wirklich umwerfende Zahlen.. Das ganze war ein bischen peinlich und hat für Aufmerksamkeit gesorgt (später behauptete Basic das er das ja hauptsächlich des Buzz wegen gemacht hätte und er noch kein passendes Angebot für seinen Account bekommen hätte - ja ne, is klar ).. Und eben zu folgendem unfassbar lustigem Tweet von Sascha geführt, über den ich wirklich jedes Mal lachen muss, wenn ich ihn sehe:.. Platz 5.. 2009 - Das Jahr in dem Schmidt und Pocher endlich wieder aufhörte.. Hipcheck.. hat das ganze noch etwas origineller formuliert und getweetet:.. Platz 4.. Ich lese gerne Sibylle Berg.. Ich mochte Gold.. Frau Berg.. twittert.. auch.. Manchmal sehr schräg, manchmal sehr Schwanz, aber manchmal auch einfach nur sehr lustig.. Ich habe Milch über die Tastatur gespuckt, als ich ihren Tweet las, der sich auf Frank Schirrmachers Buch Payback oder, wie es hinter vorgehaltener Hand heisst: Ein alter Sack kommt nicht mehr klar , bezog:.. Platz 3.. Johnny bloggt als.. Nein, dieser Tweet war auch schon VOR dem Spreeblickartikel in dieser Auswahl und auch auf diesem Platz.. ;)).. Und in diesem Sommer ging es auf Twitter wirklich heiss her, vor allem in Anbetracht der Bundestagswahlen, im September.. Natürlich war die Piratenpartei dabei am meisten (selbstgemachtes) Thema.. Aber es ging auch um grundsätzliche Fragen.. Ich glaube irgendwann war bei jedem der Punkt erreicht, wo man den Scheiss nicht mehr lesen wollte.. Das kann man aber auch eleganter ausdrücken, wie der Grand Seigneur der deutschen Bloggosphäre hier beweist (und mich vermutlich wegen dem eben verliehenen Titel töten wird) und bei dem ich mir immer vorstelle, das er ihn drehend auf seinem Bürostuhl mit piepsiger Stimme laut ruft, was das Ganze noch lustiger macht:.. Platz 2.. Es war ein harter Kampf zwischen die beiden letzten Plätze.. Klar war, das mein.. GTT-Partner Herm.. nicht fehlen darf.. Vermutlich DER Qualitätstwitterer des Jahres.. Jeder Tweet ein Treffer.. Aber so viel Perfektion ist natürlich auch unheimlich.. Und ich weiss nicht ob er in folgendem Tweet einfach nur einen Blick auf seine eigene Wand beschreibt.. Ich bleibe da vorsichtig.. Platz 1.. Hurra! Der Gewinner des Jahres steht fest! Es ist.. Bosch.. ! Bosch ist eigentlich ein Twitterer wie du und ich.. Mal kommt der absolute Knaller von ihm, mal Belangloses.. Was auch immer, der grösste Jazzexperte der Alster, Elbe und meinetwegen auch des Rheins, hat hier mit seinem Tweet voll ins Schwarze getroffen.. Ich meine, das ist auf so vielen Ebenen lustig, das musste einfach Platz 1 werden.. Ich verrate nicht zu viel, seht selbst:.. Ein sehr gutes Twitterjahr, wird man später einmal sagen.. Ich bin gespannt was dieses Jahr passiert.. 10 Friedenstauben.. In´ner als ihr Name: Outros.. Schön sind ja vielschichtige Lieder.. Songs, die scheinbar niemals aufhören wollen.. Episch lange Rockopern, die klassischen Symphonien in nichts nachstehen.. Doch dabei gibt es ein paar bemerkenswerte Ausnahmen: Und zwar Songs bei denen man sich wünschen würde, sie fängen mit dem Ende an und kämen gar nicht zu dem anderen Kuddelmuddel.. Deswegen starte ich jetzt hier die Sammlung von Outros, die die Ursprunglieder bei weitem überflügeln.. Und da muss man, natürlich, als erstes zu Guns N Roses kommen und ihrem genialen Finale von November Rain, ein Song der vorher eigentlich ein bischen nervt mit seiner absoluten Keimfreiheit.. Aber das Outro, wenn Slash die Gitarre singen lässt, das hat dann doch schon eine ganz eigene Qualität:.. SlicdDirektBeeerdigung.. Aber es gibt noch andere, klassischere Fälle: Hier einer, bei dem es sogar nur das Outro in einen Soundtrack geschafft hat.. Ich bin gerade unsicher ob es Casino oder Good Fellas war, aber in einem von den beiden ist als Musik an einer bestimmten Stelle nur das Outro von Claptons Layla zu hören.. (Übrigens wohl einer der seltenen Fälle, in denen das Outro länger als der eigentliche Song ist).. SplicdDirektKlimperKlimper.. Welche Outros fallen euch noch ein?.. ZURÜCK!.. Der Weltfrieden ist wieder da.. Ich hatte eine Gastwoche bei Nerdcore drüben und als ich zurückkam, ging mein login nicht mehr, das heisst ich kam nicht mehr hinter den Weltfrieden um hier neue Sachen zu scheiben.. Diverse Experten zerbrachen sich die Köpfe aber hatten so ein komisches Syptom noch nie gesehen.. Es wurde schon spekuliert, das man alles neu aufspielen müsse, was sicher gefährlich gewesen wäre.. Als Ersatzbefriedigung habe ich mehr getwittert denn je, aber das ist ja auch nicht der wahre Jakob.. Jetzt geht aber alles wieder, dank.. Malcolm.. und dank.. Ingo.. ist jetzt auch Backstage alles neu und die verschissenen Spamwichser treiben hier nicht mehr ungesehen ihr Unwesen.. Zwei Männer die den Weltfrieden gerettet haben.. Ich liebe es, dieses Internet.. Vielen, vielen Dank nochmal Männer! Und bevor wir endlich mit Alice weitermachen und abschliessen (wir haben ja noch 5 Kapitel) erstmal ein weiteres, sehr lustiges literal Video, das ich heute bei.. René.. gesehen habe.. In diesen Clips wird einfach nur gesungen, was man sieht.. Da gibt es ein paar sehr lustige Klassiker, ein paar bloss gut gemeinte und jetzt ein Neues, so dermassen brilliantes, das ihr es unbedingt sehen müsst: Bonnie Tylers Total eclipse of the Heart in der literal Version:.. YouTubeDirektWhatTheEffing.. 140 Zeichen setzen.. Man kann sich über den Sinn und Nutzen von.. Twitter.. lange streiten.. Ich zum Beispiel weiss bis heute nicht, was eigentlich die Intention des Dienstes war.. Wer hat das warum erfunden? Was auch immer sich der Herr Twitter dabei gedacht hat: Der Erfolg gibt ihm recht.. Twitter ist in aller Munde, mal als Aphorismen-Maschine, mal als News-Aggregator.. Wie auch immer: Ich finde es ist ein.. lustiger Ort.. an dem ich manchmal spannende Dinge erfahre, schöne Links entdecke oder wunderbare Bonmots lese.. Die 140 Zeichen, die man zur Verfügung hat, werden immer mehr mit Bedacht gewählt und so nahm die Entwicklung ihren lauf.. Besonders geschriebene, sogenannte tweets , wurden kurzerhand zur Twitteratur erklärt.. Und was wäre eine Form der Literatur ohne Kritik? Eben.. Nichts.. Weswegen sich ein Haufen wagemutiger Twitterer und Blogger zusammentaten und die.. Twitkrit.. gründeten um ausgewählte tweets in ihren gesamtgesellschaftlichen Kontext einzuordnen und kritisch-fundiert unter die Lupe zu nehmen.. Das war vor einem Jahr.. Nun wird Geburtstag gefeiert und mehrere Blogger/Twitterer/Menschen wurden angefragt, mal eine Gast-Twit-Krit zu schreiben, so auch ich.. Und wenn ihr die mal lesen möchtet, dann bitte ich euch.. hier entlang.. Nochmal an dieser Stelle: Happy Birthday Twitkrit.. Auf die nächsten 139 Jahre..

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  • Title: Stirb, Medium, stirb! - Gepflegte Konversation fuer den Weltfrieden
    Descriptive info: Naja, also Radio ist ja auch überall der gleiche Quark bei den öffentlich-rechtlichen Sendern.. Wenn die das gleiche machen wie die Werbesender, nämlich Charts hoch und runter, wozu dann noch öffentlich-rechtlich? Und dann noch Bürgerradios, wo die auch nur ihre mediokre Lieblingsmusik auflegen.. So einen Sender wie WFMU gibt es leider nicht bei uns im Äther.. Aber ich fand Bayern 3 ganz witzig, aber auch nur deshalb, weil er irgendwie Profil zeigt.. Bremen 2 war immer schön anders, aber gibt es schon lang nicht mehr.. Ich glaube irgendwie, es sollte Lokalquoten geben, also für hessische Sender x Prozent in Hessen produziert usw.. Wenn alle das gleiche senden, dann ist auch der ganze föderale Rundfunk sinnlos.. Rebi.. - 10.. December 2012 um.. 22:17 Uhr.. Das ist natürlich ein sehr subjektiver Artikel bzgl.. Deines eigenen Medienkonsums, ich teile aber ausdrücklich die Grundtendenz.. Mich nervt dieses irgendwelche Medien sterben! Haha! Das Internet ist DIE Zukunft -Gerufe extrem.. Weil, so banal das klingt, wenn es nicht grade um Medientheorie, sondern um Konsum geht, nicht das Medium die Botschaft ist, sondern die Inhalte.. Und gute Inhalte konsumiere ich dort, wo sie stattfinden und wenn Pynchon demnächst per Amazon Publishing seinen nächsten Roman rausbringt, dann les ich ihn halt dort und sonst weiter auf Papier, und wenn Deutschlandfunk alle Sendungen ins Netz packt, dann hör sie möglicherweise mit einer App, aber genauso gerne mal im Auto und lasse ich überraschen von dem Programm, so what? Beides gut, jeweils auf seine Weise.. Genauso wie es super ist, Vinyl-Platten im Schrank zu haben und rauszuholen, aber gleichzeitig iTunes Match zu benutzen.. Ist mir rätselhaft, wie man sich da als Netzbewohnr so verbissen auf die Seite eines ( seines ?) Mediums an sich schlagen kann, außer natürlich, man will als großer Internetexperte seine Prognosen und sicherlich sehr hilfreichen Beratungen (der geniale und funktionierende Vorschlag, wie man mit hochwertigem Journalismus aberseits von Klickstrecken im Netz richtig finanziell erfolgreich ist, steht trotz 5904 Blogartikeln zum Thema immer noch aus) zu Geld machen.. Zum Thema Zeitungen muss man aber schon einwerfen: Wenn man mal ein paar Monate ein FAZ-Abo hatte und dazu parallel Spon liest, dann versteht man das mit dem Qualitätsjournalismus schon wieder.. Ein paar Zeitungen produzieren (in ihren Printausgaben) ziemlich hohe Qualität in hoher Quantität, gerade im Kulturbereich, die ich so eher selten bis nie im (deutschen) Netz kriege.. Raventhird.. 22:34 Uhr.. Welche Medien überleben werden, kannst Du doch an deinem Kind sehen! Da wundert mich Deine Kurzsichtigkeit etwas.. Kinder, die nicht verstehen, warum im Fernsehen nicht das läuft, was sie gerade sehen wollen - so wie auf Youtube.. Kinder, die auf Zeitungsbilder tippen und sich fragen, warum da nichts passiert - wie auf dem iPad.. Für uns waren Zeitungen und Fernsehen schon immer da und das Internet kam irgendwie dazu, aber für jüngere Generationen ist Internet default.. Wieviele Menschen unter 40 kennst Du, die eine Tageszeitung abonniert haben im Vergleich zu ihren Eltern? Tageszeitungen auf bedrucktem Papier werden sterben, das mag irgendwie schade sein, aber mehr auch nicht.. Sanníe.. 23:12 Uhr.. Sannie, meine Tochter ist 11 und liebt es fernzusehen und am nächsten Tag mit ihren Klassenkameradinnen über die neue Folge Shake it up , oder was auch immer gerade angesagt ist, auf dem Schulhof zu quatschen.. Sie guckt gerne Castingshows (leider) und mit mir Wetten dass (Hurra).. Das Argument läuft also ins Leere.. Vor allem nutzt sie es genauso, wie ich es geschrieben habe: Sie macht an und lässt laufen.. Das ist ihre Auszeit vom Tag.. Da wollte sie noch nie an den Computer oder ans iPad.. Das ist erst nach der Entspannung interessant.. Und Zeitungen: Ehrlich, als ich 20 war, kannte ich keinen einzigen 20-jährigen, der eine Zeitung abonniert hat.. Es handelt sich also durchaus um ein Medium, das vermutlich erst wirklich interessant wird, wenn man eine gewisse Langsamkeit (das soll jetzt nicht albern pathetisch klingen, auch wenn es das tut :)) für sich entdeckt hat.. Ich glaube nicht an ihren Tod.. Kommentar von nilzenburger - 10.. 23:17 Uhr.. Nilzenburger, guter Beitrag.. Sannie, nimms mir nicht übel.. Aber du bist eine/r von denen, die ihre Lebenswirklichkeit auf alle anderen zu übertragen versuchen.. Damit bist du weder der Zeit voraus noch schlauer als andere.. Lass doch einfach die Welt eine Kugel sein.. Das sollte ohnehin mehr im Internet getan werden.. Einfach mal keinen Fuck geben.. Kommentar von Herbie - 10.. 23:26 Uhr.. die ansage Zeitungen sterben bedeutet doch nicht, dass es in 10, 20 jahren keine zeitung mehr gibt.. es bedeutet viel mehr dass die auflagen weiter schrumpfen werden, weil die leute zwar nicht alle, aber doch zunehmend auf onlinemedien umsteigen.. schau dir doch die auflagen der tageszeitungen an - sie sinken.. was noch gut läuft sind wochen- oder monatsblätter.. die leute wollen ihre täglich news zunehmend online, und größere hintergrundsachen noch gern auf papier.. Ein weiteres problem sind werbegelder.. internet tötet die printwerbung.. jahr für jahr vergrößern sich die onlinebudgets und sinken die prinbudgets, denn onlinewerbung ist oft gezielter und erfolgreicher.. Und je weniger geld mit werbung eingenommen wird, desto mehr leser oder höhere kosten braucht das blatt eigentlich - ein teufelskreis.. Irgendwann schrumpfen die auflagen von zeitung zu zeitung unter die rentabilitätsgrenzen und dann machen die blättchen zu.. diese entwicklung ist in amiland schon seit jahren im gange, und fängt jetzt auch hier an.. Das alles bedeutet nicht, dass es in 20 jahren keine zeitung mehr geben wird, es werden nur weniger zeitungen sein, eben so viele wie sie noch bei den übriggebliebenen lesern rentabel zu bertreiben sein werden.. vielleicht noch eine linke, eine rechte und ein libertäre oder sowas, oder vielelicht werden sich ein paar paneuropäische oder weltweite blätter durchsetzen, mit deutschland als lokalteil.. wer weiss was landesgrenze dann noch bedeuten? nun, man weiss es nicht.. Was die entwicklung aber auf jeden fall bedeutet, ist bedeutungsverlust.. die wichtigen feuilletonschlachten werden online geführt werden.. und hier sind wir an dem punkt, der die netzgemeinde aktuell am meisten wurmt.. relevanz.. das netz ist das besser medium um zu streiten, um zu diskutieren und um diskurse die die gesellschaft betreffen auszufechten.. es ist interaktiv und in echtzeit.. es ist dafür schlicht besser geeignet.. und dennoch ist jeder aufmacher der bildzeitung oder der FAZ mehr wert als ein spon artikel.. trotzdem wird nur der ernst genommen, der was in der FAZ schreiben darf.. erscheint der gleiche artikel irgendwo im netz, ist er nicht wichtig, nicht relevant, heisst es im spiegel eben nur Quelle:internet, wenn daraus zitiert wird.. Das findet die netzgemeinde schlicht ungerecht, und daraus resultiert die schadenfreude über jedes neue tote blatt.. Das Fernsehen wird mMn einfach langsam ins internet hineinwachsen.. alle besseren fernseher nennen sich heute doch schon smart-TV, das heisst nichts anderes als das da ein  ...   mir zu vage.. Smart TV ist nichts anderes als ein luschiger Marketingbegriff, der genau gar nichts bedeutet.. Und ja: Google macht jetzt auch Vollprogramm (ab 12.. 12.. zum Beispiel die Short Cuts, ein Filmmagazin das man vor allem auch wegen seinem hervorragend aussehenden Moderator gucken sollte youtube.. com/shortcuts ), aber auch da: Die Sendungen müssen an und ausgewählt werden.. Das Wirkprinzip TV hab ich ja nun schon erklärt.. Es gibt nichts im Netz, was das ersetzen kann oder will.. Da wird nichts ineinander aufgehen.. Und wie gesagt: Keine der Serien, die alle im Netz so lieben, wäre ohne TV-Budgets denkbar.. Versuch mal eine Staffel Game of Thrones zu crowdfunden, dann weißt du was ich meine :).. @Ingo: Ja, seh ich quasi wie du: Medien sollten vor allem für den Konsumenten gemacht werden und nicht für den Werbekunden.. Werden sie auch wieder.. Und werden damit Erfolg haben.. Und dann orientieren sich wieder alle um.. Daran stirbt kein Medium.. @Oliver: Zusammenfassend kann man sagen, dass du kein Medium ertragen kannst.. Ist ja okay.. Dann ist für dich das Netz der ideale Ort, das finde ich, ganz unironisch, super! Das das LSR und die Methoden der Verlage das durchzuboxen vollkommen gaga und überzogen sind, hab ich ja auch im Text schon geschrieben.. Da sind wir uns auch einig.. Ich verstehe also nicht so ganz, worauf du hinaus willst.. Nicht die Zeitungen wünschen sich den Tod vom Internet, sondern ewig gestrige Vorstände und Chefredakteure, die ihre Pfründe davonschwimmen sehen, aber auf die kann und darf keine Rücksicht genommen werden.. Und die sind irgendwann weg.. Aber die Zeitung ist dann noch da.. Und kann gut gemacht werden.. Da gibt es doch gar kein Problem?.. @Steffen: Ja, es gibt tolle Radio-Reportagen, das stimmt.. Und die Leute lieben die als Podcasts.. Das wird aber gerne aus der Diskussion ausgeklammert.. Die guten Sachen taugen nicht so zum Medium dissen ;).. Kommentar von nilzenburger - 11.. 15:39 Uhr.. End of Zeitung ? End of Print ;).. Gedrucktes wird s noch ne ganze Weile geben, Zeitungen aber sind völlig überflüssig und die wird es noch circa 20 Jahre geben, dann ist Ende Gelände.. Ganz nüchtern und realistisch betrachtet vielleicht noch 30 Jahre, ich tippe aber auf (viel) weniger.. Weil die Zeitung mit dem Netz ihren Zweck verliert, das „Problem“, das eine Zeitung löst (nämlich über *Ereignisse* zu informieren, explizit ausgenommen sind Analysen/Bewertungen/etc), wird durch das Netz 50x besser gelöst und was die Zeitung besser kann (explizit betont), nämlich Analysen/Bewertungen/etc, die sind in Magazin-Form sehr viel besser aufgehoben.. Auch von der Produktionsseite ist die Zeitung ein völliger Anachronismus.. Haste Dir mal ne Rollenoffsetmaschine angesehen, die Zeitungen druckt? Die sind so groß wie ein Mehrfamilienhaus… nee… die sind so groß, wie ein kleines Hochhaus.. Und wozu? Für ein Produkt, das mir die Nachrichten von gestern liefert?.. Nope.. Zeitungen sind tot und sie wissen das auch, Print allerdings noch lange nicht ;).. 18:29 Uhr.. Hallo Nilzenburger,.. danke für diesen schönen Beitrag.. Ich stimme Dir im Wesentlichen zu (auch Deinen Aussagen über Jens Best, übrigens).. Im Bereich der Zeitungen sehe ich das aber etwas pessimistischer als Du.. Bei mir persönlich wird das Medium Zeitung auf Papier tatsächlich vornehmlich zum Auskleiden der Biomülltonne verwendet.. Ich habe den SPIEGEL derzeit noch im Print abonniert, aber ich lese ihn de facto kaum noch.. Die Tageszeitung ist kein Bestandteil meines täglichen Tagesablaufs mehr, stattdessen lese ich tatsächlich hauptsächlich online auf dem Smartphone.. Andererseits: Die Tageszeitung hat bei mir auch vorher nur eine geringe Rolle gespielt, von daher ist die Änderung eigentlich nicht so schwer wiegend.. Oder anders: Ich lese nun, da die Inhalte online verfügbar sind, viel mehr Material, das aus Zeitungsredaktionen kommt, als vorher.. Zum Radio: Dem Radio ist ebenfalls die Passivität, die Du beim Fernsehen beschrieben hast, zu eigen.. Ich mit meinen Kindern spielen oder was kochen oder im Stau stehen, das Radio läuft und informiert und unterhält mich nebenbei.. Keine Ahnung, warum da keiner Stirbt! schreit, vielleicht weil das Radio schon einmal einer Zäsur durch das Fernsehen unterworfen war und jetzt in seiner Nische ziemlich fest sitzt.. Pausanias.. 18:48 Uhr.. Die Lokalzeitungen machen ja keine Zeitung mehr, sondern schaffen lediglich nur noch ein Werbeumfeld.. Eine Zeitung heisst für mich Eier und Meinung zeigen und mich sonst mit Themen überraschen, die ich sonst nie auf dem Radar hatte.. Wer eine solche kennt, bitte melden.. Kommentar von Guido - 12.. 17:40 Uhr.. Auf lange Sicht wird sich Ipad, Internet Co durchsetzen.. Ist ja auch viel umweltfreundlicher.. In zwanzig Jahren bekommen wir eh alle Infos und Bilder direkt ins Stammhirn geliefert ;-).. Gerschmi.. - 12.. 17:44 Uhr.. Ein prima und wahrer Artikel, der sich in großen Teilen mit meiner Meinung deckt.. Danke.. und Grüße,.. Kai.. Kommentar von Kai - 17.. January 2013 um.. 01:04 Uhr.. Erstmal vorweg muss ich sagen das ich den Artikel sehr gelungen finde und ich ihm größten Teils auch absolut beipflichte.. - Zeitung/Print.. Ich bin genau wie du der Meinung das Print niemals aussterben wird, ziemlich genau aus den selben Gründen.. Natürlich denke ich das sich Onlinemedien immer mehr auch in diese sparte entwickeln werden (grade durch den Vorteil Nachrichten immer und vorallem sehr schnell zu übermitteln), vorallem in den neueren Generationen die ja nur noch mit Smartphone und dem Web 2.. 0 aufwachsen.. Dennoch haben gerade Zeitschriften den Vorteil das sie gut recherchierte Hintergundberiche/Analyse etc.. liefern können und sich dadurch auch schon einen Namen gemacht haben.. Von daher finde ich es auch gar nicht so schlimm das manche Zeitungen jetzt wegfallen (natürlich ist es für die Mitarbeiter ganz und gar nicht schön), denn es für meiner Meinung dazu das sich eben diese renommierten und auch guten Zeitungen sowie Zeitschriften durchsetzen werden und etwas erreicht wird was für den Markt an sich nur gut ist.. Guter, kritischer und seriöser Journalismus ist für ein demokratisches Land von elementarer Bedeutung und der ist in dieser Form nur über Printmedien möglich.. Hierzu enthalte mich weil es sonst den Rahmen sprengen würde ;).. Hier weiche ich etwas von dir ab.. Zwar geht es mir auch teilweise tierisch auf den Nerv wenn im Radio (bei einem Sender) innerhalb von einer Stunde 4 mal das gleiche Lied gespielt wird aber das könnte ich ja beispielsweise durch umschalten ändern (siehe Fernsehen).. Für mich hat das Radio ganz eifnach eine informative Funktion es ist einfach sehr nützlich wenn man während dem autofahren bsp.. eine Staumeldung bekommt und man diesen Stau dann umfahren kann.. Außerdem finde ich es absolut entspannend Musik zuhören (Musiknerd ;) ) und es hilft einem längere Fahrten zu überstehen.. Natürlich könnte man das alles auch mit CD s oder einem Smartphone leisten aber das Radio ist für mich einfach Kult :).. Grüße,.. Fabian.. Kommentar von Fabian - 06.. 19:56 Uhr..

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  • Title: Dinge - Gepflegte Konversation fuer den Weltfrieden
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  • Title: Talkin Heart - Gepflegte Konversation fuer den Weltfrieden
    Descriptive info: Wie mich eine Papp-Spielhölle mal zum weinen brachte.. Scheiss doch auf alle Diskussionen, auf den ganzen Hass, mit dem sich alle gerade im Internet gegenseitig bewerfen.. Vergesst das alles.. Denn es gibt Geschichten, bei denen ist man glücklich das es das gibt, dieses Netz.. Wo sich Fremde im nullkommanichts miteinander vernetzen können, um etwas Gutes zu schaffen.. Um einen wunderschönen Moment zu erzeugen, der so nie wieder kommt.. Und der durch nichts in der Welt aufgehalten werden kann.. Und der, ist er einmal passiert, auch nie wieder weggenommen werden kann.. Ich glaube das ein Film wie dieser Tausend mal mehr erreicht, als jeder aufklärende Film.. Ich glaube das die Magie, die dahinter steckt, mehr Frieden stiftet, als alles andere.. Das jeder, der das sieht, so berührt ist (selbst wenn er es nicht zugibt), das er dieses Gefühl weiter mit sich rumträgt und im besten Falle auch weitergibt.. Ich glaube sehr an die positive Wirkung guter Taten.. Nichts finde ich inspirierender, als Menschen die andere Menschen gerne glücklich machen.. Danke für diese wundervollen 10 Minuten, von denen sich jede Sekunde lohnt.. Danke Internet, dass du so tolle Sachen machst.. Deswegen lieb ich dich so, nicht wegen dem anderen Scheiss.. Genug gequatscht, sofort gucken:.. VimeoDirektCainesSpielhalle.. Eine Geschichte mit einem schlechten Ende.. Vor längerer Zeit hat sich ein Mädchen, das ich sehr gut fand, von mir zwei Geschichten gewünscht.. Eine mit einem guten Ende und eine mit einem schlechten Ende.. Dazu gab sie mir zu jeder Geschichte zwei, drei Begriffe, die drin vorkommen bzw.. eine Rolle spielen sollten.. Ich mag die Geschichten immernoch (das Mädchen hab ich lang nicht mehr gesehen).. Deswegen schenk ich die euch jetzt weiter.. Hier die Geschichte mit dem schlechten Ende.. Das einzige Stichwort war:.. Kaffetasse.. Voll, leer, Spülmaschine.. Voll, leer Spülmaschine.. Sie war ihr langweiliges, eintöniges Leben so satt.. Es gab wirklich wenig unerfüllendere Daseinsformen, als ein Leben als Kaffeetasse zu führen, fand sie.. Damals, als sie noch roher Ton in der Erde war, da ging es ihr gut, da war immer was los.. Und auch danach, als sie zu Tage gefördert wurde, da gab es so unheimlich viel zu entdecken.. Die Sonne, die menschlichen Hände, die sie anfassten, die Drehscheibe auf der sie landete, das trocknen, das brennen, das glasieren.. Hach ja, das war ein spannendes und aufregendes Leben.. Und dann stand sie auf dem Markt und war davon überzeugt die tollste und schönste Kaffeetasse zwischen ihren ganzen Freunden zu sein.. Und so war es auch: Sie wurde als erstes ausgesucht, als erstes gekauft.. Voller Stolz liess sie sich einpacken und zu ihrem neuen Besitzer mit nach Hause nehmen.. Sie war jetzt eine Tasse von Welt, eine Grand Tass, oder wie auch immer das auf französich hiess.. Aber hätte sie doch nur jemand gewarnt.. Hätte ihr doch nur jemand gesagt wie schrecklich das ist, die Tasse von jemandem zu sein.. Es trank eigentlich immer der gleiche aus ihr, der Mann der Familie.. Jeden Morgen am Frühstückstisch.. Dann trank er seinen Kaffee aus ihr.. Sie hasste dieses bittere, ekelige Zeug.. Aber es half nichts.. Manchmal, vor allem wenn der Mann nicht da war, dann trank auch schon mal die Frau aus ihr.. Das war immer ein Freudenfest: Weiche, zarte Lippen, geschmeidige Hände die sie ganz umfassten und vor allem: Tee! Leckerer, süßer, angenehmer Tee! Leider waren diese Tage viel zu selten, der Mann war eigentlich immer zu Hause, zumindest morgens.. Und dann wurde sie nach dem Frühstück immer in die Spülmaschine geräumt.. Den halben Tag in einem kleinen, dunklen Raum und dann auch noch heiß und nass abgespritzt werden, nein, das war nichts für sie.. Das war wirklich unangenehm.. Abends wurde sie dann wieder rausgenommen, und direkt in den dunklen Schrank gestellt.. Da stand sie dann neben dem ganzen Anderen Geschirr, mit dem nun wirklich keine vernünftige Konversation zu führen war.. Die tiefen Teller, die immer nur sangen (und zwar ausschliesslich Shanti-Chöre, also so Seemannslieder wie „Alle die mit uns auf Karperfahrt fahren“ oder „Ik hev in Hamburg nen Veermaster sehn“), die Sektgläser, die immer nur mit ihren hohen Fistelstimmchen über den neuesten Klatsch und Tratsch aufgeregt redeten oder die kleinen Espressotassen, die die ganze Zeit damit beschäftigt waren, die Untertassen mit ihrem italienischen Akzent anzubaggern.. Die Tasse des Vaters war nicht arrogant oder so, sie hatte wirklich sehr oft versucht mit dem anderen Geschirr in Kontakt zu treten oder sich anzufreunden, aber die Wellenlängen waren einfach zu unterschiedlich.. Mit ihr wollte keiner was zu tun haben.. So ging es viele lange Jahre.. Die Tasse unterhielt sich hier und da mal mit anderem Geschirr.. Auch wenn neues dazu kam, hatte sie immer die Hoffnung, doch jetzt endlich mal einen Freund gefunden zu haben.. Aber es hat kein einziges Mal wirklich funktioniert.. Es interessierte sich niemand für die Tasse.. Vielleicht war sie mittlerweile auch einfach zu depressiv.. Wer weiss? Und dann, plötzlich, nach den ganzen Jahren Frust, kam auf einmal ein grosser Tag.. Ein Tag, mit dem die Tasse schon gar nicht mehr gerechnet hat:.. Der Schrank wurde wirklich immer voller.. Grund genug für die Hausherrin, einmal auszumisten.. Sie nahm nacheinander die Geschirrstücke aus dem Schrank, begutachtete sie und entschied dann ob sie bleiben konnten, oder nicht.. Ihrem Mann hatte sie schon bei seinem letzten Geburtstag eine neue Tasse geschenkt, seitdem wurde die Ältere eigentlich gar nicht mehr benutzt.. Die Frau nahm sie aus dem Schrank, betrachtete sie ein wenig melancholisch, sagte dann zu ihr: „So, was machen wir mit dir?“, überlegt kurz und packte die Tasse dann erst in Zeitungspapier und dann in eine Kiste.. Was war hier los? Was würde nun passieren? Oh, war das aufregend! Jippieh!.. Nachdem die Kiste quälend endlos lang im Keller rumgestanden hat (zumindest kam es der Tasse so vor, in Wirklichkeit stand die Kiste da nur vier Tage ), wurde sie wieder bewegt.. Der Mann trug sie aus dem Haus! Ins Auto! Es war einfach unvorstellbar für die Tasse, was nun noch alles passieren würde.. Nach längerer Fahrt hielt das Auto an.. Der Kofferraum wurde kurz geöffnet, dann wieder geschlossen.. Und dann hiess es wieder warten.. Die Gedanken und Vorstellungen der Tasse überschlugen sich.. Sie würde in ein Museum kommen! Nein, sie sind umgezogen! Nein, sie würde den Tanten geschenkt! Sie malte sich die unterschiedlichsten Szenarien aus.. Aber sie erschienen ihr alle unrealistisch, sie meinte das jede ihrer Vorstellungen Quatsch wäre.. Sie konnte sich einfach nicht vorstellen, was als Nächstes mit ihr passieren würde.. Sie konnte es nicht.. Mit einem schnellen Ruck wurde der Kofferraum geöffnet.. Die Kiste wurde rausgehoben.. Es war auf jeden Fall ein heller Tag, die Sonne musste wahrscheinlich scheinen.. So viel konnte man auch durch das Zeitungspapier hindurch mitbekommen.. Viele Stimmen redeten, riefen sich Sachen zu.. Es quietschte an allen Ecken und Enden.. Autos fuhren langsam, parkten, fuhren wieder weg.. Dann wurde sie endlich aus der Kiste gehoben.. Das Zeitungspapier wurde entfernt.. Nachdem sie sich an das Licht gewöhnt hatte, sah sie endlich wo sie war.. Der Mann sagte stolz: „Du kriegst natürlich einen Ehrenplatz, mein Prachtstück.. “ und stellte sie auf einen Tisch.. Das war kein massiver, schwerer Tisch, das war eher so ein Provisorium.. Wie an den vielen anderen Tischen auch, die sie jetzt sah.. Ein ganzer Parkplatz voller Tische und Menschen, die allerlei Plunder auf den Tischen ausbreiteteten.. Davon hatte die Tasse schon mal gehört, ein  ...   die Enkel würden schon die Augen verdrehen, wenn die Grosseltern schon wieder diese langweilige „orange-Nelke“-Geschichte erzählen würden, aber für die beiden hätte sie immer noch diesen ganz besonderen Stellenwert.. Ja, genauso würde es sein.. Und deswegen würde er jetzt diese verdammte Blume wiederfinden.. BITTE!.. Er suche wirklich den ganzen Weg ab, den er gekommen war.. Aber er fand nichts.. Keine Blume, keinen Hinweis.. Es war nichts zu entdecken.. Er stand wieder vor seiner Tür.. Aber heute war nicht der Tag und nicht die Zeit zum aufgeben.. Er machte auf dem Absatz kehrt und ging den Weg zurück.. Diesmal versuchten seine Augen noch weitläufiger das Gebiet abzusuchen.. Da entdeckte er auf der anderen Strassenseite den Spielplatz.. Ein kleines Mädchen sass auf der Schaukel und genoss die Frühlingssonne.. Sie jauchzte umso mehr, je höher sie mit der Schaukel kam.. Hinter ihrem Ohr steckte: Eine orangene Nelke.. Er näherte sich dem Spielplatz und sprach das Kind vorsichtig an.. Sie hörte ihn nicht, nahm ihn gar nicht wahr.. Sie war nur damit beschäftigt immer höher zu schaukeln.. Sie kiekste laut vor Glück, er trat näher heran um sie zu fragen, ob das nicht zufällig seine Blume sein könnte, die sie da in ihrem Haar trug.. Sie konnte ihn immer noch nicht hören Entschlossen trat er noch näher heran, setzte an, sie kam gerade von ihrem Schwung zurück und da passierte es.. Es ging so schnell, er hat das gar nicht richtig mitbekommen.. Plötzlich lag er am anderen Ende des Zauns.. Ein brennender Schmerz an seinem Kinn.. Das Mädchen von der Schaukel kiekste nicht mehr, es weinte nun laut hörbar.. Die Eltern von den umliegenden Bänken kamen hektisch angerannt, nahmen das Mädchen in den Arm, fragten sie, was denn los sei.. Trösteten sie.. Redeten ihr gut zu.. Das Mädchen zeigte nur auf den Nelkenlosen, der auf em Boden lag, sich das Kinn rieb und offensichtlich gerade mit seiner Zunge in seinem Mund überprüfte, ob noch alle Zähne an ihrem Platz seien.. Einige der Eltern schüttelten nur verständnislos den Kopf und sahen ihn verurteilend an.. Zwei Väter gingen mit hochgekrempelten Ärmeln auf ihn zu.. Dachte er im ersten Moment noch, das sie ihm aufhelfen würden, so kam er nun zu einem anderen Schluss.. Insbesondere auf Grund der Tatsache, das die Männer riefen: „So du Schwein, jetzt machen wir dich fertig! Kleine Kinder erschrecken, was?!?!“.. Es fiel ihm schwer sich aufzurichten.. Er zog sich am Zaun hoch.. Als er stand und wieder bei sich war, erkannte er die Brenzligkeit der Situation und verzichtete auf eine erklärende Diskussion.. Er sprang über den Zaun und lief davon.. Die Männer riefen ihm noch lange nach, aber es folgte ihm niemand.. An der Strasse angekommen, atmete er ersteinmal tief durch, um wieder zu Luft zu kommen.. Warum, fragte er sich, würde er nicht einfach zu einem Blumenladen gehen und sich eine neue Nelke holen? Erschüttert über diese unglaublich simple Idee, auf die er vorher nicht gekommen war, begann er ein klein wenig hysterisch zu lachen.. Also gut, ein Blumenladen musste her.. Wenn man mit Hunger durch die Strassen streift, dann kommt ganz sicher kein Restaurant.. Wenn man etwas lesen möchte, dann sind auf der Strasse plötzlich nur noch Bekleidungsgeschäfte.. Wenn man was zum anziehen braucht, ist man auf der Fressmeile gelandet.. Undsoweiter.. So erging es ihm auch: Kein Blumenladen weit und breit auszumachen.. Er hatte seine erste Nelke auch gar nicht hier in der Nähe seines Hauses gekauft, sondern in der Nähe seines Büros.. Das war aber mehrere Bahnstationen entfernt.. Also keine Chance.. Er hat eigentlich noch nie einen Blumenladen gesucht, fiel ihm während seiner Suche auf.. Sonst wäre ihm schon früher aufgefallen, das hier keiner ist.. Oh! „Keiner“ stimmt doch nicht! Da vorne ist einer! Schnellen Schrittes eilte er hinein.. Nein, sie habe keine orange Nelke mehr, erklärte die Verkäuferin.. Sie habe die letzte vor ungefähr 15 Minuten an eine junge Dame verkauft.. Vor einer Viertelstunde? An eine junge Dame? Das musste sein Date sein! Sie hatte ihre Blume und würde nun nach ihm suchen, im Café, wenn sie nicht schon längst wieder entnervt gegangen ist!.. Jetzt hiess es keine Zeit verlieren: Er machte sich schnurstracks auf den Weg zum Café.. Es war seine letzte Chance.. Er würde sie einfach ansprechen, wenn er sie sah.. Egal ob er eine Blume dabei hatte, oder nicht.. Nichts und niemand würde sich ihm in den Weg stellen.. Und wieder baute sich das Café am Horizont auf.. Ein weiteres Mal kommt er heute abgehetzt zu dem Gebäude.. Im inneren des Lokals würde man ihn vermutlich schon für verrückt halten.. Aber das war ihm nun egal.. Er würde auch diesesmal auf seine Katzenwäsche im Café-Bad verzichten müssen, denn sie würde schon lange vor Ort sein.. Aber auch das spielte keine Rolle für ihn.. Er wusste was er ihr sagen würde.. Jedes.. Einzelne.. Wort.. Er stand vor dem großen Fenster der Gaststätte.. Sein Blick lief über die Gäste.. Da sah er sie.. Sie sah ganz anders aus, als er sie sich vorgestellt hatte.. Sie war schön, kein Zweifel, sogar wunderschön.. Und sie wusste das.. Die Art wie sie sich kleidete, wie sie sich durchs Haar fuhr, alles an ihr zeugte von ihrer Selbstsicherheit.. Die orange Nelke in dem Knopfloch ihres Kostüms wirkte etwas deplatziert, aber selbst dieser Stilbruch schien ihr bewusst und gewollt zu sein.. Elegant hatte sie die Beine übereinander geschlagen und rauchte sehr langsam.. Und da fiel es ihm auf: Sie sass mit einem Mann am Tisch.. Mit einem Mann, mit dem sie sich geradezu königlich zu amüsieren schien.. Sie lachte einige Male auf und legte ihre Hand auf seine.. Dabei schenkte sie ihm ein bezauberndes, wissendes Lächeln, das der fremde Mann charmant erwiderte.. Er war zu spät.. Definitiv.. Jemand anders hat seinen Platz eingenommen.. Egal was er sagen würde, er würde sie nun nicht mehr für sich gewinnen können.. Paralysiert betrachtete er die beiden im Café.. Er konnte seinen Blick nicht mehr lösen, obwohl er durch die beiden hindurch sah.. Die Wolken zogen sich zusammen.. Und mit der Plötzlichkeit eines platzenden Luftballons, setzte ein Regenguss ein, der die ganze Stadt wegzuspülen scheinen wollte.. Er stand am Fenster und wurde durchnässt.. Bis auf die Knochen.. Doch er schien es nicht zu merken, nicht wahrzunehmen.. „Schön, oder? Ich mag es wenn sich Menschen finden.. “ Er hörte zwar die Stimme hinter sich, aber die Worte kamen, wenn überhaupt, nur sehr langsam bei ihm an.. Er reagierte nicht.. „Sie sah so toll und elegant aus und sie schien so nett, da hab ich ihr meine Nelke geschenkt.. “ Das Mädchen, das diese Dinge sagte, war sehr unaufällig gekleidet.. Ihr langer, schwarzer Mantel verbarg alles, was sie drunter trug.. Ihre schwarzen Haare klebten an ihrem Kopf, sie hatte ebenfalls keinen Schutz vor dem Regen.. Sie hat ihn aber offensichtlich auch nicht gesucht.. Sein Hirn schien langsam aus seiner Starre zu erwachen.. Ihre Worte hallten in seinem Kopf nach “ da hab ich ihr meine Nelke geschenkt.. geschenkt Nelke geschenkt.. “.. Blitzschnell drehte er sich zu ihr um.. Nun hat er alles verstanden! Und vor ihm stand das nasseste, schönste, selbstloseste und süsseste Mädchen, das er je in seinem Leben gesehen hat.. Und sie lächelte ihn an.. Noch heute sind ihre Enkel genervt, wenn die Grosseltern schon wieder die Geschichte mit dem Café und den orangen Nelken erzählen.. Ende..

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